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CO₂-Bilanz Logistik

Auch: CO2-Bilanz Logistik, Carbon Footprint Logistik, Treibhausgasbilanz Logistik, Emissionsbilanz Logistik, CO₂-Fußabdruck Logistik, Logistik CO2e

KI-generiert

Kurz erklärt

Die CO₂-Bilanz in der Logistik erfasst und quantifiziert alle Treibhausgasemissionen, die entlang der logistischen Prozesskette entstehen, von Transport und Lager bis hin zu vor- und nachgelagerten Aktivitäten.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist die CO₂-Bilanz in der Logistik?

Die CO₂-Bilanz in der Logistik, fachlich oft als Treibhausgasbilanz oder Carbon Footprint Logistik bezeichnet, erfasst sämtliche klimawirksamen Emissionen, die im Zusammenhang mit Lager-, Transport- und logistischen Supportprozessen entstehen. Dabei werden nicht nur CO₂-Emissionen berücksichtigt, sondern alle relevanten Treibhausgase (z. B. Methan, Lachgas), die rechnerisch in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) ausgedrückt werden. Die Bilanz unterscheidet üblicherweise nach den Scopes des GHG Protocol: Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Fahrzeugen und Heizanlagen, Scope 2 indirekte Emissionen aus zugekaufter Energie, Scope 3 alle weiteren vor- und nachgelagerten Emissionen (darunter Transportdienstleister, Verpackungen und die Entsorgung).

Wie funktioniert die Bilanzierung in der Praxis?

Ausgangspunkt ist die Datenerhebung: Verbrauchsdaten für Strom, Wärme und Treibstoff werden aus Abrechnungen, Energiezählern, Telematiksystemen und Frachtabrechnungen zusammengeführt. Für Emissionen von Logistikdienstleistern, auf die kein direkter Messzugriff besteht, kommen Emissionsfaktoren und Aktivitätsdaten (z. B. Tonnenkilometer, Sendungszahl) zum Einsatz. Typische Kennzahlen sind kg CO₂e je Sendung, je Palette, je Tonnenkilometer oder je Umsatzeinheit. Diese ermöglichen Vergleiche zwischen Transporten, Lagern, Perioden oder Dienstleistern.

Die Bilanzierung kann manuell in Tabellenkalkulationen oder softwaregestützt über spezialisierte Nachhaltigkeitstools sowie integrierte Funktionen in TMS- und WMS-Systemen erfolgen. Anbieterunabhängig gilt: Je granularer und konsistenter die Rohdaten, desto belastbarer die Bilanz. Schätzungen auf Basis von Durchschnittswerten sind zulässig, sollten aber transparent ausgewiesen werden.

Worauf kommt es bei der Auswahl des Vorgehens an?

Drei Aspekte sind bei der Einführung einer logistischen CO₂-Bilanz besonders entscheidend:

  • Scope-Definition: Lege zu Beginn fest, welche Emissionsquellen und welche Scope-Ebenen in die Bilanz einfließen. Das ist anbieterabhängig und muss intern abgestimmt sein, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
  • Datenverfügbarkeit und -qualität: Primärdaten aus eigenem Verbrauch sind belastbarer als Schätzwerte. Kläre mit Dienstleistern frühzeitig, welche Daten sie liefern können und in welchem Format.
  • Reporting-Anforderungen: Ob regulatorisch (z. B. CSRD, CBAM) oder freiwillig, die Anforderungen an Prüfbarkeit, Granularität und Dokumentation variieren erheblich. Die CO₂-Bilanz ist eine Messung, keine Maßnahme: Sie schafft Transparenz, aus der anschließend Dekarbonisierungsmaßnahmen abgeleitet werden.

Für den Einkauf und die Logistiksteuerung bietet die Bilanz eine Grundlage, um Dienstleister anhand von Emissionskennzahlen zu vergleichen, Green-Procurement-Kriterien vertraglich zu verankern und ESG-Ziele nachweisbar zu machen.

Häufige Fragen

Zur CO₂-Bilanz zählen alle Treibhausgasemissionen, die durch Lager, Transport und logistische Supportprozesse entstehen, darunter eigene Fahrzeuge, Lagerenergie und die Transporte von Dienstleistern. Je nach Scope-Definition fließen auch vor- und nachgelagerte Emissionen wie Verpackung oder Entsorgung ein.

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