Glossar
Klare Erklärungen zu zentralen Begriffen aus Intralogistik, Transport, Systemen und Automatisierung.
579 Begriffe insgesamt
- 3D-Matrix Solution
Eine 3D-Matrix Solution ist ein mehrdimensionales Lager- und Puffersystem, das Ladeeinheiten in X-, Y- und Z-Richtung dynamisch verwaltet und damit eine deutlich höhere Flächennutzung als konventionelle Systeme ermöglicht.
- 3PL
3PL (Third Party Logistics) bezeichnet die Auslagerung operativer Logistikprozesse, wie Lagerung, Kommissionierung oder Transport, an einen externen Dienstleister. Das Unternehmen bleibt strategisch verantwortlich, während der 3PL-Anbieter die operative Abwicklung übernimmt.
- 4PL - Fourth Party Logistics
4PL (Fourth Party Logistics) bezeichnet ein Logistikmodell, bei dem ein externer Partner die gesamte Lieferkette koordiniert und mehrere 3PL-Dienstleister sowie Carrier steuert, ohne selbst physische Transport- oder Lagerleistungen zu erbringen.
- ABC-Analyse
Die ABC-Analyse ist eine Methode zur Klassifizierung von Artikeln, Lieferanten oder Prozessen in drei Prioritätsklassen (A, B, C) nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Sie bildet die Grundlage für differenzierte Entscheidungen in Lagerhaltung, Disposition und Einkauf.
- AGV
AGV (Automated Guided Vehicle) bezeichnet fahrerlose Transportfahrzeuge, die Waren in Lager und Produktion automatisch befördern. Sie folgen dabei vordefinierten oder sensorgesteuerten Fahrwegen ohne menschlichen Fahrer.
- AI
Artificial Intelligence (AI) bezeichnet Systeme, die aus Daten lernen, Muster erkennen und auf dieser Basis Entscheidungen unterstützen oder automatisieren.
- AKL
Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) ist ein vollmechanisiertes Lagersystem für Behälter, Tablare oder Kartons, das mithilfe von Regalbediengeräten oder Shuttles den Ware-zum-Mann-Prozess automatisiert.
- AMR
AMR (Autonomous Mobile Robot) ist ein fahrerloser, selbstnavigierender Transportroboter, der Waren im Lager ohne fest verlegte Infrastruktur bewegt. Er orientiert sich eigenständig anhand von Sensoren und digitalen Karten und weicht Hindernissen dynamisch aus.
- API
Eine API (Application Programming Interface) ist eine definierte Schnittstelle, über die zwei Softwaresysteme automatisiert und standardisiert Daten austauschen können. In der Intralogistik verbindet sie Systeme wie WMS, ERP oder TMS miteinander und mit externen Diensten.
- AR
Augmented Reality (AR) bezeichnet eine Technologie, bei der digitale Informationen in Echtzeit in das reale Sichtfeld eingeblendet werden. In der Intralogistik kommt AR vor allem in der Kommissionierung, Wartung und Schulung zum Einsatz.
- Abladestelle
Die Abladestelle ist der konkret definierte Ort, an dem eine Lieferung physisch entladen wird, etwa eine Rampe, ein Hallentor oder eine gekennzeichnete Stellfläche. Sie bildet die räumliche Grundlage für die Eingangslogistik und muss in Liefervereinbarungen präzise beschrieben sein.
- Abnahmeprozess (FAT/SAT)
Der Abnahmeprozess (FAT/SAT) umfasst zwei aufeinanderfolgende Testphasen, mit denen Intralogistikanlagen vor der Inbetriebnahme auf Vertragskonformität geprüft werden.
- Absatzlogistik
Absatzlogistik bezeichnet alle logistischen Prozesse, die den Warenfluss vom Unternehmen zum Endkunden sicherstellen. Sie umfasst Lagerung, Transport, Auftragsabwicklung und Servicelevelsteuerung im Outbound-Bereich.
- Absatzplanung
Absatzplanung bezeichnet die systematische Prognose zukünftiger Verkaufsmengen für definierte Produkte, Regionen oder Kanäle. Sie bildet die Grundlage für alle nachgelagerten Planungsprozesse in Produktion, Beschaffung und Logistik.
- Absatzprognose
Die Absatzprognose schätzt die zukünftige Nachfrage nach Produkten oder Artikeln für einen definierten Zeitraum. Sie bildet die Grundlage für Bestands-, Kapazitäts- und Beschaffungsplanung in Logistik und Einkauf.
- Airport Billing Systems
Airport Billing Systems sind softwaregestützte Abrechnungslösungen, die sämtliche gebührenpflichtigen Leistungen an Flughäfen, von Handling und Lagerung bis zu Sicherheitskontrollen und Infrastrukturnutzung, erfassen, berechnen und abrechnen.
- Aktuator
Ein Aktuator ist ein technisches Bauteil, das elektrische, pneumatische oder hydraulische Steuersignale in mechanische Bewegung oder Kraft umwandelt. In der Intralogistik steuern Aktuatoren Förderbänder, Weichen, Greifer und Hubelemente in automatisierten Anlagen.
- Akustische Kommissionierung
Akustische Kommissionierung bezeichnet ein belegloses Kommissionierverfahren, bei dem Lagermitarbeiter Pickanweisungen per Sprache empfangen und Bestätigungen ebenfalls sprachgesteuert zurückmelden. Beide Hände bleiben dabei frei für den eigentlichen Pick-Vorgang.
- Ameise oder Hubwagen
Ein Hubwagen (umgangssprachlich „Ameise
- Artikel
Ein Artikel ist die kleinste eindeutig identifizierbare Einheit in Lagerhaltung, Einkauf und ERP, beschrieben durch Stammdaten wie Bezeichnung, Maße, Gewicht und Identifikationsnummern. Er bildet die Grundlage für Disposition, Kommissionierung und Bestandsführung.
- Artikelbezeichnung
Die Artikelbezeichnung ist der lesbare Name eines Artikels im Warenwirtschafts- oder Lagerverwaltungssystem. Sie dient Menschen in Einkauf, Logistik und Disposition dazu, einen Artikel schnell zu erkennen und von anderen zu unterscheiden.
- Artikeleinheit
Die Artikeleinheit legt fest, in welcher Mengeneinheit ein Artikel im System geführt, gebucht und umgeschlagen wird. Sie bildet die Grundlage für konsistente Bestandsführung, Kommissionierung und Preisgestaltung.
- Artikelklassifizierung
Artikelklassifizierung bezeichnet die systematische Einordnung von Artikeln anhand definierter Kriterien wie Wert, Umschlagshäufigkeit, Lageranforderungen oder Gefahrgutmerkmalen. Sie bildet die Grundlage für differenzierte Lager-, Beschaffungs- und Kommissionierungsprozesse.
- Artikelnummer
Die Artikelnummer ist ein intern vergebener, eindeutiger Identifikator, der einen Artikel im Warenwirtschafts- und Lagersystem unverwechselbar kennzeichnet. Sie bildet die Grundlage für Buchungen, Bestellungen und die Kommunikation zwischen Einkauf, Lager und Produktion.
- Artikelstamm
Der Artikelstamm ist die zentrale Datenbasis, die alle logistisch und kaufmännisch relevanten Merkmale eines Artikels dauerhaft speichert. Er bildet die Grundlage für Lagerhaltung, Disposition, Kommissionierung und Abrechnung.
- Artikelstammdaten
Artikelstammdaten sind die dauerhaft gültigen Basisdaten eines Artikels, etwa Maße, Gewicht, Verpackungseinheiten, Gefahrguteinstufung und MHD-Relevanz. Sie bilden die Grundlage für alle logistischen, einkäuferischen und systemseitigen Prozesse entlang der Lieferkette.
- Aufgaben der Logistik
Die Aufgaben der Logistik umfassen die Planung, Steuerung und Durchführung aller Waren-, Informations- und Werteflüsse entlang der Lieferkette. Dazu gehören typischerweise Beschaffung, Lagerung, Transport, Distribution und Entsorgung.
- Auflieger (Sattelauflieger)
Ein Auflieger (Sattelauflieger) ist der nicht selbstfahrende Anhängerteil eines Sattelzugs, der auf der Sattelzugmaschine aufliegt und von ihr gezogen wird. Er bildet den zentralen Transportbehälter im Fernverkehr und ist in verschiedenen Bauformen für unterschiedliche Ladungsarten verfügbar.
- Auftragsabwicklung
Auftragsabwicklung bezeichnet den vollständigen Prozess von der Entgegennahme eines Kundenauftrags bis zu dessen abgeschlossener Lieferung und Abrechnung. Sie umfasst alle operativen und administrativen Schritte, die notwendig sind, um einen Auftrag termingerecht und fehlerfrei zu erfüllen.
- Auftragsart
Die Auftragsart klassifiziert einen Auftrag nach seiner Prozesslogik und bestimmt damit, welche Abläufe, Prioritäten und Regeln im Warehouse-Management- oder ERP-System greifen. Typische Beispiele sind Kundenauftrag, Umlagerung, Retoure oder Musterauftrag.
- Auftragsdurchlaufzeit
Die Auftragsdurchlaufzeit bezeichnet die Gesamtzeit vom Eingang eines Auftrags bis zu seinem Versand an den Empfänger. Sie schließt alle Warte-, Bearbeitungs- und internen Transportschritte ein und gilt als zentraler Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Lager- oder Fulfillment-Prozesses.
- Auftragsfertigung
Auftragsfertigung bezeichnet ein Produktionsmodell, bei dem die Herstellung eines Produkts erst nach Eingang eines konkreten Kundenauftrags beginnt. Im Gegensatz zur Lagerfertigung wird dabei kundenindividuell und bedarfsgesteuert produziert.
- Auftragsmanagement
Auftragsmanagement bezeichnet die systematische Steuerung und Überwachung von Aufträgen über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Erfassung über Priorisierung und Statusverfolgung bis zum Abschluss. Es bildet die operative Klammer zwischen Vertrieb, Logistik, Einkauf und IT.
- Auftragspositionen
Auftragspositionen sind die einzelnen Zeilen innerhalb eines Auftrags, die jeweils einen Artikel, eine Menge und ergänzende Lieferbedingungen beschreiben. Sie bilden die kleinste steuerbare Einheit in der Auftragsabwicklung und sind Grundlage für Kommissionierung, Beschaffung und Fakturierung.
- Augmented Reality
Augmented Reality (AR) überlagert die reale Umgebung in Echtzeit mit digitalen Informationen wie Text, Grafiken oder 3D-Modellen. In der Intralogistik unterstützt AR vor allem die Kommissionierung, Wartung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender.
- Auslagerung
Auslagerung bezeichnet den physischen Vorgang, bei dem Waren oder Ladeeinheiten aus einem Lagerbereich entnommen und einem nachgelagerten Prozess, etwa der Kommissionierung oder dem Versand, zugeführt werden.
- Ausschreibungsmanagement Logistik
Ausschreibungsmanagement Logistik bezeichnet den strukturierten Gesamtprozess, mit dem Unternehmen Logistikleistungen oder -systeme am Markt anfragen, Angebote vergleichbar machen und eine fundierte Vergabeentscheidung vorbereiten.
- AutoStore
AutoStore ist ein kubisches Automatiklager, bei dem fahrerlose Roboter auf einem Aluminium-Grid Kunststoffbehälter stapeln und auf Abruf zu Kommissionierports bringen. Das System gilt als eines der flächeneffizientesten automatischen Kleinteilelager für standardisierte Behälterware.
- AutoStore-Lagersystem
Das AutoStore-Lagersystem ist ein vollautomatisiertes Cube-Storage-System, bei dem Roboter auf einem dreidimensionalen Gitterraster (Grid) Kunststoffbehälter stapeln, abrufen und zu stationären Kommissionierstationen transportieren.
- Automatiklager
Ein Automatiklager ist ein voll- oder teilautomatisiertes Lagersystem, bei dem Ein- und Auslagerung, Transport und Verwaltung von Lagereinheiten ohne manuellen Eingriff durch Fördertechnik, Regalbediengeräte und eine übergeordnete Steuerungssoftware ablaufen.
- Automations-Panel
Ein Automations-Panel ist ein industrietaugliches Bedienpanel, das als HMI-Schnittstelle zwischen Bedienpersonal und automatisierten Anlagen in der Intralogistik dient. Es ermöglicht die manuelle Steuerung, Überwachung und Parametrierung von Förder-, Lager- und Kommissioniersystemen direkt vor Ort.
- Automatisches Kleinteilelager (AKL)
Das Automatische Kleinteilelager (AKL) ist ein vollautomatisiertes Lagersystem für Behälter, Tablare und Kleinteile, bei dem Ein- und Auslagerung ohne manuellen Eingriff durch Regalbediengeräte oder Shuttle-Systeme erfolgen.
- Automatisierung
Automatisierung bezeichnet den Einsatz von Technologien und Systemen, um Prozesse ganz oder teilweise ohne menschliches Eingreifen auszuführen. In der Intralogistik reicht das Spektrum von einfachen Förderanlagen bis zu vollautomatischen Hochregallagern mit autonomen Fahrzeugen.
- Avis KI
Avis KI bezeichnet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur automatisierten Erkennung, Extraktion und Verarbeitung von Lieferavis aus unterschiedlichen Eingangskanälen wie E-Mail, PDF oder EDI. Sie reduziert manuellen Erfassungsaufwand und erhöht die Datenqualität im Wareneingang.
- Avisierung
Avisierung bezeichnet die Vorankündigung einer Lieferung durch den Lieferanten an den Empfänger, bevor die Ware eintrifft. Sie versetzt das Lager in die Lage, Personal, Rampenkapazität und Einlagerungsprozesse rechtzeitig zu planen.
- BDE-System
Ein BDE-System (Betriebsdatenerfassungssystem) erfasst maschinelle und manuelle Prozessdaten in Echtzeit direkt an der Quelle, etwa an Maschinen, Förderanlagen oder Arbeitsplätzen.
- BDE-Terminals
BDE-Terminals sind stationäre oder mobile Endgeräte zur Betriebsdatenerfassung, die Mitarbeitende an Arbeitsplätzen, Maschinen oder Lagerbereichen nutzen, um Prozess-, Zeit- und Mengendaten direkt am Entstehungsort digital zu erfassen.
- BI
Business Intelligence (BI) bezeichnet die systematische Erfassung, Aufbereitung und Analyse von Unternehmensdaten, um fundierte Entscheidungen in Logistik und Supply Chain zu unterstützen.
- Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard ist ein Kennzahlensystem zur ganzheitlichen Unternehmenssteuerung, das finanzielle und nicht-finanzielle Ziele in vier Perspektiven verknüpft.
- Barcode
Ein Barcode ist ein maschinenlesbarer, optischer Code, der Informationen als Muster aus Strichen und Lücken oder als zweidimensionale Matrix darstellt. Er ermöglicht die automatische Identifikation von Artikeln, Ladungsträgern und Dokumenten entlang der gesamten Lieferkette.
- Barcodescanner
Ein Barcodescanner ist ein optisches Lesegerät, das gedruckte Strichcodes (Barcodes) erfasst und in maschinenlesbare Daten umwandelt. Er wird in der Intralogistik zur lückenlosen Identifikation von Waren, Ladungsträgern und Lagerplätzen eingesetzt.
- Batch-Kommissionierung
Batch-Kommissionierung bezeichnet eine Methode, bei der mehrere Kundenaufträge zu einem gemeinsamen Picklauf zusammengefasst werden. Dadurch legt der Kommissionierer eine Route ab und deckt dabei Positionen aus verschiedenen Aufträgen gleichzeitig ab.
- Bedarfsermittlung
Bedarfsermittlung bezeichnet den systematischen Prozess, mit dem der zukünftige Material- oder Warenbedarf einer Organisation mengenmäßig und zeitlich bestimmt wird. Sie bildet die Grundlage für Disposition, Beschaffung und Lagerplanung.
- Bedarfsmenge
Die Bedarfsmenge bezeichnet die Menge eines Artikels, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem Planungszeitraum benötigt wird. Sie bildet die Grundlage für Bestellentscheidungen, Lagerdisposition und Produktionsplanung.
- Bedarfsplanung
Bedarfsplanung bezeichnet den systematischen Prozess, mit dem ein Unternehmen ermittelt, welche Mengen an Materialien, Waren oder Ressourcen zu welchem Zeitpunkt benötigt werden. Sie bildet die Grundlage für Disposition, Beschaffung und Lagerplanung.
- Bedienerterminals mit Touch
Bedienerterminals mit Touch sind stationäre oder mobile Eingabegeräte, die über einen berührungsempfindlichen Bildschirm die direkte Interaktion mit Lagerverwaltungs- und Steuerungssystemen ermöglichen.
- Beleglose Kommissionierung
Beleglose Kommissionierung bezeichnet das Zusammenstellen von Aufträgen im Lager ohne Papier-Picklisten, bei der alle Anweisungen digital über Terminals, Displays, Sprache oder optische Signale übermittelt werden.
- Beschaffung
Beschaffung bezeichnet den systematischen Prozess, mit dem ein Unternehmen Materialien, Waren und Dienstleistungen von externen Quellen bezieht. Sie umfasst alle Schritte von der Bedarfsermittlung über die Lieferantenauswahl bis zur Bestellung und Wareneingangsüberwachung.
- Beschaffungslogistik
Beschaffungslogistik umfasst alle logistischen Prozesse, die den Materialfluss von Lieferanten bis zur Übergabe an Lager oder Produktion steuern. Sie verbindet Einkauf, Transport und Warenannahme zu einem durchgängigen Inbound-Prozess.
- Beschaffungsplanung
Beschaffungsplanung bezeichnet den Prozess, mit dem ein Unternehmen systematisch festlegt, welche Materialien oder Waren in welcher Menge, zu welchem Zeitpunkt und von welchen Lieferanten zu beziehen sind.
- Best-of-Breed
Best-of-Breed bezeichnet eine IT-Strategie, bei der für jede Funktion im Unternehmen die jeweils leistungsstärkste Speziallösung ausgewählt wird, anstatt eine einzige Suite eines einzelnen Anbieters einzusetzen.
- Best-of-Breed vs Best-of-Suite
Best-of-Breed bezeichnet eine IT-Strategie, bei der für jeden Logistikprozess das jeweils spezialisierte Einzelsystem gewählt wird, im Gegensatz zu Best-of-Suite, wo eine integrierte Plattform eines Anbieters mehrere Prozesse abdeckt.
- Bestand in der Logistik
Bestand bezeichnet in der Logistik die zu einem bestimmten Zeitpunkt physisch vorhandene oder buchhalterisch erfasste Menge an Gütern, also Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigwaren. Er ist eine zentrale Steuerungsgröße, weil er Kapital bindet und gleichzeitig Lieferfähigkeit sichert.
- Bestandscontrolling
Bestandscontrolling bezeichnet die systematische Überwachung, Analyse und Steuerung von Lagerbeständen mithilfe definierter Kennzahlen. Es verbindet Logistik und Einkauf, um Kapitalbindung zu senken und Lieferfähigkeit sicherzustellen.
- Bestandsführung
Bestandsführung bezeichnet die systemgestützte Verwaltung und Fortschreibung aller Lager- und Materialbestände in einem Unternehmen. Sie bildet die Grundlage für Disposition, Beschaffung und Abrechnung und stellt sicher, dass Buchbestand und physischer Bestand jederzeit übereinstimmen.
- Bestandsmanagement
Bestandsmanagement bezeichnet die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle von Lagerbeständen entlang der gesamten Lieferkette. Ziel ist es, Lieferfähigkeit zu sichern und gleichzeitig Kapitalbindung sowie Lagerkosten auf ein wirtschaftlich sinnvolles Maß zu begrenzen.
- Bestandssicherheit
Bestandssicherheit bezeichnet das Maß, in dem Buchbestand und tatsächlicher Ist-Bestand im Lager übereinstimmen. Eine hohe Bestandssicherheit verhindert Fehlmengen, Überbestände und fehlerhafte Disposition.
- Bestandssicherheit Lager
Bestandssicherheit im Lager bezeichnet die Übereinstimmung zwischen den im System erfassten und den physisch vorhandenen Lagerbeständen. Sie ist ein zentraler Qualitätsmaßstab für Lagerprozesse und Grundlage für verlässliche Lieferfähigkeit.
- Bestellpunktverfahren
Das Bestellpunktverfahren ist ein Dispositionsverfahren, bei dem automatisch eine Bestellung ausgelöst wird, sobald der aktuelle Lagerbestand einen vorher festgelegten Meldebestand unterschreitet.
- Bewegungsdaten
Bewegungsdaten erfassen alle Transaktionen und physischen Warenbewegungen im Logistikprozess, von Wareneingang und Umlagerung bis zum Versand. Sie enthalten Zeitstempel, Mengen, Orte und beteiligte Einheiten und bilden die Grundlage für Transparenz, Steuerung und Analyse im Lager- und…
- Blockchain
Blockchain ist eine kryptografisch verkettete, verteilte Datenstruktur, in der Transaktionen manipulationsresistent und für alle Teilnehmer nachvollziehbar gespeichert werden.
- Blocklager
Ein Blocklager ist eine Lagerform, bei der Ladeeinheiten, in der Regel Paletten, ohne Regalkonstruktion direkt auf dem Boden in Reihen und Blöcken gestapelt werden.
- Bodenlagerung
Bodenlagerung bezeichnet die Lagerung von Waren direkt auf dem Boden, ohne den Einsatz von Regalanlagen. Paletten, Stapel oder markierte Stellflächen dienen dabei als Grundstruktur der Flächenorganisation.
- Bordsteinkante
Bordsteinkante bezeichnet die minimale Zustellvariante, bei der die Ware lediglich bis zum Gehweg oder vor das Gebäude des Empfängers geliefert wird, ohne Einbringung ins Gebäude, ohne Aufstellung und ohne Montage.
- Bottleneck Analyse
Die Bottleneck Analyse identifiziert den Prozessschritt mit der geringsten Kapazität in einem logistischen System und macht damit den limitierenden Faktor für den Gesamtdurchsatz sichtbar.
- Braune Ware
Braune Ware bezeichnet Produkte der Unterhaltungselektronik, etwa Fernseher, Audio-Systeme oder Spielekonsolen, und ist ein gängiger Handelsbegriff zur Warengruppensegmentierung.
- Break Bulk Point
Ein Break Bulk Point ist ein Umschlagpunkt im Logistiknetzwerk, an dem große Sendungen oder Vollladungen in kleinere Einheiten aufgeteilt und für die regionale Weiterverteilung sortiert werden. Er steht zwischen dem Eingangsknoten eines Transportnetzes und den Endempfängern.
- Brownfield Logistik
Brownfield Logistik bezeichnet die Modernisierung, Erweiterung oder Umstrukturierung bestehender Lager- und Logistikstandorte im laufenden Betrieb. Im Gegensatz zum Greenfield-Ansatz arbeitet man dabei mit vorhandener Bausubstanz, Infrastruktur und Technik.
- Bundesverband Logistik
„Bundesverband Logistik
- Business Case Automatisierung
Der Business Case Automatisierung bewertet wirtschaftlich und operativ, ob eine Investition in Lager- oder Intralogistikautomatisierung gerechtfertigt ist. Er fasst Kosten, Nutzen, Risiken und Annahmen strukturiert zusammen und bildet die Entscheidungsgrundlage für Management-Freigaben.
- C-Förderer
Ein C-Förderer ist ein Fördertechnik-Element, meist ein Kettenförderer, dessen mechanischer Aufbau eine charakteristische C-Form beschreibt und das zum Transport von Paletten oder schweren Ladungsträgern in automatisierten Intralogistikanlagen eingesetzt wird.
- CIF
CIF (Cost, Insurance and Freight) ist eine Incoterms-Lieferklausel, bei der der Verkäufer Transportkosten und Versicherung bis zum vereinbarten Bestimmungshafen trägt. Der Gefahrenübergang auf den Käufer erfolgt jedoch bereits beim Verladen der Ware im Abgangshafen.
- CO₂-Bilanz Logistik
Die CO₂-Bilanz in der Logistik erfasst und quantifiziert alle Treibhausgasemissionen, die entlang der logistischen Prozesskette entstehen, von Transport und Lager bis hin zu vor- und nachgelagerten Aktivitäten.
- CapEx
CapEx (Capital Expenditures) bezeichnet Investitionsausgaben für langfristige Vermögenswerte wie Anlagen, Maschinen oder IT-Infrastruktur. Diese Ausgaben werden aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben, statt sofort als Aufwand verbucht zu werden.
- Cargo Handling
Cargo Handling bezeichnet die physische Abwicklung von Fracht an Umschlagpunkten wie Häfen, Terminals, Hubs oder Lagern. Es umfasst alle operativen Tätigkeiten vom Be- und Entladen über die Sortierung bis zur Sicherung der Ladung.
- Carrier
Ein Carrier ist ein Transportdienstleister, der Waren physisch von einem Abgangsort zu einem Zielort befördert. Er übernimmt dabei die operative Verantwortung für den eigentlichen Transport, im Gegensatz zu Spediteuren oder Logistikdienstleistern, die oft nur koordinieren.
- Chaotische Lagerhaltung
Chaotische Lagerhaltung ist ein Lagerprinzip, bei dem Artikel nicht auf feste, vorher zugewiesene Stellplätze eingelagert werden, sondern dynamisch auf jeden freien, geeigneten Platz im Lager. Ein Warehouse-Management-System übernimmt dabei die Steuerung und Nachverfolgung aller Lagerplätze.
- Charge
Eine Charge ist eine eindeutig identifizierbare Menge von Produkten, die unter gleichen Bedingungen hergestellt oder verarbeitet wurde. Sie bildet die Grundlage für Rückverfolgbarkeit, Qualitätssteuerung und gesetzlich geforderte Rückrufprozesse entlang der gesamten Lieferkette.
- Chargenrückverfolgung
Chargenrückverfolgung bezeichnet die lückenlose Nachvollziehbarkeit von Produkten und Materialien entlang der Lieferkette auf Basis ihrer Chargenzugehörigkeit. Sie ermöglicht es, im Qualitäts- oder Rückruffall schnell alle betroffenen Mengen zu identifizieren und gezielt zu sperren.
- Cloud Computing für Logistik
Cloud Computing für Logistik bezeichnet den Betrieb von Logistiksoftware und Datenplattformen über externe Cloud-Dienste anstelle lokaler Rechenzentren. Typische Anwendungen sind Warehouse-Management-Systeme, Transportmanagementsysteme, Track-and-Trace sowie BI- und Integrationsplattformen.
- Colli
Colli bezeichnet ein einzelnes Packstück innerhalb einer Sendung, etwa ein Karton, eine Kiste oder ein Gebinde. Die Anzahl der Colli bildet in Transportdokumenten die Packstückanzahl ab und ist Grundlage für Etikettierung, Verladung und Frachtabrechnung.
- Compliance Definition
Compliance bezeichnet die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, regulatorischer Anforderungen, interner Richtlinien und vertraglicher Verpflichtungen.
- Computer im Dauereinsatz
Computer im Dauereinsatz bezeichnet IT-Hardware, die in Logistik- und Produktionsumgebungen rund um die Uhr ohne geplante Abschaltfenster betrieben wird. Geeignete Geräte sind auf kontinuierlichen Betrieb, raue Bedingungen und lange Lebenszyklen ausgelegt.
- Containerlogistik
Containerlogistik bezeichnet die Planung, Steuerung und Abwicklung aller Prozesse rund um den Transport und Umschlag von Frachtcontainern, vom Vorlauf über den Seetransport bis zum Nachlauf.
- Corlette
Corlette bezeichnet einen branchenspezifischen Metall-Ladungsträger oder ein Trägergestell, das im Warenumschlag und in der Lagerlogistik eingesetzt wird. Da der Begriff nicht einheitlich normiert ist, müssen Maße, Traglast und Handhabungsregeln im jeweiligen Netzwerk verbindlich festgelegt werden.
- Corletten
Corletten ist die Mehrzahl von Corlette und bezeichnet spezielle, oft branchenspezifisch eingesetzte Metallträger oder Gestelle als Ladungsträger im Warenkreislauf. Da keine einheitliche Norm existiert, sind individuelle Spezifikationen zu Maßen, Traglast und Stapelbarkeit entscheidend.
- Cost-to-Serve
Cost-to-Serve bezeichnet die Gesamtkosten, die entstehen, um einen bestimmten Kunden, ein Kundensegment oder einen Auftrag vollständig zu bedienen. Die Kennzahl fasst alle relevanten Kostenbestandteile entlang der Auftragsabwicklung zusammen und ermöglicht eine verursachungsgerechte Kostenzuordnung.
- Cross-Docking
Cross-Docking ist eine Logistikmethode, bei der Waren am Umschlagpunkt direkt vom eingehenden auf den ausgehenden Transport umgeladen werden, ohne eine klassische Einlagerung zu durchlaufen.
- Cross-Docking
Cross-Docking bezeichnet einen Warenumschlag, bei dem Güter vom Wareneingang ohne zwischenzeitliche Einlagerung direkt zum Warenausgang weitergeleitet werden. Ziel ist es, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Lagerkosten zu vermeiden.
- Cube-System
Ein Cube-System ist ein hochverdichtetes, rasterbasiertes Lagersystem, in dem Behälter in einem dreidimensionalen Gitter gestapelt und von Robotern bewegt werden. Es eignet sich besonders für kleine bis mittelgroße Artikel mit hohem Durchsatz bei begrenzter Lagerfläche.
- Customer Relationship Management
Customer Relationship Management (CRM) bezeichnet Strategie und Softwaresystem zur strukturierten Verwaltung von Kundenbeziehungen, einschließlich Kontaktdaten, Interaktionen, Angeboten und Servicevorgängen.
- Customer-Experience-Management
Customer-Experience-Management (CEM) bezeichnet die systematische Gestaltung, Steuerung und Messung aller Kundenerlebnisse entlang der gesamten Customer Journey.
- Cut-off-Zeit
Die Cut-off-Zeit ist der späteste Zeitpunkt, bis zu dem ein Auftrag eingehen muss, damit er noch am selben Tag bearbeitet, kommissioniert oder versandt werden kann. Aufträge, die danach eintreffen, werden in der Regel erst im nächsten Verarbeitungszyklus berücksichtigt.
- DACH
DACH bezeichnet die Wirtschaftsregion Deutschland, Österreich und Schweiz, abgeleitet aus den Ländercodes D, A und CH. In der Intralogistik und Lieferkettenplanung wird der Begriff verwendet, um Netzwerke, Rechtsfragen und Transportstrukturen für diesen deutschsprachigen Dreiländerraum gemeinsam…
- DESADV
DESADV (Dispatch Advice) ist eine standardisierte EDI-Nachricht im EDIFACT-Format, die eine bevorstehende Lieferung elektronisch ankündigt. Sie übermittelt strukturierte Informationen zu Packstücken, Artikeln, Mengen und Identifikatoren wie dem SSCC an den Warenempfänger.
- Data Matrix
Data Matrix ist ein zweidimensionaler Strichcode, der auf sehr kleiner Fläche deutlich mehr Informationen speichert als klassische 1D-Barcodes. Dank integrierter Fehlerkorrektur bleibt er auch bei partieller Beschädigung oder Verschmutzung zuverlässig lesbar.
- Datenanalyse
Datenanalyse bezeichnet die systematische Auswertung von Rohdaten aus Logistik- und IT-Systemen, um Leistungskennzahlen zu messen, Ursachen von Abweichungen zu identifizieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
- Datenbank
Eine Datenbank ist ein strukturiertes System zur persistenten Speicherung, Verwaltung und Abfrage von Daten. In der Intralogistik bildet sie die technische Grundlage für WMS, ERP und TMS, indem sie Stammdaten, Bewegungsdaten und Historien zuverlässig vorhält.
- Datenfunkgeräte
Datenfunkgeräte sind mobile oder stationäre Hardwarekomponenten, die Daten kabellos über Funkprotokolle wie WLAN oder Mobilfunk übertragen. Sie bilden im Lager und Transport die operative Schnittstelle zwischen Mitarbeitenden und IT-Systemen wie WMS oder ERP.
- Datenfunkterminal
Ein Datenfunkterminal ist ein mobiles Gerät zur drahtlosen Datenerfassung und -übertragung im Lager, das Display, Eingabe und Scanner vereint. Es kommuniziert typischerweise über WLAN mit einem Warehouse-Management-System und begleitet Prozesse wie Wareneingang, Kommissionierung und Inventur.
- Debitorenbestand
Der Debitorenbestand umfasst alle offenen, noch nicht bezahlten Forderungen eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden. In der Intralogistik ist er relevant, weil überschrittene Kreditlimits oder Sperrstatus direkt Lieferfreigaben und Auftragsdurchläufe blockieren können.
- Digital Warehouse
Digital Warehouse bezeichnet ein Lager, in dem Prozesse, Anlagen und Entscheidungen durchgängig datenbasiert und systemgeführt ablaufen. Typische Bausteine sind ein Warehouse-Management-System, Echtzeit-Transparenz, IoT-Sensorik, mobile Datenerfassung und automatisierte Optimierungslogik.
- Dimensionierung
Dimensionierung bezeichnet die systematische Auslegung von Lagerkapazitäten, Fördertechnik und Logistiksystemen auf Basis von Mengengerüsten, Durchsatzanforderungen und Lastspitzen. Sie bildet die Planungsgrundlage für Investitionsentscheidungen in der Intralogistik.
- Direktbelieferung
Direktbelieferung bezeichnet die Lieferung von Waren direkt vom Lieferanten an den Endkunden oder die Produktionsstätte, ohne dass ein eigenes Zwischenlager durchlaufen wird.
- Disponent
Ein Disponent plant, steuert und überwacht Transport- oder Lagerprozesse und sorgt dafür, dass Kapazitäten, Termine und Kosten aufeinander abgestimmt sind. Die Rolle verbindet operative Planung mit Kommunikation und Störungsmanagement.
- Disposition
Disposition bezeichnet die operative Planung und Steuerung von Ressourcen, Mengen und Aufträgen in der Logistik, etwa in der Transport- oder Materialdisposition. Sie umfasst Zuweisung von Kapazitäten, Terminierung, Priorisierung und Reaktion auf Störungen.
- Dispositionssoftware
Dispositionssoftware ist eine Softwarelösung zur operativen Planung, Steuerung und Optimierung von Transporten, Touren und Ressourcen in der Logistik. Sie unterstützt Disponenten dabei, Aufträge, Kapazitäten und Zeitfenster effizient zu koordinieren.
- Distributionskonzept
Ein Distributionskonzept beschreibt die Gesamtstruktur, über die Waren vom Lager oder Werk zum Kunden gelangen. Dies umfasst Standortstruktur, Lagerstufen, Transportnetzwerk, Servicelevel und Retourenlogik. Es bildet das operative Zielbild für Logistikprozesse und Netzwerkentscheidungen.
- Distributionslager
Ein Distributionslager ist ein Lagertyp, der Waren bündelt und für die gezielte Auslieferung an Kunden, Filialen oder nachgelagerte Standorte bereitstellt.
- Distributionslogistik
Distributionslogistik umfasst alle Prozesse, die Waren vom Hersteller oder Lager bis zum Endkunden bringen, von der Netzwerkplanung über Lagerung und Transport bis zur Auftragsabwicklung.
- Dock- und Yardmanagement
Dock- und Yardmanagement bezeichnet die systemgestützte Steuerung aller Prozesse an Rampen und auf der Hoffläche eines Lager- oder Umschlagstandorts. Es umfasst Zeitfenstervergabe, Fahrzeuganmeldung, Rampenzuweisung, Trailerbewegungen und die Echtzeit-Kommunikation mit Transportdienstleistern.
- Doppelspiel
Doppelspiel bezeichnet in der Intralogistik eine Betriebsstrategie, bei der ein Regalbediengerät oder Fördermittel in einer einzigen Fahrt sowohl eine Einlagerung als auch eine Auslagerung durchführt.
- Drehstapelbehälter
Der Drehstapelbehälter ist ein Mehrweg-Kunststoffbehälter, der durch eine 180°-Drehung leer ineinander gestapelt und so auf ein Bruchteil seines Füllvolumens reduziert werden kann. Beladen lassen sich die Behälter stabil aufeinander stapeln.
- Dropshipping
Dropshipping ist ein Fulfillment-Modell, bei dem der Händler Bestellungen annimmt und abrechnet, die Ware aber direkt vom Lieferanten oder Hersteller an den Endkunden versendet wird, ohne dass der Händler selbst ein Lager betreibt oder die Ware physisch berührt.
- Durchlaufregal
Ein Durchlaufregal ist ein Regalsystem mit geneigten Rollbahnen oder Förderelementen, auf denen Paletten oder Behälter schwerkraftgestützt von der Einlagerseite zur Entnahmeseite gleiten.
- Durchschnittliche Lagerdauer
Die durchschnittliche Lagerdauer gibt an, wie viele Tage ein Artikel im Durchschnitt im Lager verbleibt, bevor er ausgelagert oder verbraucht wird. Sie ist eine zentrale Kennzahl zur Beurteilung der Lagerumschlaggeschwindigkeit und der gebundenen Kapitalkosten.
- E-Commerce
E-Commerce bezeichnet den Verkauf von Waren oder Dienstleistungen über digitale Kanäle, typischerweise per Webshop oder Marktplatz. Für die Intralogistik bedeutet das kleinteilige Aufträge, hohe Serviceerwartungen und ausgeprägte Retourenquoten.
- E-Fulfillment
E-Fulfillment bezeichnet die logistische Abwicklung von Onlinebestellungen, von der Auftragsannahme über Kommissionierung, Verpackung und Versand bis hin zur Retourenbearbeitung.
- EAN Nummer
Die EAN-Nummer (European Article Number) ist ein weltweit gültiger, standardisierter Strichcode-Identifikator für Handelsartikel, der auf dem GS1-System basiert.
- EDIFACT
EDIFACT (Electronic Data Interchange For Administration, Commerce and Transport) ist ein international normierter UN-Standard für den strukturierten elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen.
- EPAL
EPAL (European Pallet Association) ist das System, das Spezifikationen, Qualitätsanforderungen und Tauschregeln für genormte Europaletten definiert und deren Einsatz im offenen Palettenpool organisiert.
- ERP
ERP (Enterprise Resource Planning) bezeichnet eine integrierte Softwareplattform, die zentrale Unternehmensprozesse wie Einkauf, Lagerhaltung, Produktion, Vertrieb und Finanzwesen in einem gemeinsamen System abbildet.
- ERP Getränke
ERP Getränke bezeichnet ein ERP-System oder ein branchenspezifisches Modul, das die besonderen Anforderungen von Getränkehandel und Getränkeproduktion abdeckt. Kernfunktionen sind Pfandverwaltung, Gebindemanagement, Leergutkreisläufe und tourenbasierte Auslieferlogik.
- ERP Großhandel
ERP Großhandel bezeichnet Enterprise-Resource-Planning-Systeme, die speziell auf die Anforderungen von Handelsunternehmen ausgerichtet sind. Sie decken Einkauf, Verkauf, Lagerhaltung, Auftragsabwicklung und Abrechnung in einem durchgängigen System ab.
- ERP Lebensmittel
ERP Lebensmittel bezeichnet Enterprise-Resource-Planning-Systeme, die speziell auf die Anforderungen der Lebensmittelbranche ausgerichtet sind. Sie bilden Kernfunktionen wie Chargen- und MHD-Verwaltung, Rückverfolgbarkeit sowie lebensmittelrechtliche Nachweispflichten systemseitig ab.
- ERP Terminal
Ein ERP Terminal ist ein stationäres oder mobiles Endgerät, über das Anwender direkt auf ERP-Funktionen wie Wareneingangsbuchungen, Bestandsabfragen oder Versanderfassungen zugreifen.
- ERP Touch-System
Ein ERP Touch-System ist ein berührungsgesteuertes Bediengerät, etwa ein Panel-PC oder Touch-Terminal, das ERP-Transaktionen direkt am Arbeitsplatz ermöglicht, zum Beispiel am Wareneingang, Packplatz oder in der Fertigung.
- ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning)
ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) sind unternehmensweite Softwareplattformen, die Kernprozesse wie Einkauf, Verkauf, Produktion, Lagerhaltung und Finanzen in einer integrierten Datenbasis zusammenführen.
- ESG Logistik
ESG Logistik bezeichnet die systematische Steuerung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen im Logistikbetrieb und entlang der Lieferkette. Der Begriff bündelt Themen wie CO₂-Emissionen, Arbeitssicherheit, Lieferkettenrisiken und regulatorische Berichtspflichten zu einem integrierten…
- EWM
EWM (Extended Warehouse Management) ist das SAP-Modul für anspruchsvolle Lagerverwaltung mit hoher Prozesstiefe. Es deckt komplexe Intralogistik-Anforderungen ab, die ein Standard-WMS nicht erfüllt.
- Ebenen in der Logistik
Ebenen in der Logistik bezeichnen die hierarchische Strukturierung logistischer Systeme, etwa in Verpackungseinheiten, Lagerstrukturen oder Prozessketten. Klare Ebenendefinitionen sind Voraussetzung dafür, dass Prozesse systemfähig abgebildet, gescannt und automatisiert werden können.
- Einbau PC mit Touch
Ein Einbau-PC mit Touch ist ein Industrie-Rechner mit integriertem Touchdisplay, der flächenbündig oder als Panel in Maschinen, Schaltschränke oder Arbeitsplätze eingebaut wird.
- Einbaumonitore
Einbaumonitore sind Displays, die fest in Maschinen, Arbeitsplätze oder Fahrzeuge integriert werden und dort Prozessinformationen wie WMS-Dialoge, HMI-Oberflächen oder Dashboards anzeigen.
- Einfahrregal
Ein Einfahrregal ist ein Regalsystem, bei dem Gabelstapler direkt in die Regalstruktur einfahren, um Paletten in mehrfach tiefe Lagerkanäle ein- oder auszulagern. Es bietet eine sehr hohe Lagerdichte, arbeitet jedoch überwiegend nach dem LIFO-Prinzip.
- Einlagerungen
Einlagerung bezeichnet den Prozess, bei dem Waren nach dem Wareneingang einem Lagerplatz zugewiesen und physisch dorthin transportiert werden. Der Vorgang umfasst Identifikation, Statusvergabe, Platzfindung, physischen Transport und systemseitige Buchung.
- Einschubregal
Ein Einschubregal ist ein Regalsystem, bei dem Ladungsträger wie Behälter oder Kartons in geführte Regalfächer eingeschoben werden. Es eignet sich besonders für standardisierte Kleinteile und ermöglicht eine geordnete, platzsparende Lagerung mit definiertem Zugriff.
- Einwegpalette
Eine Einwegpalette ist eine Palette, die ausschließlich für einen einzigen Transportumlauf konzipiert ist und danach entsorgt oder recycelt wird. Sie ist nicht für den Tausch im Poolsystem vorgesehen und unterscheidet sich damit grundlegend von Mehrwegpaletten wie der EPAL-Palette.
- Elektronische Signatur
Die elektronische Signatur ist ein digitales Verfahren, mit dem Personen oder Systeme die Authentizität und Integrität eines Dokuments oder einer Transaktion bestätigen.
- Embedded PC
Ein Embedded PC ist ein kompakter Rechner, der fest in Maschinen, Schaltschränke oder Steuerungsumgebungen integriert wird und dort dauerhaft definierte Aufgaben übernimmt. Er ist auf Langzeitstabilität, minimale Wartung und robuste Industrietauglichkeit ausgelegt.
- End-to-End-Transparenz
End-to-End-Transparenz bezeichnet die lückenlose Sichtbarkeit aller Material-, Informations- und Statusflüsse entlang einer Lieferkette, von der Warenquelle bis zur Auslieferung beim Kunden. Sie umfasst Bestände, Aufträge, Transporte und Ereignisse über Systemgrenzen und Unternehmenspartner hinweg.
- Enterprise Asset Management (EAM)
Enterprise Asset Management (EAM) bezeichnet die systematische Verwaltung physischer Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Beschaffung über Betrieb und Wartung bis zur Außerbetriebnahme.
- Entsorgungslogistik
Entsorgungslogistik bezeichnet alle Prozesse zur Sammlung, zum Transport, zur Lagerung sowie zur Verwertung oder Beseitigung von Abfällen und Reststoffen, die im Unternehmen entstehen.
- Ersatzteillogistik
Ersatzteillogistik bezeichnet die Planung, Lagerung und Bereitstellung von Ersatzteilen mit dem Ziel, ausgefallene Anlagen oder Produkte schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen.
- Etiketten
Etiketten sind Kennzeichnungsträger aus Papier, Folie oder ähnlichen Materialien, die auf Artikeln, Behältern, Lagerplätzen oder Sendungen angebracht werden.
- Europalette
Die Europalette ist ein genormter Holzladungsträger mit den Maßen 1200 × 800 mm, der als Mehrwegpalette europaweit im Transport und in der Lagerung eingesetzt wird. Sie gilt als meistverbreiteter Palettenstandard in europäischen Lieferketten.
- Exoskelett
Ein Exoskelett ist ein am Körper getragenes Assistenzsystem, das Muskel- und Skelettbelastungen bei körperlicher Arbeit reduziert. In der Intralogistik werden Exoskelette eingesetzt, um Beschäftigte beim Heben, Tragen oder bei Überkopfarbeiten zu entlasten.
- e-logistics
e-logistics bezeichnet die digitale Steuerung und Vernetzung logistischer Prozesse mithilfe elektronischer Plattformen, Schnittstellen und datenbasierter Werkzeuge.
- FAT
Der Factory Acceptance Test (FAT) ist ein formaler Abnahmetest, bei dem eine Anlage oder ein System noch beim Hersteller auf Funktion, Vollständigkeit und Vertragskomplexität geprüft wird. Er gilt als zentraler Meilenstein im Beschaffungsprojekt, bevor die Anlage zum Betreiber geliefert wird.
- FIFO (First In – First Out)
FIFO (First In, First Out) ist ein Lagerprinzip, bei dem die zuerst eingelagerte Ware auch zuerst entnommen wird. Es schützt vor Bestandsveralterung und ist besonders bei Gütern mit begrenzter Haltbarkeit oder Chargenanforderungen ein zentrales Steuerungsprinzip.
- FTS
Ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) ist ein Gesamtsystem aus automatisch gesteuerten Fahrzeugen, Infrastruktur und Steuerungssoftware, das Güter innerhalb eines Betriebs ohne menschliche Fahrer transportiert.
- Fachbodenregal
Ein Fachbodenregal ist ein modulares Regalsystem aus Rahmen und horizontalen Fachböden, das für die manuelle Lagerung und Kommissionierung von Kartons, Behältern und Kleinteilen eingesetzt wird. Es zeichnet sich durch flexible Konfigurierbarkeit und einfache Erweiterbarkeit aus.
- Fahrerloses Transportsystem (FTS)
Ein Fahrerloses Transportsystem (FTS) ist ein System aus automatisierten Flurförderfahrzeugen, die Güter innerhalb von Gebäuden oder auf Betriebsgeländen selbstständig und ohne manuelle Fahrzeugführung transportieren.
- Fehlmenge
Eine Fehlmenge bezeichnet die Differenz zwischen einer erwarteten oder benötigten Menge eines Artikels und der tatsächlich verfügbaren Menge. Sie tritt auf, wenn ein konkreter Bedarf, etwa bei der Kommissionierung, in der Produktion oder im Wareneingang, nicht vollständig gedeckt werden kann.
- Fill Rate
Die Fill Rate gibt an, welcher prozentuale Anteil der bestellten Menge oder Auftragspositionen aus dem verfügbaren Bestand sofort und vollständig bedient werden kann. Sie ist eine zentrale Kennzahl für die Lieferfähigkeit im Bestands- und Auftragsmanagement.
- Flottenmanagement
Flottenmanagement bezeichnet die ganzheitliche Planung, Steuerung und Überwachung einer betrieblichen Fahrzeugflotte, von der Beschaffung über den täglichen Betrieb bis zur Kostenkontrolle.
- Flurförderfahrzeuge
Flurförderfahrzeuge sind Fahrzeuge für den innerbetrieblichen Transport und das Heben von Lasten, darunter Gabelstapler, Hubwagen und Schubmaststapler. Sie bilden das Rückgrat manueller Lager- und Transportprozesse in Produktion, Handel und Logistik.
- Flurfördermittel
Flurfördermittel ist ein Sammelbegriff für alle Geräte und Fahrzeuge, die Güter innerhalb von Betrieben, Lagern und Produktionsstätten transportieren, heben oder umschlagen. Er umfasst sowohl manuelle Hilfsmittel als auch motorbetriebene Fahrzeuge und automatisierte Systeme.
- Frachtbrief
Ein Frachtbrief ist ein Transportdokument, das den Beförderungsvertrag zwischen Absender und Frachtführer nachweist und alle wesentlichen Sendungsdaten wie Empfänger, Güterbeschreibung, Gewicht und Transportbedingungen enthält.
- Frachtgut
Frachtgut bezeichnet die Ware oder Sendung, die im Rahmen eines Transportauftrags befördert wird. Eigenschaften wie Gewicht, Volumen, Verpackung und Gefahrgutklasse bestimmen die jeweiligen Transportanforderungen.
- Frachtraten
Frachtraten sind die vertraglich vereinbarten Preise für Transportleistungen, auf deren Basis die tatsächlichen Frachtkosten berechnet werden. Sie bilden die Grundlage für Carrier-Auswahl, Budgetplanung und die Steuerung der gesamten Transportkosten im Unternehmen.
- Frischelogistik
Frischelogistik bezeichnet alle logistischen Prozesse für frische und verderbliche Waren, bei denen Temperaturführung, kurze Durchlaufzeiten und lückenlose Rückverfolgbarkeit entscheidend sind.
- Fulfillment
Fulfillment bezeichnet die vollständige operative Abwicklung von Kundenaufträgen, von der Warenannahme über Lagerung, Kommissionierung und Versand bis zur Retourenbearbeitung. Der Begriff wird besonders im E-Commerce und in der Kontraktlogistik verwendet.
- Füllgrad
Der Füllgrad gibt an, zu welchem Anteil eine Ladeeinheit, ein Fahrzeug oder ein Lagerbereich im Verhältnis zu seiner maximalen Kapazität genutzt wird. Er wird typischerweise als Prozentwert ausgedrückt und bezieht sich je nach Kontext auf Volumen, Gewicht oder Stellplätze.
- GLN-Nummer
Die GLN (Global Location Number) ist eine weltweit eindeutige, 13-stellige Nummer nach GS1-Standard, die Standorte, Organisationen und Funktionsbereiche in der Lieferkette identifiziert.
- GPS
GPS (Global Positioning System) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem, das weltweit kontinuierlich geografische Positionsdaten liefert. In der Intralogistik und im Transportmanagement dient es als Grundlage für die Echtzeit-Ortung von Fahrzeugen, Sendungen und mobilen Betriebsmitteln.
- GTIN-Nummer
Die GTIN (Global Trade Item Number) ist eine weltweit eindeutige Produktidentifikationsnummer nach GS1-Standard. Sie wird auf Artikel-, Umverpackungs- und Palettenebene genutzt und bildet die Grundlage für Barcodes sowie den automatisierten Datenaustausch in der Lieferkette.
- Gabelstapler
Ein Gabelstapler ist ein motorisiertes Flurförderzeug zum Heben, Senken und Transportieren von Paletten und sonstigen Lasten im Lager, in der Produktion und auf dem Betriebsgelände.
- Gebinde
Ein Gebinde ist eine definierte Verpackungs- oder Verkaufseinheit, in der Ware zusammengefasst wird, beispielsweise ein Karton, eine Kiste, ein Sack oder ein Kanister. Die Gebindegröße bestimmt maßgeblich, wie eine Ware gelagert, kommissioniert und transportiert wird.
- Gefahrenübergang
Der Gefahrenübergang bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem das Risiko für Verlust oder Beschädigung einer Ware vom Verkäufer auf den Käufer übergeht. Er ist vertraglich festgelegt und bestimmt, wer in welcher Phase der Transportkette haftet und versichern muss.
- Gefahrgut
Gefahrgut bezeichnet Stoffe und Gegenstände, die beim Transport eine Gefahr für Menschen, Umwelt oder Sachwerte darstellen und deshalb strengen gesetzlichen Vorschriften unterliegen.
- Gefahrgutlager
Ein Gefahrgutlager ist ein speziell ausgestatteter und behördlich genehmigter Lagerbereich für die sichere Aufbewahrung von Gefahrstoffen und Gefahrgut.
- Gefahrgutverordnung
Die Gefahrgutverordnung ist ein Sammelbegriff für gesetzliche Regelwerke, die den Transport gefährlicher Güter nach Verkehrsträger regeln. Sie legt Pflichten für Versender, Beförderer und Empfänger fest und umfasst Klassifizierung, Verpackung, Kennzeichnung, Dokumentation sowie…
- Gefahrstofflager
Ein Gefahrstofflager ist ein Lagerbereich für Stoffe, die nach Gefahrstoffrecht besondere Anforderungen an Sicherheit, Ausstattung und Organisation stellen. Es umfasst Regelungen zu Lagerklassen, Trennung, Auffangwannen, Belüftung, Brandschutz und Dokumentation.
- Gegenstromverfahren
Das Gegenstromverfahren ist ein Layoutprinzip in der Intralogistik, bei dem Material- oder Warenflüsse bewusst in entgegengesetzten Richtungen geführt werden. Ziel ist es, Kreuzungen, Staus und gegenseitige Behinderungen im Lager- oder Produktionsbetrieb zu reduzieren.
- General Packet Radio Service (GPRS)
General Packet Radio Service (GPRS) ist ein paketvermittelter Mobilfunkstandard der zweiten Mobilfunkgeneration (2G/GSM), der Datenübertragungsraten von typischerweise 20–50 kbit/s ermöglicht.
- Gitterboxpalette
Eine Gitterboxpalette ist ein standardisierter, stapelbarer Ladungsträger aus Metall, der die Grundfläche einer Europalette mit einem umlaufenden Gitterrahmen kombiniert.
- Global Positioning System (GPS)
Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem, das Empfangsgeräten weltweit ihre genaue geografische Position übermittelt. In der Logistik bildet es die technische Grundlage für Fahrzeugortung, Sendungsverfolgung und Transportplanung.
- Green Logistic
Green Logistics bezeichnet die systematische Ausrichtung logistischer Prozesse auf ökologische Nachhaltigkeit, von Transporten und Lagerung bis hin zu Verpackung und Netzwerkgestaltung.
- Green Procurement
Green Procurement bezeichnet die Steuerung von Beschaffungsprozessen mit dem Ziel, Umweltwirkungen über den gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.
- Greenfield Logistik
Greenfield Logistik bezeichnet die Planung und Realisierung einer Logistikanlage auf der grünen Wiese, ohne bauliche, prozessuale oder systemtechnische Altlasten. Prozesse, Layout, Automatisierung und IT werden vollständig neu konzipiert.
- Greifzeit
Die Greifzeit bezeichnet den Zeitanteil im Kommissionierprozess, der für die physische Entnahme eines Artikels aus seinem Lagerplatz benötigt wird. Sie ist neben Weg-, Such- und Bestätigungszeit eine der vier Grundkomponenten der Kommissionierzeit.
- Grid
Ein Grid ist die räumliche Rasterstruktur eines kubischen automatisierten Lagersystems, in der Behälter übereinander gestapelt und von Robotern bewegt werden. Es definiert Kapazität, Stellfläche und Erweiterbarkeit der gesamten Anlage.
- HANA
SAP HANA ist eine In-Memory-Datenbankplattform von SAP, die Daten vollständig im Arbeitsspeicher hält und dadurch analytische sowie transaktionale Workloads in Echtzeit verarbeiten kann.
- HIFO (Highest In – First Out)
HIFO (Highest In, First Out) ist ein Lagerentnahmeprinzip, bei dem der Bestand mit dem höchsten Wert eines definierten Kriteriums zuerst ausgelagert wird. Das Kriterium, etwa Einstandspreis, Qualitätsstatus oder ein anderes Merkmal, muss vor der Anwendung eindeutig festgelegt sein.
- HMI (Human Machine Interface)
Ein HMI (Human Machine Interface) ist die Bedienoberfläche, über die Mitarbeitende mit Maschinen, Anlagen oder Steuerungssystemen interagieren. Es umfasst sowohl die Hardware (z. B. Touchpanels, Tastaturen) als auch die Software zur Anzeige von Zuständen und Eingabe von Befehlen.
- HRL
Ein Hochregallager (HRL) ist eine automatisierte oder manuell bediente Lageranlage mit Regalhöhen von in der Regel über zwölf Metern, die hohe Lagerkapazität auf kleiner Grundfläche ermöglicht.
- HU
Eine Handling Unit (HU) ist eine logistische Einheit, die Ware und Verpackungsmittel zu einer gemeinsam verwalteten und verfolgbaren Einheit zusammenfasst. Sie bildet die Grundlage für Lagerung, Transport und Tracking im Warehouse-Management.
- Handelslogistik
Handelslogistik bezeichnet alle Logistikprozesse, die im Handel entstehen, von der Warenübernahme im Zentrallager über die Filialversorgung bis zur Abwicklung von E-Commerce-Bestellungen und Retouren.
- Handlager
Ein Handlager ist ein manuell betriebenes Lager, in dem Mitarbeitende Waren ohne automatisierte Fördertechnik selbst einlagern und entnehmen. Es eignet sich vor allem für Kleinteile, C-Artikel und Sortimente mit geringem Umschlag.
- Handling Unit (HU)
Eine Handling Unit (HU) ist eine logistische Einheit aus Ware und Verpackung, die im Lager- und Transportprozess als Ganzes bewegt und systemisch mit einer eindeutigen ID verwaltet wird. Typische HUs sind Paletten, Kartons oder Behälter.
- Handscanner
Ein Handscanner ist ein mobiles Gerät zum berührungslosen Erfassen von Barcodes und 2D-Codes wie Data Matrix oder QR-Code. Er wird in der Intralogistik für Wareneingang, Kommissionierung, Inventur und Versand eingesetzt.
- Headsets
Headsets sind Audio-Geräte, die in der Intralogistik vor allem für Pick-by-Voice-Anwendungen eingesetzt werden und dem Mitarbeitenden ermöglichen, mit freien Händen zu kommissionieren. Tragekomfort, Geräuschunterdrückung und Robustheit sind dabei entscheidende Auswahlkriterien.
- Hochregallager
Ein Hochregallager ist ein automatisiertes Lager mit Regalen ab etwa zwölf Metern Höhe, in dem Regalbediengeräte die Paletten selbsttätig ein- und auslagern.
- Hochwertige Industrie-Computer
Hochwertige Industrie-Computer sind robuste Rechner, die speziell für den Dauereinsatz in anspruchsvollen Umgebungen wie Lager, Produktion oder Automatisierungsanlagen entwickelt werden.
- Höchstbestand
Der Höchstbestand ist die maximal zulässige Lagermenge eines Artikels oder einer Artikelgruppe. Er schützt vor übermäßiger Kapitalbindung, Flächenüberlastung und spezifischen Lagerrisiken wie Verfall oder Gefahrstoffmengen.
- IDoc
IDoc (Intermediate Document) ist ein SAP-eigenes Datenformat für den strukturierten, asynchronen Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen SAP-Systemen sowie zwischen SAP und Drittsystemen. Es bildet die technische Grundlage für EDI-basierte Integrationen in der Intralogistik und Lieferkette.
- IP-Schutzklassen
IP-Schutzklassen (Ingress Protection) kennzeichnen nach der Norm IEC 60529, wie gut ein Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern, Staub und Wasser geschützt ist. Die zweistellige Kennziffer hinter „IP
- IP69k Schutzklasse
IP69K ist eine Schutzklasse nach DIN EN 60529, die Geräte gegen Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung mit heißem Wasser absichert. Sie gilt als anspruchsvollste Wasserschutzklasse und ist Pflichtanforderung überall dort, wo Geräte intensiver Nassreinigung ausgesetzt sind.
- IPCs im Dauereinsatz
IPCs im Dauereinsatz sind Industrie-PCs, die für den kontinuierlichen Betrieb, typischerweise 24/7 oder im Mehrschichtbetrieb, in Lager, Produktion und Logistik ausgelegt sind.
- IT
IT (Informationstechnologie) bezeichnet die Gesamtheit aller Systeme, Verfahren und Infrastrukturen, die zur elektronischen Erfassung, Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von Daten eingesetzt werden.
- IT/OT-Infrastruktur
IT/OT-Infrastruktur bezeichnet die kombinierte technische Grundlage aus unternehmensweiter Informationstechnologie (IT) und operativer Technologie (OT), also Steuerungen, Sensorik und Anlagen.
- Inbound-Logistik
Inbound-Logistik bezeichnet alle Prozesse, die den Warenfluss vom Lieferanten bis zur Einlagerung im eigenen Lager steuern und koordinieren. Dazu zählen Lieferantensteuerung, Avisierung, Warenannahme, Wareneingangsprüfung und Einlagerung.
- Incoterms
Incoterms sind international standardisierte Handelsklauseln der Internationalen Handelskammer (ICC), die im Kaufvertrag festlegen, wer Transportkosten trägt, wann das Risiko vom Verkäufer auf den Käufer übergeht und wer welche Formalitäten übernimmt.
- Industrie 4.0
Industrie 4.0 bezeichnet die vierte industrielle Revolution: die umfassende digitale Vernetzung von Maschinen, Anlagen, Produktions- und Logistikprozessen mithilfe von Technologien wie dem Internet of Things, Datenanalyse und Automatisierung.
- Industrie 4.0 Panel PC
Ein Industrie 4.0 Panel PC ist ein robuster Industrie-Computer mit integriertem Touch-Display, der speziell für vernetzte Produktions- und Logistikumgebungen ausgelegt ist. Er verbindet klassische Bedienfunktionen mit modernen Konnektivitäts- und Sicherheitsanforderungen der vernetzten Industrie.
- Industrie 4.0 Terminal
Ein Industrie 4.0 Terminal ist ein vernetztes Bedien- und Erfassungsgerät, das in Lager- und Produktionsumgebungen Echtzeitdaten anzeigt, verarbeitet und an übergeordnete Systeme weitergibt.
- Industrie 4.0 Touch-System
Ein Industrie 4.0 Touch-System ist ein robustes, vernetzungsfähiges Bediengerät mit Touchscreen für industrielle und logistische Umgebungen. Es verbindet Mensch und Maschine an Arbeitsplätzen, die hohe Anforderungen an Schutzklasse, Konnektivität und Dauerbetrieb stellen.
- Industrie Tablet PC
Ein Industrie Tablet PC ist ein für raue Umgebungen konzipiertes Tablet, das durch stoßfeste Bauweise, Schutzklassen und industrietaugliche Schnittstellen den Anforderungen von Lager, Produktion und Außendienst gerecht wird.
- Industrie-Automation
Industrie-Automation bezeichnet die technische Automatisierung industrieller Maschinen und Anlagen mithilfe von Steuerungssystemen, Sensorik und Software. In der Intralogistik umfasst sie Fördertechnik, Sorter, automatische Kleinteilelager und fahrerlose Transportsysteme.
- Industrie-Computer im Dauereinsatz
Ein Industrie-Computer im Dauereinsatz ist ein Rechner, der speziell für den kontinuierlichen 24/7-Betrieb unter widrigen Bedingungen wie Staub, Vibration oder Temperaturschwankungen ausgelegt ist.
- Industrie-PC
Ein Industrie-PC ist ein speziell für industrielle Umgebungen ausgelegter Rechner, der gegenüber Standard-Hardware erhöhte Anforderungen an Robustheit, Langzeitverfügbarkeit und Schnittstellenstabilität erfüllt.
- Industrie-PC zur mobilen Datenerfassung
Ein Industrie-PC zur mobilen Datenerfassung ist ein robustes, tragbares Gerät, das in Lager und Logistik Barcodes, Mengen und Statusdaten erfasst und diese in Echtzeit an WMS oder ERP überträgt.
- Industrielle Arbeitsplätze
Industrielle Arbeitsplätze sind standardisierte Arbeitsstationen in Lager, Produktion und Logistik, etwa Pack-, Prüf- oder Montageplätze, die Möbel, Ergonomie, IT-Peripherie und Sicherheitsausstattung in einer reproduzierbaren Einheit verbinden.
- Industrielle Computer
Industrielle Computer sind speziell für den Einsatz unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen entwickelte Rechner, die in Lager, Produktion und Automatisierung dauerhaft zuverlässig arbeiten.
- Industriepalette
Eine Industriepalette ist eine standardisierte Ladungsträger-Plattform für den industriellen Transport und die Lagerung von Gütern. Der Begriff bezeichnet je nach Kontext einen spezifischen Palettentyp oder dient als Oberbegriff für Paletten, die außerhalb des Europaletten-Standards eingesetzt…
- Industrierechner
Ein Industrierechner ist ein Computer, der speziell für den dauerhaften Einsatz unter industriellen Bedingungen wie Staub, Vibration, Temperaturschwankungen oder erhöhter Feuchtigkeit ausgelegt ist.
- Informationsfluss in der Logistik
Informationsfluss in der Logistik bezeichnet die gezielte Weitergabe von Daten, Status und Dokumenten entlang aller logistischen Prozesse, von der Bestellung bis zur Auslieferung. Er bildet die Grundlage für Steuerung, Transparenz und Koordination aller Beteiligten in der Lieferkette.
- Informationslogistik
Informationslogistik bezeichnet die systematische Planung, Steuerung und Optimierung aller Informationsflüsse, die zur Ausführung und Kontrolle logistischer Prozesse notwendig sind.
- Intralogistiksysteme
Intralogistiksysteme umfassen alle technischen und softwaregestützten Lösungen, die den Material- und Warenfluss innerhalb eines Betriebsstandorts steuern, transportieren und lagern.
- Inventar
Inventar bezeichnet die Gesamtheit aller Vermögensgegenstände eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt. In der Logistik meint der Begriff konkret den physisch vorhandenen Warenbestand, einschließlich gesperrter, reservierter oder in Transit befindlicher Bestände, je nach interner…
- Inventur
Die Inventur ist die systematische, körperliche Erfassung aller Lagerbestände zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in regelmäßigen Abständen. Ziel ist der Abgleich zwischen dem physisch vorhandenen Bestand und dem im System geführten Buchbestand, um Differenzen zu erkennen und zu klären.
- Investitionsrechnung Logistik
Die Investitionsrechnung in der Logistik bewertet geplante Ausgaben für Anlagen, IT-Systeme und Automatisierung mit finanzwirtschaftlichen Methoden. Sie macht Handlungsalternativen über deren gesamte Nutzungsdauer hinweg vergleichbar und liefert die Grundlage für Budgetentscheidungen.
- IoT
IoT (Internet of Things) bezeichnet die Vernetzung physischer Objekte, etwa Sensoren, Maschinen oder Ladungsträger, mit digitalen IT-Systemen, um Zustands- und Bewegungsdaten in Echtzeit zu erfassen und auszuwerten.
- IoT (Internet of Things)
IoT (Internet of Things) bezeichnet die Vernetzung physischer Objekte wie Sensoren, Maschinen und Transportmittel mit IT-Systemen, sodass diese Geräte selbstständig Daten erfassen, übertragen und empfangen können.
- Jidoka
Jidoka ist ein Prinzip aus dem Toyota-Produktionssystem, das Maschinen und Prozesse befähigt, Fehler selbstständig zu erkennen und den Ablauf sofort zu stoppen, bevor fehlerhafte Einheiten weitergegeben werden. Damit verbindet es technische Automatisierung mit menschlichem Qualitätsurteil.
- Just-in-Sequence-Belieferung
Just-in-Sequence-Belieferung (JIS) ist eine Lieferstrategie, bei der Bauteile nicht nur zum richtigen Zeitpunkt, sondern exakt in der Reihenfolge der Produktionslinie bereitgestellt werden. Ein Sequenzfehler führt direkt zum Stillstand des Fertigungsbandes.
- Just-in-Time
Just-in-Time (JIT) ist ein Belieferungs- und Produktionsprinzip, bei dem Material oder Waren genau zu dem Zeitpunkt bereitgestellt werden, zu dem sie benötigt werden. Ziel ist es, Lagerbestände zu minimieren und Kapitalbindung zu reduzieren.
- KI
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Systeme, die auf Basis von Daten und Algorithmen Muster erkennen, Prognosen erstellen und Entscheidungen unterstützen oder automatisieren.
- KLT
KLT (Kleinladungsträger) ist ein stapelbarer Kunststoffbehälter nach VDA-Standard, der für den automatisierten Materialfluss und geschlossene Behälterkreisläufe in der Industrie- und Automobilversorgung ausgelegt ist.
- KMU
KMU (kleine und mittlere Unternehmen) ist eine EU-weit gebräuchliche Klassifizierung für Unternehmen, die bestimmte Schwellenwerte bei Mitarbeiterzahl, Jahresumsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten.
- KPI Framework Logistik
Ein KPI Framework Logistik ist eine strukturierte Systematik, die Kennzahlen nach Bereichen wie Service, Kosten, Qualität und Produktivität ordnet und mit Definitionen, Datenquellen sowie Verantwortlichkeiten verknüpft.
- Kanallager
Ein Kanallager ist ein Regalsystem, bei dem Paletten in tiefen Kanälen hintereinander gelagert werden, um eine hohe Flächennutzung bei geringer Sortimentsbreite zu erzielen. Je nach Bauart ermöglicht es LIFO- oder FIFO-Zugriff.
- Kanalregal
Ein Kanalregal ist ein Regalsystem mit tiefen, hintereinander angeordneten Lagerbahnen (Kanälen), in denen Paletten auf Schienen ein- und ausgelagert werden. Es bildet die bauliche Grundlage für Kanallager und ermöglicht eine sehr hohe Flächennutzung bei begrenzter Artikelvielfalt.
- Kanban
Kanban ist ein verbrauchsgesteuertes Pull-Verfahren, bei dem Nachschub erst dann ausgelöst wird, wenn tatsächlicher Verbrauch dies signalisiert. Ziel ist eine kontinuierliche Materialversorgung bei gleichzeitig minimalen Lagerbeständen.
- Kapitalumschlag
Der Kapitalumschlag ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, wie oft das eingesetzte Kapital innerhalb eines Zeitraums durch den Umsatz „umgeschlagen
- Karusselllager
Ein Karusselllager ist ein automatisiertes Ware-zum-Mann-System, das Lagerplätze auf einem umlaufenden Träger zyklisch zur Entnahmestelle bewegt. Es gibt horizontale und vertikale Bauformen, die sich nach Platzbedarf, Artikelstruktur und Durchsatzanforderung unterscheiden.
- Kenn-Nummerierung
Kenn-Nummerierung bezeichnet die systematische Vergabe eindeutiger Nummern oder Codes für Objekte in Logistikprozessen, etwa Artikel, Lagerplätze, Behälter oder Ladeeinheiten.
- Kennzeichnungspflicht
Kennzeichnungspflicht bezeichnet die rechtliche oder vertragliche Verpflichtung, Waren, Ladeeinheiten oder Verpackungen mit vorgeschriebenen Informationen eindeutig zu kennzeichnen.
- Kleinteillager
Ein Kleinteillager ist ein Lagerbereich oder -system, das speziell für die Aufnahme kleiner Artikel, Bauteile oder Komponenten mit oft hoher Artikelvielfalt ausgelegt ist.
- Kombinierter Verkehr
Kombinierter Verkehr bezeichnet eine Transportkette, bei der die Hauptstrecke per Schiene oder Schiff zurückgelegt wird und der Vor- sowie Nachlauf per Lkw erfolgt. Dieselbe Ladeeinheit, etwa Container, Wechselbrücke oder Sattelauflieger, bleibt dabei möglichst über den gesamten Weg erhalten.
- Kommissionier-Computer
Ein Kommissionier-Computer ist ein mobiles Endgerät, das Lagermitarbeitende Schritt für Schritt durch Pickprozesse führt, Aufgaben anzeigt und Bestätigungen per Scan, Tasteneingabe oder Touch erfasst.
- Kommissionier-Panel
Ein Kommissionier-Panel ist ein stationär montierter Panel-PC oder Touchscreen-Terminal an einem Kommissionier- oder Packarbeitsplatz, der Auftragsdaten anzeigt und Benutzereingaben erfasst. Es bildet die zentrale Mensch-Maschine-Schnittstelle im beleglosen Picking-Prozess.
- Kommissionieren
Kommissionieren bezeichnet das auftragsbezogene Zusammenstellen von Artikeln aus einem Lagerbestand, etwa für Kunden-, Produktions- oder Filialaufträge. Der Prozess umfasst Entnahme, Bestätigung, Zusammenführung und Bereitstellung der Ware.
- Kommissionierer
Ein Kommissionierer ist eine operative Lagerrolle, die gezielt Artikel aus dem Lager entnimmt und zu Aufträgen zusammenstellt. Die Tätigkeit umfasst das Picken, Scannen und Bestätigen von Positionen sowie einfache Qualitätsprüfungen.
- Kommissionierlager
Ein Kommissionierlager ist ein Lagerbereich, der speziell auf effiziente Pickprozesse ausgerichtet ist, mit kurzen Wegen, hoher Zugriffshäufigkeit und gezielten Nachschubkonzepten. Es unterscheidet sich vom bestandsorientierten Vorratslager durch seinen prozessgetriebenen Aufbau.
- Kommissioniermethoden
Kommissioniermethoden bezeichnen die unterschiedlichen Verfahren, mit denen Artikel aus einem Lager entnommen und zu Aufträgen zusammengestellt werden. Die Wahl der Methode beeinflusst direkt Durchsatz, Fehlerquote und Betriebskosten eines Lagers.
- Kommissioniersystem
Ein Kommissioniersystem ist das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel aus Lagertechnik, IT, Fördertechnik, Arbeitsmitteln und Prozessen, das die Entnahme von Waren aus einem Lager zur Auftragserfüllung organisiert und steuert. Es bildet damit den operativen Kern jeder Auftragsdurchführung im Lager.
- Kommissionierung
Kommissionierung ist das Zusammenstellen einzelner Artikel aus dem Lagerbestand zu einem konkreten Kundenauftrag, der personalintensivste Schritt im Lager.
- Kommissionierung Ablauf
Der Kommissionierungsablauf beschreibt die geordnete Abfolge aller Prozessschritte von der Auftragsfreigabe bis zur Bereitstellung der gepickten Ware. Er bildet das Rückgrat der operativen Lagerarbeit und legt fest, an welcher Stelle Entnahme, Prüfung, Konsolidierung und Übergabe stattfinden.
- Kommissionierverfahren
Kommissionierverfahren bezeichnen die organisatorischen Strategien, nach denen Aufträge in einem Lager zusammengestellt werden. Dazu gehören Methoden wie Einzelkommissionierung, Batch-Picking, Zonenkommissionierung oder Wellenkommissionierung.
- Kommissionierzeiten
Kommissionierzeiten bezeichnen den gesamten Zeitbedarf, der beim Zusammenstellen eines Auftrags oder einer Auftragsposition anfällt. Sie setzen sich aus Teilzeiten wie Weg, Suche, Griff und Bestätigung zusammen und sind eine zentrale Kennzahl für Produktivität und Kapazitätsplanung im Lager.
- Komplettladung
Komplettladung bezeichnet einen Transportauftrag, bei dem ein Fahrzeug ausschließlich für eine einzige Sendung oder einen einzigen Auftraggeber beladen wird. Im internationalen Kontext ist der Begriff Full Truck Load (FTL) gebräuchlich.
- Konsignationslager
Ein Konsignationslager ist ein Lager beim Kunden, in dem Ware physisch bereits beim Abnehmer eingelagert ist, aber rechtlich im Eigentum des Lieferanten bleibt, bis sie entnommen oder verbraucht wird. Die Abrechnung erfolgt erst zum Zeitpunkt der tatsächlichen Entnahme.
- Konsolidierung
Konsolidierung bezeichnet das Zusammenführen mehrerer Sendungen, Aufträge oder Warenströme zu einer gemeinsamen Transport- oder Verarbeitungseinheit. Ziel ist es, Transportkosten zu senken, Leerfahrten zu vermeiden und die Auslastung von Fahrzeugen oder Lagerressourcen zu verbessern.
- Kontraktlogistik
Kontraktlogistik bezeichnet eine langfristige, vertraglich geregelte Logistikdienstleistung, bei der ein externer Anbieter definierte Prozesse wie Lagerung, Kommissionierung und Versand im Auftrag eines Unternehmens übernimmt.
- Kragarmlager
Ein Kragarmlager ist ein Lagerbereich, der speziell für die Aufnahme von Langgut wie Rohren, Profilen, Platten oder Holz ausgelegt ist und auf Regalen mit auskragenden Armen basiert.
- Kragarmregal Definition
Ein Kragarmregal ist ein Regalsystem mit horizontal auskragenden Armen, das speziell zur Lagerung von Langgut, Rohren, Profilen und sperrigen Gütern eingesetzt wird. Es eignet sich überall dort, wo Standardpalettenregale aufgrund unhandlicher Formate oder variabler Längen nicht funktionieren.
- Kragarmregale
Kragarmregale sind Regalsysteme ohne Vorderstützen, bei denen horizontale Arme einseitig oder beidseitig an einem Ständer befestigt sind und so Langgut sowie sperrige Güter offen und zugänglich lagern.
- Kundenkonsignationslager
Ein Kundenkonsignationslager ist ein Lager beim Kunden, in dem der Lieferant Ware vorhält, die bis zur tatsächlichen Entnahme in seinem Eigentum verbleibt. Erst der Verbrauch oder die Entnahme löst die Rechnungsstellung aus.
- Kühltransporter
Ein Kühltransporter ist ein Straßenfahrzeug mit isoliertem Aufbau und Kühlaggregat, das temperaturgeführte Güter wie Lebensmittel, Pharmazeutika oder Chemikalien innerhalb definierter Temperaturbereiche transportiert. Er ist das zentrale Instrument zur Aufrechterhaltung der Kühlkette auf der Straße.
- LE-TRA
LE-TRA (Logistics Execution, Transportation) ist eine SAP-Komponente innerhalb des SAP-ERP-Systems, die Transportplanung, Versandabwicklung und Frachtabrechnung in einem integrierten Prozess abbildet.
- LFS ISS
LFS ISS ist eine Lagerführungssoftware des Anbieters Ehrhardt Partner Group (EPG), die als eigenständige Lösung oder in SAP-naher Umgebung eingesetzt wird, um Lagerprozesse wie Einlagerung, Kommissionierung und Bestandsführung zu steuern.
- LFS MFC
LFS MFC (Material Flow Control) ist das Materialflusssteuerungs-Modul des Lagerverwaltungssystems LFS. Es koordiniert Transportaufträge, Routing und Prioritäten in automatisierten Lageranlagen und bildet die Schnittstelle zwischen WMS-Logik und Maschinensteuerung (SPS).
- LFS Software
LFS Software (Lagerführungssystem-Software) ist ein Sammelbegriff für Softwarelösungen, die Lagerprozesse steuern, überwachen und optimieren. Typische Module umfassen Warenbewegung, Kommissionierung, Leitstand und Schnittstellen zu ERP- und Automatisierungssystemen.
- LIFO (Last In – First Out)
LIFO (Last In, First Out) beschreibt ein Lagerentnahmeprinzip, bei dem zuletzt eingelagerte Ware als erstes wieder ausgelagert wird. Es entsteht häufig konstruktionsbedingt durch bestimmte Lagertechniken und kann bei verderblichen Waren oder chargenpflichtigen Produkten zu erheblichen…
- LOFO (Lowest In – First Out)
LOFO (Lowest In, First Out) ist ein Lagerprinzip, bei dem der Bestand mit dem niedrigsten definierten Kriterium, zum Beispiel dem niedrigsten Einkaufspreis oder dem niedrigsten Qualitätsstatus, zuerst entnommen wird.
- LVS
Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) ist eine Software, die alle Prozesse innerhalb eines Lagers, von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zur Auslagerung, steuert und überwacht. Der Begriff wird im deutschsprachigen Raum synonym zu WMS (Warehouse Management System) verwendet.
- Ladeeinheit
Eine Ladeeinheit ist die Kombination aus einem Ladungsträger und der darauf oder darin gesicherten Ware, die als geschlossene Einheit gehandhabt, transportiert und gelagert wird.
- Ladeeinheitensicherung
Ladeeinheitensicherung bezeichnet alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass eine Ladeeinheit, etwa eine beladene Palette, während Transport und Handling stabil bleibt und weder kippt noch verrutscht noch beschädigt wird. Typische Mittel sind Stretchfolie, Umreifung, Kantenschutz und Antirutschmatten.
- Ladehilfsmittel (LHM)
Ladehilfsmittel (LHM) sind wiederverwendbare Träger wie Paletten, Gitterboxen oder Kleinladungsträger, die für Transport und Lagerung von Gütern eingesetzt werden.
- Ladenhüteranalyse
Die Ladenhüteranalyse identifiziert Artikel mit geringer Umschlaghäufigkeit oder langer Liegezeit im Lager. Ziel ist es, Kapitalbindung zu senken, Lagerplatz freizusetzen und die Disposition dauerhaft zu verbessern.
- Ladungssicherung
Ladungssicherung bezeichnet alle Maßnahmen, die verhindern, dass Güter während des Transports verrutschen, kippen oder sich lösen. Sie ist eine gesetzliche Pflicht und schützt Personen, Fahrzeuge sowie die transportierte Ware vor Schäden.
- Lager
Ein Lager ist eine physische oder systemische Einheit zur geordneten Aufbewahrung von Waren, Rohstoffen oder Halbfertigprodukten. Es entkoppelt die Prozesse Beschaffung, Produktion und Absatz, um Angebots- und Nachfrageschwankungen auszugleichen.
- Lager modernisieren
Lager modernisieren bezeichnet die gezielte Verbesserung bestehender Lagerstrukturen, Prozesse und Technik im laufenden Betrieb, ohne zwingend einen Neubau zu realisieren.
- Lagerarbeiter
Ein Lagerarbeiter führt operative Tätigkeiten im Lagerbetrieb aus, darunter Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Verladung. Die Rolle bildet das personelle Rückgrat jedes physischen Lagerbetriebs und ist eng mit Prozessqualität, Ergonomie und Arbeitssicherheit verknüpft.
- Lagerauszeichnung
Lagerauszeichnung bezeichnet die systematische Kennzeichnung aller relevanten Bereiche eines Lagers, von einzelnen Lagerplätzen und Regalen über Zonen bis hin zu Verkehrswegen.
- Lagerbestand
Der Lagerbestand bezeichnet die Menge an Gütern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt physisch im Lager vorhanden oder systemseitig geführt wird. Er bildet die Grundlage für Lieferfähigkeit, Disposition und Bestandsplanung.
- Lageretiketten
Lageretiketten sind Labels zur Kennzeichnung von Lagerplätzen, Ladeeinheiten, Behältern und Artikeln im Lager. Sie ermöglichen die eindeutige Identifikation und maschinelle Erfassung per Barcode- oder Kamerabasiertem Scan.
- Lagerführungssystem
Ein Lagerführungssystem (LFS) ist eine Software, die sämtliche Lagerprozesse, von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zur Inventur, steuert und koordiniert.
- Lagerhaltungskosten
Lagerhaltungskosten sind alle Kosten, die durch das Vorhalten von Beständen und den Betrieb eines Lagers entstehen. Sie umfassen Kapital-, Flächen-, Personal- und Risikokosten und sind eine zentrale Steuerungsgröße für Bestandsentscheidungen.
- Lagerhaltungssoftware
Lagerhaltungssoftware bezeichnet digitale Lösungen zur Verwaltung von Lagerbeständen und Lagerprozessen, von einfachen Bestandslisten bis hin zu vollständigen Warehouse-Management-Systemen.
- Lagerhaltungssysteme
Lagerhaltungssysteme bezeichnen die Gesamtheit aller technischen, organisatorischen und informationstechnischen Komponenten, die zur Lagerung, Verwaltung und Bereitstellung von Waren in einem Lager eingesetzt werden.
- Lagerkennzeichnung
Lagerkennzeichnung bezeichnet die systematische Vergabe von Identifikatoren für Lagerplätze, Zonen, Artikel und Lagereinheiten mittels Schildern, Etiketten, Barcodes oder RFID. Sie bildet die Grundlage für fehlerfreie Lagerprozesse wie Kommissionierung, Inventur und Wareneingang.
- Lagerkennziffern
Lagerkennziffern sind Kennzahlen, mit denen du Leistung, Bestände und Wirtschaftlichkeit eines Lagers messbar und steuerbar machst. Typische Beispiele sind Umschlagshäufigkeit, Pickleistung, Bestandsgenauigkeit und Fehlerquote.
- Lagerkostensatz
Der Lagerkostensatz ist eine Kennzahl, die alle Lagerhaltungskosten ins Verhältnis zum durchschnittlichen Bestandswert setzt und üblicherweise als Prozentwert ausgedrückt wird.
- Lagerleitstand
Der Lagerleitstand ist die zentrale Steuerungsinstanz im Lagerbetrieb, die operative Abläufe in Echtzeit überwacht, koordiniert und bei Störungen eingreift. Er verbindet Datensicht, Prozesslogik und Entscheidungsunterstützung in einer Oberfläche.
- Lagerlift
Ein Lagerlift ist ein vertikales, automatisiertes Lagersystem, das Waren auf Tablaren oder in Schubladen übereinander in einem geschlossenen Schacht lagert und sie per Knopfdruck oder Softwarebefehl an einem Entnahmefenster bereitstellt.
- Lagerlogistik
Lagerlogistik bezeichnet die Gesamtheit aller Prozesse, Ressourcen und IT-Systeme, die den Betrieb eines Lagers steuern: von der Warenannahme über Einlagerung, Kommissionierung und Verpackung bis hin zum Versand.
- Lagerlogistik-Software
Lagerlogistik-Software bezeichnet Softwarelösungen, die Lagerprozesse steuern, überwachen und optimieren. Der Begriff umfasst Warehouse-Management-Systeme (WMS) sowie ergänzende Tools für Slotting, Labor Management, Leitstandsteuerung und Reporting.
- Lageroptimierung
Lageroptimierung bezeichnet die systematische Verbesserung von Prozessen, Flächen, Technik und Organisation in einem Lager, um Leistung, Qualität und Kosten zu verbessern, ohne zwingend neue Gebäude oder Infrastruktur zu errichten.
- Lagerordnung
Lagerordnung bezeichnet das Regelwerk, das festlegt, wie Waren im Lager platziert, gekennzeichnet, gehandhabt und kontrolliert werden. Es umfasst Vorgaben zu Stellplatzvergabe, Wegeführung, Sauberkeit, Sicherheit sowie Rotationsprinzipien wie FIFO oder MHD-Steuerung.
- Lagerorganisation
Lagerorganisation bezeichnet die Gesamtheit aller strukturellen und prozessualen Regelungen, die den Betrieb eines Lagers steuern. Sie umfasst Zonenaufteilung, Rollendefinitionen, Schichtmodelle, Verantwortlichkeiten sowie Prozesse für Wareneingang, Kommissionierung, Verpackung und Versand.
- Lagerorte
Lagerorte sind definierte physische Plätze oder Bereiche in einem Lager, an denen Waren gezielt abgelegt und wiedergefunden werden. Im Warehouse-Management-System bilden sie die räumliche Grundstruktur für Einlagerung, Kommissionierung und Bestandsführung.
- Lagerplanung
Lagerplanung bezeichnet die systematische Konzeption eines Lagers hinsichtlich Layout, Kapazität, Technik, Prozessen und IT, um definierte Mengengerüste und Servicelevel dauerhaft zu erfüllen.
- Lagerplatz
Ein Lagerplatz ist die kleinste eindeutig adressierbare Einheit im Lager, an der Ware physisch abgelegt wird, zum Beispiel ein Regalfach, ein Palettenstellplatz oder ein Bodenplatz. Er bildet die Grundlage für alle Buchungen im Warehouse-Management-System.
- Lagerplatz-Etiketten
Lagerplatz-Etiketten kennzeichnen einzelne Stellplätze im Lager eindeutig und enthalten Barcode, Data-Matrix-Code oder RFID-Transponder zur maschinellen Erfassung. Sie sind die physische Grundlage für fehlerfreie Einlagerung, Kommissionierung und Inventur im Warehouse-Management-System.
- Lagersoftware
Lagersoftware ist ein Oberbegriff für IT-Systeme, die Lagerprozesse wie Bestandsführung, Einlagerung, Kommissionierung und Warenausgang digital unterstützen. Der Begriff umfasst je nach Kontext ein Warehouse Management System (WMS), ein Lagerverwaltungssystem (LVS) oder ein entsprechendes ERP-Modul.
- Lagerspiegel
Der Lagerspiegel ist eine strukturierte Übersicht aller Lagerplätze, ihrer Kapazitäten und aktuellen Belegung. Er zeigt auf einen Blick, welche Lagerbereiche ausgelastet, unterbeschäftigt oder für bestimmte Warengruppen reserviert sind.
- Lagersysteme
Lagersysteme bezeichnen die Gesamtheit aus Regaltechnik, Fördertechnik, Prozessen und IT-Systemen, die zusammen die Lagerung, Verwaltung und Bewegung von Waren ermöglichen. Sie reichen von manuellen Regalanlagen bis zu vollautomatisierten Hochregallagern mit übergeordneter Steuerungssoftware.
- Lagertechnik
Lagertechnik bezeichnet die Gesamtheit der physischen Einrichtungen und Systeme, die zur Lagerung, zum Handling und zur Förderung von Waren in einem Lager eingesetzt werden. Dazu zählen sowohl manuelle Hilfsmittel als auch vollautomatisierte Anlagen.
- Lagerumschlagshäufigkeit erhöhen
Die Lagerumschlagshäufigkeit erhöhen bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen du erreichst, dass der durchschnittliche Lagerbestand häufiger pro Periode verbraucht und ersetzt wird. Ein höherer Umschlag senkt die Kapitalbindung und verbessert die Flächeneffizienz im Lager.
- Lagerverwaltung
Lagerverwaltung bezeichnet die Gesamtheit aller organisatorischen und systemischen Tätigkeiten zur Steuerung von Beständen und Lagerprozessen. Sie umfasst unter anderem Bestandsführung, Ein- und Auslagerungen, Platzverwaltung, Nachschub, Inventur und Prozessdokumentation.
- Lagerverwaltungssystem
Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) ist eine Software, die alle Prozesse in einem Lager, von der Wareneingangsbuchung über die Lagerplatzverwaltung bis zur Kommissionierung und zum Warenausgang, steuert und in Echtzeit abbildet.
- Lagerzinssatz
Der Lagerzinssatz gibt an, mit welchem Zinssatz das im Lagerbestand gebundene Kapital bewertet wird. Er ist ein zentraler Bestandteil der Lagerhaltungskosten und beeinflusst Entscheidungen zu Bestellmengen, Lagerreichweiten und Servicelevels.
- Lastenheft
Ein Lastenheft beschreibt alle Anforderungen eines Auftraggebers an ein geplantes System oder Projekt aus seiner Sicht. Es bildet die verbindliche Grundlage für Ausschreibung, Angebotsvergleich und spätere Vertragsverhandlung.
- Layoutplanung
Layoutplanung bezeichnet die systematische Gestaltung von Flächen, Materialflüssen und Arbeitsbereichen in einem Lager oder einer Produktionsstätte. Sie legt fest, wo Lagerzone, Fördertechnik, Arbeitsstationen und Verkehrswege angeordnet werden, um effiziente und skalierbare Prozesse zu ermöglichen.
- Lebensmittellogistik
Lebensmittellogistik bezeichnet die Gesamtheit aller logistischen Prozesse entlang der Lebensmittelversorgungskette, von der Beschaffung über Lagerung und Transport bis zur Auslieferung. Sie stellt besondere Anforderungen an Temperaturführung, Hygiene, Rückverfolgbarkeit und Compliance.
- Leitstand
Ein Leitstand ist eine operative Steuerungszentrale, die laufende Logistikprozesse in Echtzeit überwacht und bei Abweichungen koordiniert eingreift. Er bündelt Daten aus verschiedenen Systemen, wertet Kennzahlen aus und steuert Priorisierungen, Eskalationen und Ressourceneinsatz.
- LiDAR
LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine aktive Sensortechnologie, die Laserimpulse aussendet und deren Reflexionen auswertet, um präzise 2D- oder 3D-Karten der Umgebung zu erstellen.
- Lieferantenbewertung
Die Lieferantenbewertung misst und bewertet systematisch die Leistung von Lieferanten anhand definierter Kriterien wie Liefertreue, Qualität und Reaktionszeit.
- Lieferantenmanagement
Lieferantenmanagement bezeichnet die systematische Steuerung aller Beziehungen zu Lieferanten über deren gesamten Lebenszyklus, von der Auswahl und Qualifizierung bis zur laufenden Bewertung und gemeinsamen Weiterentwicklung.
- Lieferbereitschaft
Lieferbereitschaft bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, eingehende Bestellungen sofort oder innerhalb einer definierten Zeitspanne aus vorhandenem Bestand oder verfügbarer Kapazität zu bedienen.
- Lieferfähigkeit
Lieferfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, Kundenaufträge in der vereinbarten Menge und zum vereinbarten Termin zu erfüllen. Sie hängt vom Zusammenspiel aus Beständen, Produktionskapazitäten, Beschaffung und Transportprozessen ab.
- Lieferkette
Die Lieferkette beschreibt die gesamte Abfolge aller Stufen, Akteure und Prozesse, durch die ein Produkt vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden gelangt. Sie umfasst sowohl den physischen Materialfluss als auch den begleitenden Informations- und Dokumentenfluss.
- Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen ab einer bestimmten Größe dazu, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken entlang ihrer gesamten Lieferkette systematisch zu ermitteln und zu adressieren.
- Liefertermin
Der Liefertermin ist das vereinbarte Datum oder Zeitfenster, zu dem eine Sendung beim Empfänger eintreffen soll. Er grenzt sich von der Lieferzeit ab, die lediglich die Dauer des Transports beschreibt.
- Lifecycle Management
Lifecycle Management bezeichnet die systematische Steuerung aller Phasen im Lebenszyklus von Produkten, Anlagen oder IT-Systemen, von der Einführung über den Betrieb bis zur Ablösung.
- Linie-Back-Prinzip
Das Linie-Back-Prinzip beschreibt eine Materialversorgungslogik, bei der Nachschub taktgesteuert entlang einer Produktionslinie bereitgestellt und leere Ladungsträger auf demselben oder einem parallelen Weg zurückgeführt werden.
- Logistik 4.0 Digitalisierung
Logistik 4.0 bezeichnet die umfassende Digitalisierung und Vernetzung von Logistikprozessen auf Basis von Technologien wie IoT, Echtzeit-Datenanalyse und durchgängiger IT-OT-Integration. Ziel ist eine transparentere, reaktionsfähigere und weitgehend automatisierte Supply Chain.
- Logistik Routenoptimierung
Logistik Routenoptimierung bezeichnet die algorithmische Berechnung von Fahrstrecken und Stoppreihenfolgen, um Kosten, Fahrzeit und Emissionen zu minimieren. Sie berücksichtigt Restriktionen wie Zeitfenster, Fahrzeugkapazitäten, Fahrverbote und Servicelevels.
- Logistik Solutions
Logistik Solutions ist ein unscharfer Sammelbegriff für Logistiklösungen, der je nach Kontext IT-Systeme, Automatisierungsanlagen, Beratungsleistungen oder ausgelagerte Betriebsmodelle bezeichnen kann.
- Logistik Tourenplanung
Logistik Tourenplanung bezeichnet die systematische Planung von Lieferfahrten, einschließlich Stoppreihenfolge, Fahrzeugeinsatz und Zeitfenstern, mit dem Ziel, Kosten zu senken und Servicelevel einzuhalten. Sie bildet die operative Grundlage für die tägliche Auslieferung im Nah- und Fernverkehr.
- Logistik-Simulation
Logistik-Simulation modelliert Materialflüsse, Prozesse und Ressourcen eines Lager- oder Transportsystems rechnerisch, bevor reale Investitionen oder Umbauten stattfinden. Sie macht Durchsatz, Engpässe und Auslastung sichtbar, ohne den laufenden Betrieb zu beeinflussen.
- Logistikberatung
Logistikberatung unterstützt Unternehmen bei der Analyse, Konzeption und Umsetzung von Verbesserungen entlang der gesamten Logistikkette. Das Leistungsspektrum reicht von Netzwerkdesign und Lagerplanung über Prozessoptimierung bis hin zu IT-Auswahl und Automatisierungsprojekten.
- Logistikcontrolling
Logistikcontrolling bezeichnet die systematische Messung, Analyse und Steuerung logistischer Leistung mithilfe von Kennzahlen, Kostendaten und Servicelevels. Es verbindet operative Daten aus WMS, TMS und ERP mit strategischen Steuerungsimpulsen für Lagerplanung, Einkauf und Logistikleitung.
- Logistikdienstleister
Ein Logistikdienstleister ist ein externer Anbieter, der logistische Leistungen wie Transport, Lagerung oder Fulfillment für andere Unternehmen erbringt. Er übernimmt dabei entweder einzelne Teilfunktionen oder komplette Prozessketten entlang der Supply Chain.
- Logistikdienstleistung
Eine Logistikdienstleistung ist ein klar definierter Leistungsbaustein, den ein externer Dienstleister oder eine interne Einheit im Bereich Transport, Lagerung oder Auftragsabwicklung erbringt.
- Logistikkennzahlen
Logistikkennzahlen sind messbare Größen, mit denen du Leistung, Kosten und Qualität in Lager, Transport und Beschaffung systematisch steuerst und bewertest. Sie bilden die Grundlage für Prozessverbesserungen, Lieferantenbewertungen und operative Entscheidungen.
- Logistikmanagement
Logistikmanagement bezeichnet die Planung, Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung aller logistischen Prozesse, Ressourcen und Dienstleister innerhalb eines Unternehmens.
- Logistikoptimierung
Logistikoptimierung bezeichnet die systematische Verbesserung logistischer Prozesse, Strukturen und Systeme mit dem Ziel, Kosten zu senken, Servicequalität zu steigern und die Stabilität der Lieferkette zu erhöhen.
- Logistikplanung
Logistikplanung bezeichnet die systematische Gestaltung von Prozessen, Kapazitäten und Strukturen in der Logistik, um künftige Anforderungen zuverlässig und wirtschaftlich zu erfüllen. Sie bildet die Grundlage für Investitionsentscheidungen, Ausschreibungen und die Auswahl geeigneter Technologien.
- Logistikseminare
Logistikseminare sind strukturierte Weiterbildungsformate, die Fach- und Führungskräfte in der Logistik zu Themen wie Lagerverwaltung, Automatisierung, Kennzahlen oder Transportrecht qualifizieren.
- Logistikstandort-Planung
Logistikstandort-Planung bezeichnet den systematischen Prozess zur Bestimmung optimaler geografischer Positionen für Lager, Umschlagspunkte oder Produktionsversorgungsstandorte.
- Logistikstrategie
Eine Logistikstrategie legt die langfristige Ausrichtung aller logistischen Aktivitäten, von Lager und Transport bis zur IT-Architektur, fest und richtet sie an übergeordneten Unternehmenszielen wie Service, Kosten, Wachstum und Resilienz aus.
- Logistische Dienstleistungen
Logistische Dienstleistungen sind einzelne, messbare Leistungsbausteine entlang der Lieferkette, von Einlagerung und Kommissionierung über Transport und Verpackung bis hin zu Retourenabwicklung und Zollabwicklung.
- Logistische Einheit
Eine logistische Einheit ist eine physisch handhabbare Einheit wie ein Karton, eine Palette oder ein Behälter, die im Lager und Transport eindeutig identifiziert und als Ganzes bewegt, verfolgt und abgerechnet wird.
- Losgröße
Die Losgröße bezeichnet die Menge an Einheiten, die in einem Produktions- oder Beschaffungsvorgang als zusammenhängende Einheit geplant und ausgeführt wird. Sie beeinflusst maßgeblich Rüstzeiten, Lagerbestände, Durchlaufzeiten und Kosten entlang der gesamten Supply Chain.
- M&A
M&A (Mergers & Acquisitions) bezeichnet Unternehmensfusionen und -übernahmen, bei denen zwei oder mehr Unternehmen zusammengeführt oder eines vom anderen übernommen wird.
- MDE-Geräte
MDE-Geräte (Mobile Datenerfassungsgeräte) sind robuste, portable Endgeräte, die in Lager und Logistik eingesetzt werden, um Barcodes oder RFID-Codes zu erfassen und Prozessdaten in Echtzeit an WMS oder ERP zu übertragen.
- MDE-Terminal
Ein MDE-Terminal (Mobiles Datenerfassungsgerät) ist ein tragbares Endgerät für die Echtzeiterfassung und -verarbeitung von Lagerdaten direkt am Ort des Geschehens.
- MES-Terminal
Ein MES-Terminal ist ein industrietaugliches Endgerät, das Mitarbeitende am Shopfloor mit einem Manufacturing Execution System verbindet. Darüber werden Auftragsrückmeldungen, Qualitätsdaten und Materialbewegungen in Echtzeit erfasst und an die MES-Software übertragen.
- MFS
MFS (Materialflusssteuerung) ist eine Softwareschicht, die den physischen Transport von Waren innerhalb eines automatisierten Lagers in Echtzeit steuert und überwacht. Sie verbindet übergeordnete Lagerverwaltungssysteme mit speicherprogrammierbaren Steuerungen der Fördertechnik und Lagermaschinen.
- ML
Machine Learning (ML) ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, bei dem Algorithmen aus Daten lernen, ohne explizit programmiert zu werden. In der Intralogistik nutzt man ML vor allem für Bedarfsprognosen, Anomalieerkennung und die Optimierung von Lager- und Transportprozessen.
- Make or buy
Make or buy bezeichnet die strategische Entscheidung, ob eine Leistung, etwa Lagerbetrieb, Transport oder IT, intern erbracht oder extern bezogen wird. Die Wahl beeinflusst Kosten, Abhängigkeiten und die Kontrolle über Kernprozesse dauerhaft.
- Make-or-Buy-Entscheidung
Die Make-or-Buy-Entscheidung legt fest, ob eine Logistikleistung, etwa Lagerbetrieb, Transport oder IT-Betrieb, intern erbracht oder an externe Dienstleister vergeben wird.
- Management-System
Ein Management-System ist ein organisatorischer Rahmen aus Prozessen, Verantwortlichkeiten und Regeln, mit dem ein Unternehmen definierte Ziele systematisch verfolgt und nachweisbar steuert.
- Mandantenfähigkeit
Mandantenfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Softwaresystems, mehrere organisatorisch getrennte Einheiten, sogenannte Mandanten, gleichzeitig in einer einzigen Systeminstanz zu betreiben.
- Mann-zur-Ware
Mann-zur-Ware ist ein Kommissionierprinzip, bei dem sich die kommissionierende Person aktiv zu den Lagerplätzen bewegt und die Artikel dort manuell entnimmt. Die Ware verbleibt dabei stationär im Regal oder im Fach.
- Master NVE
Die Master NVE ist eine übergeordnete Versandeinheit-Nummer (NVE/SSCC), die mehrere untergeordnete Versandeinheiten zu einer logistischen Hierarchie zusammenfasst. Sie ermöglicht es, Gebinde wie Paletten mit enthaltenen Kartons als Parent-Child-Struktur in WMS, ERP und EDI abzubilden.
- Matchcode
Ein Matchcode ist ein frei definierbarer Suchschlüssel in ERP-, WMS- oder TMS-Systemen, der das schnelle Auffinden von Stammdatensätzen wie Artikeln, Lieferanten oder Lagerplätzen erleichtert.
- Material Requirements Planning (MRP)
Material Requirements Planning (MRP) ist eine Planungsmethode, die aus dem Primärbedarf und Stücklisten den genauen Materialbedarf ableitet und daraus Bestellvorschläge sowie Fertigungsaufträge generiert. Sie bildet die Kernlogik der Materialdisposition in ERP-Systemen.
- Materialfluss
Materialfluss bezeichnet die Gesamtheit aller physischen Bewegungen von Gütern und Materialien innerhalb eines Betriebs oder zwischen Standorten. Er umfasst jeden Transportschritt vom Wareneingang bis zum Versand und bildet die operative Grundlage für Lager-, Produktions- und Distributionslogistik.
- Materialfluss Controller
Der Materialfluss Controller (MFC) ist eine Softwarekomponente, die den physischen Warenfluss in automatisierten Lager- und Verteilanlagen steuert und koordiniert. Er bildet die Schicht zwischen der Maschinensteuerung (SPS) und übergeordneten Systemen wie dem Warehouse Management System.
- Materialflussplanung
Materialflussplanung bezeichnet die systematische Gestaltung und Dimensionierung aller innerbetrieblichen Waren- und Materialbewegungen, vom Wareneingang über Lagerung und Produktion bis zum Warenausgang.
- Materialflussrechner
Ein Materialflussrechner (MFR) ist ein IT-System, das Förder- und Lagertechnik in Echtzeit steuert, indem es Transportaufträge verarbeitet, Routen berechnet und Statusmeldungen verwaltet.
- Materialflusssteuerung
Materialflusssteuerung bezeichnet die softwaregestützte Koordination aller Transportbewegungen innerhalb eines automatisierten oder teilautomatisierten Lager- und Fördersystems.
- Materialwirtschaft
Materialwirtschaft bezeichnet den übergeordneten Bereich der Planung, Beschaffung, Lagerung und Bereitstellung von Materialien in einem Unternehmen. Sie verbindet Einkauf, Disposition, Bestandsmanagement und Logistik zu einem durchgängigen Versorgungsprozess.
- Mehrfachtiefe Lagerung
Mehrfachtiefe Lagerung bezeichnet eine Lagerstrategie, bei der Ladeeinheiten wie Paletten in zwei oder mehr Reihen hintereinander in einem Regalfach oder Lagerblock abgestellt werden. Dadurch steigt die Flächennutzung, während die Anzahl der Gänge sinkt.
- Mehrlagerfähigkeit
Mehrlagerfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines IT-Systems, mehrere physisch oder organisatorisch getrennte Lagerstandorte mit jeweils eigenen Beständen, Prozessen und Regelwerken gleichzeitig zu verwalten.
- Meldebestand
Der Meldebestand ist der Lagerbestand, bei dessen Unterschreiten eine Nachbestellung ausgelöst wird. Er errechnet sich aus dem erwarteten Verbrauch während der Wiederbeschaffungszeit zuzüglich eines Sicherheitsbestands.
- Mengeneinheit
Eine Mengeneinheit legt fest, in welcher Einheit Artikelmengen im System erfasst, gebucht und abgerechnet werden, zum Beispiel Stück, Kilogramm, Karton oder Palette. Sie ist Bestandteil des Artikelstamms und bildet die Grundlage für korrekte Umrechnungen zwischen Einkauf, Lager und Versand.
- Mengenplanung Definition
Mengenplanung bezeichnet die systematische Bestimmung, welche Mengen an Materialien, Bauteilen oder Produkten in einem definierten Zeitraum benötigt, beschafft, produziert oder bereitgestellt werden müssen. Sie bildet die Grundlage für Disposition, Einkauf und Lagerkapazitätsplanung.
- Merchant’s Haulage
Merchant's Haulage bezeichnet die Praxis, bei der der Verlader oder Empfänger (der sogenannte Merchant) den Vor- und Nachlauf im Seefrachtgeschäft eigenständig organisiert und verantwortet.
- Mindestbestand
Der Mindestbestand ist eine definierte Untergrenze des Lagerbestands, unterhalb derer die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Er signalisiert, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht, und wird in der Dispositionslogik als Kontroll- oder Sperrgröße eingesetzt.
- Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis zu welchem Datum ein Lebensmittel oder Produkt bei sachgemäßer Lagerung seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch oder Wirksamkeit mindestens behält.
- Mischpalette
Eine Mischpalette ist eine Ladeeinheit, auf der mehrere verschiedene Artikel oder SKU gemeinsam zusammengestellt werden. Sie kommt vor allem in der Filialbelieferung und im B2B-E-Commerce zum Einsatz, wo Empfänger sortimentsgenaue Lieferungen benötigen.
- Mobile Computer
Mobile Computer sind tragbare Endgeräte, die in der Intralogistik für operative Prozesse wie Kommissionierung, Wareneingang und Inventur eingesetzt werden. Sie verbinden Scanner, Funk und WMS-Client in einem robusten Gehäuse für den rauen Lagerbetrieb.
- Mobile Datenendgeräte (MDE)
Mobile Datenendgeräte (MDE) sind tragbare Geräte zur Erfassung und Verarbeitung von Logistikdaten direkt am Entstehungsort, etwa beim Wareneingang, der Kommissionierung oder der Inventur. Sie verbinden Barcode- oder RFID-Scan mit Echtzeitkommunikation zum Lagerverwaltungssystem.
- Mobile Datenerfassung (MDE)
Mobile Datenerfassung (MDE) bezeichnet das Erfassen von Prozessdaten direkt am Entstehungsort, etwa durch Barcode-Scan oder manuelle Eingabe an einem mobilen Gerät. Buchungen ins WMS oder ERP erfolgen dabei in Echtzeit und ohne Medienbruch.
- Mobiler Drucker
Ein mobiler Drucker ist ein akkubetriebenes, tragbares Druckgerät, das Etiketten, Belege oder Labels direkt am Entstehungsort des Prozesses ausgibt, etwa im Wareneingang, bei der Kommissionierung oder auf der Fläche.
- Mobiler Etikettendrucker
Ein mobiler Etikettendrucker ist ein tragbarer, akkubetriebener Drucker, der Barcode-, RFID- und Ident-Etiketten direkt am Einsatzort im Lager oder auf der Fläche erzeugt. Er ermöglicht flexibles Nachdrucken und Labeln ohne feste Druckstation.
- Multi-Order-Picking
Multi-Order-Picking bezeichnet eine Kommissionierstrategie, bei der ein Mitarbeiter in einem einzigen Laufdurch das Lager Artikel für mehrere Kundenaufträge gleichzeitig sammelt.
- Multichannel
Multichannel bezeichnet die parallele Nutzung mehrerer Vertriebskanäle, etwa Filiale, Online-Shop, Marktplatz und B2B, durch ein Unternehmen. Jeder Kanal wird dabei eigenständig betrieben, ohne dass eine vollständige kanalübergreifende Integration zwingend vorgesehen ist.
- Multitouch in der Logistik
Multitouch bezeichnet die Fähigkeit eines Touchscreens, mehrere gleichzeitige Berührungspunkte zu erkennen und daraus Gesten wie Zoomen, Scrollen oder Drehen abzuleiten. In der Intralogistik kommt das Verfahren vor allem an Industrie-Terminals, Panel-PCs und Leitstand-Displays zum Einsatz.
- Nachhaltige Logistik
Nachhaltige Logistik bezeichnet die Gestaltung logistischer Prozesse und Netzwerke so, dass Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte systematisch berücksichtigt werden, ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen.
- Negativ-Kommissionierung
Negativ-Kommissionierung bezeichnet einen Lagerprozess, bei dem das System von einem definierten Vollbestand ausgeht und Entnahmen als Mengenabzug verbucht werden. Im Gegensatz zur klassischen Echtzeit-Buchung je Entnahme werden Bestandsreduzierungen dabei verzögert oder aggregiert erfasst.
- Nettobedarf
Der Nettobedarf gibt an, welche Menge eines Artikels tatsächlich beschafft oder gefertigt werden muss, nachdem verfügbare Lagerbestände und bereits eingeleitete Zugänge vom Gesamtbedarf abgezogen wurden.
- Netzwerkdesign Logistik
Netzwerkdesign in der Logistik bezeichnet die strategische Planung und Optimierung der Gesamtstruktur eines Versorgungsnetzes, also Anzahl, Lage und Funktion von Lagerstandorten, Distributionszentren und Transportverbindungen.
- Null-Fehler-Kommissionierung
Null-Fehler-Kommissionierung bezeichnet das Ziel, Kommissionierfehler durch gezielte Prozess- und Systemmaßnahmen auf ein praktisch vernachlässigbares Niveau zu reduzieren.
- Nummer der Versandeinheit (NVE)
Die Nummer der Versandeinheit (NVE) ist eine weltweit eindeutige Identifikationsnummer für eine physische Transporteinheit wie eine Palette oder ein Packstück.
- OPC-UA
OPC Unified Architecture (OPC-UA) ist ein plattformunabhängiger Kommunikationsstandard für den herstellerübergreifenden Datenaustausch in der Industrieautomatisierung. Er ermöglicht es, Maschinen, Steuerungen und übergeordnete IT-Systeme sicher und semantisch einheitlich miteinander zu verbinden.
- OT
OT (Operational Technology) bezeichnet Hard- und Software, die physische Prozesse in Anlagen, Maschinen und Fördertechnik direkt steuert und überwacht. Im Lager umfasst das beispielsweise Steuerungen für Förderbänder, Sorter, Regalbediengeräte und automatische Lagersysteme.
- OTIF
OTIF (On Time In Full) ist eine Logistik-Kennzahl, die misst, ob eine Lieferung gleichzeitig termingerecht und mengenvollständig beim Empfänger ankommt. Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind, gilt die Lieferung als OTIF-konform.
- Offener Bestand
Offener Bestand bezeichnet Mengen, die im System erfasst, aber noch nicht vollständig abgeschlossen sind, etwa weil ein Auftrag, eine Bestellung oder ein Fertigungsvorgang noch läuft. Er grenzt sich vom verfügbaren Bestand ab, der sofort für Entnahmen oder Lieferungen genutzt werden kann.
- OpEx
OpEx (Operating Expenditures) bezeichnet die laufenden Betriebskosten eines Unternehmens, die regelmäßig und wiederkehrend anfallen. In der Intralogistik zählen dazu etwa Personal-, Energie-, Wartungs- und Mietkosten für den laufenden Lagerbetrieb.
- Opportunitätskosten
Opportunitätskosten bezeichnen den entgangenen Nutzen einer nicht gewählten Alternative, wenn eine Ressource für eine bestimmte Verwendung gebunden wird. In der Logistik entstehen sie beispielsweise durch Kapitalbindung in Lagerbeständen oder durch nicht genutzte Lager- und Transportkapazitäten.
- Optimale Bestellmenge
Die optimale Bestellmenge ist die Bestellgröße, bei der die Summe aus Bestellkosten und Lagerhaltungskosten minimal ist. Sie dient als rechnerische Orientierungsgröße in Disposition und Einkauf, um Bestände kosteneffizient zu steuern.
- Optimaler Bestellzeitpunkt
Der optimale Bestellzeitpunkt bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem eine Nachbestellung ausgelöst werden muss, damit weder Fehlmengen entstehen noch unnötig hohe Lagerbestände aufgebaut werden. Er berücksichtigt Wiederbeschaffungszeit, aktuellen Bestand und Sicherheitsbestand.
- Orderlines
Orderlines (Auftragspositionen) sind die einzelnen Zeilen eines Kundenauftrags, die jeweils einen Artikel mit Menge und Einheit beschreiben. Sie bilden die operative Grundlage für Kommissionierung, Verpackung und Versand im Lager.
- Ökonomisch lagern
Ökonomisch lagern bezeichnet das Prinzip, Lagerhaltung so zu gestalten, dass Servicegrad und Gesamtkosten in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen. Bestandsstrategie, Lagerlayout, Kommissioniermethoden und Automatisierungsgrad werden dabei gemeinsam bewertet.
- PC-Panel mit Touch-Display
Ein PC-Panel mit Touch-Display ist ein industrietauglicher All-in-One-Computer, der Rechnereinheit und berührungsempfindlichen Bildschirm in einem Gehäuse vereint und an Logistikarbeitsplätzen zur Bedienung und Datenerfassung eingesetzt wird.
- PPS-System
Ein PPS-System (Produktionsplanungs- und -steuerungssystem) plant und steuert den gesamten Fertigungsprozess, von der Bedarfsermittlung über Terminierung und Kapazitätsplanung bis zur Auftragssteuerung.
- Packstück
Ein Packstück ist eine einzelne, abgeschlossene Versand- oder Transporteinheit, etwa ein Karton, eine Kiste, ein Sack oder eine Palette, die im Versandprozess als eigenständige Einheit identifiziert, etikettiert und übergeben wird.
- Palette
Eine Palette ist ein genormter Ladungsträger aus Holz, Kunststoff oder Metall, der Waren so bündelt, dass Stapler und Fördertechnik sie als Einheit bewegen.
- Paletten
Paletten sind standardisierte Ladungsträger aus Holz, Kunststoff oder Metall, auf denen Waren gestapelt, transportiert und gelagert werden. Sie bilden die Grundlage für eine effiziente Intralogistik und sind in nahezu jeder Lieferkette unverzichtbar.
- Palettenregal
Ein Palettenregal ist ein Regalsystem zur Lagerung von Paletten, das aus Rahmen und Traversen besteht und mit Flurförderzeugen oder Regalbediengeräten bedient wird. Es ist die verbreitetste Lagereinrichtung für palettengebundene Güter in Industrie und Handel.
- Palettierroboter
Ein Palettierroboter ist ein Industrieroboter oder Cobotystem, das Packstücke wie Kartons, Säcke oder Gebinde automatisch nach vordefinierten Mustern auf Paletten stapelt. Er wird typischerweise am Linienende, im Warenausgang oder in der Produktion eingesetzt.
- Paternoster
Ein Paternoster ist ein vertikales Umlaufregal, das Tablare oder Körbe in einem geschlossenen Kreislauf zur Entnahmeöffnung transportiert. Das Prinzip „Ware zum Mann
- Paternosterregal
Ein Paternosterregal ist ein automatisches Umlaufregal, das Trays oder Körbe zyklisch bewegt und an einer festen Entnahmestelle bereitstellt. Es kombiniert platzsparende Lagerung mit ergonomischem, schnellem Zugriff auf gespeicherte Artikel.
- Perfect Order Rate
Die Perfect Order Rate gibt an, welcher Anteil aller Aufträge vollständig, pünktlich, korrekt kommissioniert, unbeschädigt und mit fehlerfreien Dokumenten beim Empfänger ankommt.
- Permanente Inventur
Die permanente Inventur ist ein Verfahren zur laufenden Bestandsprüfung, bei dem Lagerbestände kontinuierlich über das gesamte Jahr verteilt gezählt und mit den Systembeständen abgeglichen werden, anstatt alle Zählungen auf einen einzigen Stichtag zu konzentrieren.
- Pflichtenheft
Ein Pflichtenheft beschreibt, wie ein Anbieter die im Lastenheft formulierten Anforderungen des Auftraggebers konkret umsetzen will. Es ist das verbindliche Lösungskonzept des Lieferanten und bildet die technische und organisatorische Grundlage für Vertrag, Abnahme und Projektsteuerung.
- Pick-by-Light
Pick-by-Light ist ein Kommissionierverfahren, bei dem Leuchtmodule an Regalplätzen die Entnahmeposition und -menge anzeigen und der Pick durch Tastendruck oder Sensor bestätigt wird. Das Verfahren ersetzt papier- und scannerbasierte Führung durch visuelle Signale direkt am Lagerplatz.
- Pick-by-Paper
Pick-by-Paper bezeichnet die papierbasierte Kommissionierung, bei der Mitarbeitende gedruckte Picklisten erhalten und Entnahmen manuell abhaken. Es ist die einfachste und IT-unabhängigste Form der Auftragsbearbeitung im Lager.
- Pick-by-Scan
Pick-by-Scan ist eine scannergestützte Kommissioniermethode, bei der Mitarbeitende Lagerplatz und Artikel mit einem mobilen Scanner erfassen und so jeden Entnahmeschritt systemseitig bestätigen. Das Verfahren verbessert Datenqualität und Rückverfolgbarkeit im Lager deutlich.
- Pick-by-Vision
Pick-by-Vision ist eine Kommissioniermethode, bei der eine Datenbrille dem Mitarbeitenden Lagerplatz, Artikel und Menge direkt ins Sichtfeld projiziert. Die Hände bleiben frei, und Bestätigungen erfolgen per Scan, Kamera oder Geste.
- Pick-by-Voice
Pick-by-Voice ist eine sprachgestützte Kommissioniermethode, bei der Mitarbeitende über ein Headset Pickanweisungen empfangen und Entnahmen per Sprachbefehl bestätigen. Beide Hände bleiben frei, was Ergonomie und Pickqualität verbessert.
- Pick-to-Belt
Pick-to-Belt ist ein Kommissionierkonzept, bei dem du entnommene Artikel direkt auf ein laufendes Förderband legst, das sie automatisch zu Packplätzen oder Sortierstationen transportiert. Dadurch entfallen manuelle Transportwege zwischen Pickzone und Konsolidierung.
- Pick-to-Box
Pick-to-Box bezeichnet ein Kommissionierverfahren, bei dem Artikel direkt in die spätere Versandverpackung gelegt werden, ohne einen zwischengeschalteten Sammelschritt. Das Ergebnis ist eine sofort versandfertige Einheit am Ende des Pickprozesses.
- Pickliste
Eine Pickliste ist die Arbeitsgrundlage für die Kommissionierung und gibt dem Lagermitarbeiter an, welche Artikel in welcher Menge an welchem Lagerplatz zu entnehmen sind. Sie kann auf Papier, als MDE-Dialog oder vollständig digital im WMS bereitgestellt werden.
- Platzinventur
Die Platzinventur ist ein lagerplatzbezogenes Zählverfahren, bei dem definierte Lagerplätze einzeln erfasst und Bestandsabweichungen im Lagerverwaltungssystem korrigiert werden.
- Predictive Analytics
Predictive Analytics bezeichnet die vorausschauende Datenanalyse, bei der historische, aktuelle und externe Daten mit statistischen Modellen oder Machine-Learning-Verfahren kombiniert werden, um zukünftige Ereignisse wie Nachfrageschwankungen, Anlagenausfälle oder Lieferverzögerungen…
- Primärbedarf
Primärbedarf bezeichnet den Bedarf an Endprodukten oder verkaufsfähigen Artikeln, der direkt aus der Absatzplanung, Kundenaufträgen oder dem Produktionsprogramm entsteht. Er bildet den Ausgangspunkt für die gesamte Materialbedarfsplanung im Unternehmen.
- Product Lifecycle Management (PLM)
Product Lifecycle Management (PLM) bezeichnet die systemgestützte Verwaltung aller Produktdaten und Änderungsprozesse über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts, von der Entwicklung bis zur Abkündigung.
- Produktionslager
Ein Produktionslager ist ein Lagerbereich in unmittelbarer Nähe zur Fertigung, der die kontinuierliche Versorgung der Produktionsprozesse mit Rohmaterial, Halbfabrikaten und Verpackungsmaterial sicherstellt. Ziel ist eine stabile Materialverfügbarkeit bei möglichst geringen Beständen.
- Produktionslogistik
Produktionslogistik bezeichnet die Planung, Steuerung und Durchführung aller Materialflüsse, die die Fertigung mit Rohstoffen, Halbfabrikaten und Betriebsstoffen versorgen. Sie verbindet Lager und Produktion und sichert so einen störungsfreien Fertigungsablauf.
- Produktionsplanung
Produktionsplanung legt fest, was in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt gefertigt wird. Sie bildet die Grundlage für Materialbereitstellung, Kapazitätseinsatz und Liefertermintreue.
- Produktionssteuerung
Produktionssteuerung bezeichnet die operative Steuerung laufender Fertigungsaufträge, die sicherstellt, dass Planung und tatsächlicher Produktionsablauf trotz Störungen, Engpässen und Materialabweichungen übereinstimmen.
- Proprietäre Architektur
Proprietäre Architektur bezeichnet eine herstellerspezifische, geschlossene Systemarchitektur, bei der Schnittstellen, Protokolle und Erweiterungsmöglichkeiten vom Anbieter kontrolliert werden.
- Qualitätsnorm
Eine Qualitätsnorm legt standardisierte Anforderungen an Produkte, Prozesse oder Managementsysteme fest. In der Intralogistik übersetzt sie verbindliche Vorgaben zu Sicherheit, Rückverfolgbarkeit und Prozessstabilität in konkrete Prüf- und Dokumentationspflichten.
- Qualitätssicherung
Qualitätssicherung (QS) umfasst alle operativen Maßnahmen, mit denen du definierte Qualitätsanforderungen an Waren, Prozesse und Daten dauerhaft einhältst. Sie bildet den ausführenden Kern eines übergeordneten Qualitätsmanagements.
- RAG
RAG (Retrieval Augmented Generation) ist ein KI-Ansatz, der ein Sprachmodell mit einer gezielten Suche in externen Wissensquellen kombiniert. Statt ausschließlich auf trainierte Parameter zu vertrauen, ruft das System zur Laufzeit relevante Dokumente ab und nutzt diese als Kontext für die…
- RBG
Ein Regalbediengerät (RBG) ist ein schienengeführtes Flurförderzeug, das in automatischen Hochregal- oder Kleinteilelagern selbstständig Ladungsträger ein- und auslagert.
- REST
REST (Representational State Transfer) ist ein weit verbreiteter Architekturstil für Web-APIs, der auf Standard-HTTP-Methoden basiert und den zustandslosen Datenaustausch zwischen Systemen definiert.
- RFID
RFID (Radio Frequency Identification) ist eine Technologie zur kontaktlosen, automatischen Identifikation von Objekten mithilfe von Funkwellen. Ein Lesegerät liest dabei Daten von einem am Objekt angebrachten Transponder aus, ohne Sichtkontakt und in vielen Fällen gleichzeitig für mehrere Tags.
- RFID-Lösungen
RFID-Lösungen ermöglichen die berührungslose, funkbasierte Identifikation und Erfassung von Objekten ohne Sichtkontakt. In der Intralogistik werden sie eingesetzt, um Bestände, Ladungsträger und Warenbewegungen automatisch und in Echtzeit zu verfolgen.
- RFP Logistik
Ein RFP (Request for Proposal) ist in der Logistik ein strukturiertes Ausschreibungsdokument, mit dem ein Unternehmen qualifizierte Anbieter zur Einreichung fachlicher und technischer Lösungskonzepte auffordert.
- RFQ Logistik
RFQ (Request for Quotation) bezeichnet in der Logistik die strukturierte Anfrage verbindlicher Preisangebote bei potenziellen Dienstleistern oder Lieferanten. Voraussetzung ist, dass Leistungsumfang, Mengengerüste und Anforderungen bereits klar definiert sind.
- RMA-Nummer
Eine RMA-Nummer (Return Merchandise Authorization) ist eine eindeutige Autorisierungskennung, die eine Rücksendung mit dem zugehörigen Auftrag, Artikel und Prozessweg verknüpft.
- ROI
Der Return on Investment (ROI) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den erzielten Nutzen einer Investition ins Verhältnis zu den eingesetzten Kosten setzt.
- Rastersystem
Ein Rastersystem ist eine standardisierte Struktur aus definierten Maßen und Abständen, die in Lagereinrichtungen, Regalen und Behältersystemen als modulare Grundlage dient. Es ermöglicht flexible Anpassungen bei Sortiments- oder Prozessänderungen ohne vollständigen Umbau.
- Rationalisierungspotenzial
Rationalisierungspotenzial bezeichnet die in einem Prozess oder System vorhandenen, noch nicht ausgeschöpften Möglichkeiten, Leistung bei gleichem oder geringerem Ressourceneinsatz zu steigern. In der Intralogistik bildet es die Grundlage für Investitionsentscheidungen und Optimierungsprojekte.
- Rechenzentrum
Ein Rechenzentrum ist eine gesicherte physische oder virtuelle Infrastruktur, die Server, Netzwerkkomponenten und Speichersysteme für den Betrieb von IT-Anwendungen wie WMS, ERP oder TMS bereitstellt. Für die Intralogistik ist die Verfügbarkeit dieser Infrastruktur unmittelbar betriebskritisch.
- Regalbediengerät
Ein Regalbediengerät (RBG) ist eine automatisierte Maschine, die in einer Regalgasse eines Hochregallagers Lasten horizontal und vertikal transportiert, um Ein- und Auslagerungen durchzuführen.
- Regaltechnik
Regaltechnik bezeichnet die Gesamtheit aller Regalsysteme und deren technische Auslegung im Lager, von Palettenregalen über Kragarmregale bis hin zu automatischen Hochregallagern. Sie bestimmt maßgeblich Lagerdichte, Zugriffsgeschwindigkeit und Betriebssicherheit eines Lagers.
- Relation
Eine Relation beschreibt in der Logistik die definierte Verbindung zwischen einem Abgangsort und einem Zielort, die als Planungs- und Steuerungseinheit im Transport- und Netzwerkmanagement dient. Sie bildet die Grundlage für Laufzeitversprechen, Frachtverhandlungen und Carrier-Auswahl.
- Reservierung
Reservierung bezeichnet die systemseitige Blockierung von Lagerbeständen für einen definierten Zweck, etwa einen Kundenauftrag oder Produktionsauftrag. Der reservierte Bestand gilt als nicht frei verfügbar und wird bei der Disposition nicht als offener Bestand gewertet.
- Ressourcenmanagement
Ressourcenmanagement bezeichnet die systematische Planung, Zuweisung und Steuerung aller verfügbaren Mittel, Personal, Technik und Kapazitäten, zur Sicherstellung stabiler und effizienter Logistikprozesse.
- Retail
Retail bezeichnet den Handel mit Endkunden und umfasst in der Logistik alle Prozesse von der Filialbelieferung über E-Commerce-Fulfillment bis zur Retourenabwicklung.
- Retouren
Retouren sind Warensendungen, die vom Kunden, aus Filialen oder aus dem Handel zurück an das Lager oder den Lieferanten geschickt werden. Der Begriff umfasst den gesamten Rückfluss von Ware entgegen der ursprünglichen Lieferrichtung.
- Retourenabwicklung
Retourenabwicklung bezeichnet den operativen Prozess, mit dem Rücksendungen von Kunden oder Handelspartnern erfasst, geprüft und einer weiteren Verwendung zugeführt werden.
- Retourenschein
Ein Retourenschein ist ein Dokument oder Label, das eine Rücksendung eindeutig identifiziert und deren Abwicklung im Lager, beim Carrier und im ERP-System koordiniert. Er enthält alle nötigen Referenzen, damit Wareneingang, Gutschrift und Ursachenanalyse reibungslos funktionieren.
- Return on Investment (ROI)
Return on Investment (ROI) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den Nutzen einer Investition ins Verhältnis zu den eingesetzten Kosten setzt. In der Intralogistik und im Lager-IT-Umfeld dient sie als zentrales Entscheidungskriterium für Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekte.
- Rollierende Planung
Rollierende Planung bezeichnet einen Planungsansatz, bei dem der Planungshorizont in regelmäßigen Abständen, etwa wöchentlich oder monatlich, um eine weitere Periode erweitert und gleichzeitig aktualisiert wird.
- Rugged Computer
Ein Rugged Computer ist ein IT-Gerät, das speziell für den Einsatz unter widrigen Bedingungen wie Stößen, Staub, Feuchtigkeit oder extremen Temperaturen konstruiert wurde. Typische Bauformen sind Rugged Tablets, mobile Handhelds und fahrzeugmontierte Terminals.
- Rüstzeit
Rüstzeit bezeichnet die Zeitspanne, die benötigt wird, um eine Maschine, eine Anlage oder einen Arbeitsplatz von einem laufenden Auftrag auf einen neuen Auftrag umzustellen. Sie ist produktionsfreie Zeit und wirkt sich direkt auf Kapazität, Losgröße und Durchlaufzeit aus.
- S/4HANA
- SAP
SAP ist ein ERP-Softwareanbieter, dessen Plattform Geschäftsprozesse in Bereichen wie Lagerhaltung, Beschaffung, Produktion und Finanzwesen integriert abbildet.
- SAT
Der Site Acceptance Test (SAT) ist ein Abnahmetest, der am realen Einsatzort einer Anlage durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass das System unter tatsächlichen Betriebsbedingungen korrekt funktioniert.
- SCM Management
Supply Chain Management (SCM) bezeichnet die unternehmensübergreifende Steuerung aller Material-, Informations- und Finanzflüsse entlang der Lieferkette, von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung an den Endkunden.
- SKU
Eine SKU (Stock Keeping Unit) ist eine eindeutige alphanumerische Kennung, die einen Artikel in einer bestimmten Ausprägung, etwa Farbe, Größe oder Verpackungseinheit, unverwechselbar identifiziert.
- SPS
Eine Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) ist ein industrieller Rechner, der Maschinen und Anlagen in der Intralogistik durch frei programmierbare Logik steuert und überwacht. Sie bildet die unterste Automatisierungsebene und kommuniziert mit Sensoren, Aktuatoren und übergeordneten Leitsystemen.
- SSCC-Nummer
Der SSCC (Serial Shipping Container Code) ist eine international standardisierte, 18-stellige Nummer, die eine logistische Einheit wie eine Palette oder ein Versandgebinde weltweit eindeutig identifiziert.
- SaaS
SaaS (Software as a Service) bezeichnet ein Cloud-Betriebsmodell, bei dem Software nicht lokal installiert, sondern über das Internet als abonnierter Dienst bereitgestellt wird.
- Sammelgut
Sammelgut bezeichnet ein Transportkonzept, bei dem Sendungen mehrerer Versender zu einer gemeinsamen Ladung konsolidiert und zusammen befördert werden. Es ermöglicht den wirtschaftlichen Transport von Teilladungen, die allein kein vollständiges Fahrzeug füllen würden.
- Sattelauflieger
Ein Sattelauflieger ist ein Anhänger ohne eigene Vorderachse, der über einen Sattelkupplungsmechanismus mit einer Sattelzugmaschine verbunden wird und einen Teil seines Gewichts auf dieser abstützt.
- Sattelzug
Ein Sattelzug ist eine Fahrzeugkombination aus Sattelzugmaschine und Sattelauflieger, die über eine Sattelkupplung verbunden sind. Er gilt als Standardfahrzeug im europäischen Straßengüterverkehr und ermöglicht hohe Nutzlasten bei flexiblem Auflieger-Wechsel.
- Sattelzugmaschine
Die Sattelzugmaschine ist das motorisierte Zugfahrzeug eines Sattelzugs, das Antrieb und Steuerung übernimmt und über eine Sattelkupplung mit dem Auflieger verbunden wird. Sie trägt einen Teil der Aufliegerlast und bestimmt maßgeblich Reichweite, Nutzlast und Betriebskosten des Gesamtgespanns.
- Schmalganglager
Ein Schmalganglager ist ein Regallager, dessen Fahrgassen so eng dimensioniert sind, dass nur speziell geführte Flurförderzeuge oder Regalbediengeräte eingesetzt werden können. Es ermöglicht eine deutlich höhere Flächennutzung als konventionelle Breitganglager.
- Schubmaststapler
Ein Schubmaststapler ist ein elektrisch betriebenes Flurförderzeug, bei dem der Lastmast teleskopierbar nach vorn ausgefahren wird, um Paletten in Hochregalanlagen aufzunehmen und abzusetzen.
- Schüttgut
Schüttgut bezeichnet lose, unverpackte Materialien wie Granulate, Pulver, Getreide oder Sand, die ohne Einzelverpackung transportiert und gelagert werden. Für Handhabung und Lagerung sind spezielle Fördertechnik, Silos oder Behältersysteme erforderlich.
- Scope 1 2 3
Scope 1, 2 und 3 sind die drei Kategorien des Greenhouse Gas Protocol, mit denen Unternehmen ihre Treibhausgasemissionen nach Verursachungsprinzip und Verantwortungsbereich strukturieren.
- Sea Waybill
Ein Sea Waybill ist ein nicht übertragbares Seefrachtdokument, das den Beförderungsvertrag und den Warenempfang bestätigt. Anders als das Bill of Lading verbrieft es kein Eigentumsrecht und muss für die Auslieferung nicht im Original vorgelegt werden.
- Segmentierung
Segmentierung bezeichnet die systematische Einteilung von Artikeln, Kunden oder Sendungen in Gruppen mit ähnlichen Eigenschaften oder Anforderungen. Sie bildet die Grundlage für differenzierte Prozesse, Service Levels und eine transparente Kostensteuerung in der Intralogistik.
- Sekundärbedarf
Sekundärbedarf bezeichnet den Bedarf an Baugruppen, Einzelteilen und Halbfabrikaten, der rechnerisch aus dem Primärbedarf abgeleitet wird. Grundlage der Ermittlung sind Stücklisten, die festlegen, welche Komponenten für die Herstellung eines Endprodukts benötigt werden.
- Senke
Eine Senke ist in der Materialflussplanung der Zielpunkt, an dem Material ankommt und aus dem Fluss ausscheidet. Sie bildet das Gegenstück zur Quelle und ist ein grundlegendes Modellierungselement in Lagerplanung, Simulation und Steuerungslogik.
- Seriennummer
Eine Seriennummer ist eine eindeutige Kennung, die einem einzelnen Exemplar eines Produkts zugewiesen wird und es von allen anderen Einheiten desselben Artikels unterscheidbar macht. Sie bildet die Grundlage für stückgenaue Rückverfolgbarkeit in Produktion, Lager und After-Sales.
- Service Level Agreement
Ein Service Level Agreement (SLA) ist ein Vertrag oder Vertragsbestandteil, der messbare Leistungsziele zwischen Auftraggeber und Dienstleister verbindlich festlegt. Es regelt unter anderem Kennzahlen wie Liefertreue, Verfügbarkeit oder Reaktionszeiten sowie die Konsequenzen bei Abweichungen.
- Sicherheitsbestand
Der Sicherheitsbestand ist ein kalkulierter Pufferbestand, der über den rechnerisch ermittelten Bedarf hinaus gehalten wird, um bei unvorhergesehenen Nachfrageschwankungen oder Lieferverzögerungen Fehlmengen zu vermeiden.
- Skalierbarkeit Logistiksysteme
Skalierbarkeit beschreibt die Fähigkeit eines Logistiksystems, bei steigendem Auftragsvolumen, wachsender Standortanzahl oder erhöhter Nutzerzahl leistungsfähig zu bleiben, ohne dass Kosten und Komplexität unverhältnismäßig zunehmen. Sie umfasst sowohl technische als auch operative Dimensionen.
- Slotting
Slotting bezeichnet die systematische Zuweisung von Lagerplätzen zu Artikeln mit dem Ziel, Wege, Zeiten und Ressourcen im Lager zu minimieren. Die Platzierung richtet sich dabei nach Kriterien wie Zugriffshäufigkeit, Gewicht, Volumen oder Auftragszusammenhängen.
- Smart Control IPC
Ein Smart Control IPC ist ein industrietauglicher PC, der in Logistik- und Produktionsumgebungen für Steuerungs-, Überwachungs- und Bedienaufgaben eingesetzt wird. Er verbindet die Rechenleistung moderner IT-Hardware mit den Robustheitsanforderungen industrieller Dauerbetriebsszenarien.
- Software zur Lagerplanung
Software zur Lagerplanung unterstützt Logistikverantwortliche dabei, Layout, Kapazität und Materialfluss eines Lagers digital zu planen, noch bevor die erste Schraube gesetzt wird. Sie ermöglicht den Vergleich von Szenarien und liefert eine belastbare Grundlage für Investitionsentscheidungen.
- Spedition
Eine Spedition organisiert Transporte und logistische Leistungen im Auftrag von Versendern oder Empfängern. Sie vermittelt zwischen Auftraggeber und ausführendem Frachtführer und übernimmt die operative Steuerung der Sendungsabwicklung.
- Speditionsauftrag Definition
Ein Speditionsauftrag ist die formale Beauftragung einer Spedition, einen Transport zu organisieren oder logistische Leistungen zu erbringen. Er legt alle relevanten Sendungs-, Termin- und Servicedaten verbindlich fest und bildet die vertragliche Grundlage für die Abwicklung.
- Sprachgestütztes Kommissionieren
Sprachgestütztes Kommissionieren bezeichnet ein Verfahren, bei dem Lagermitarbeitende Pickanweisungen über ein Headset empfangen und Entnahmen per Sprachbefehl oder Checkziffer bestätigen.
- Stammdaten und Bewegungsdaten
Stammdaten beschreiben dauerhaft gültige Grundinformationen wie Artikel, Lagerplätze oder Geschäftspartner, während Bewegungsdaten Transaktionsvorgänge wie Wareneingänge, Picks oder Umlagerungen festhalten.
- Stammdaten-Logistik
Stammdaten-Logistik bezeichnet die Gesamtheit stabiler Grunddaten, die logistische Objekte wie Artikel, Lagerplätze, Kunden und Lieferanten eindeutig beschreiben und damit die Grundlage für alle Prozesse in Lager, Transport und Beschaffung bilden.
- Staplerterminals
Ein Staplerterminal ist ein fahrzeugmontiertes Bediengerät mit Display, Tastatur oder Touchscreen, das Gabelstapler und andere Flurförderzeuge an Warehouse-Management-Systeme anbindet. Es versorgt Staplerfahrer in Echtzeit mit Aufträgen und Lagerinformationen direkt am Fahrzeug.
- Staubdichter Panel-PC
Ein staubdichter Panel-PC ist ein industrietauglicher Flachbildschirm-Computer mit vollständig geschlossenem Gehäuse, der Staub zuverlässig vom Innenleben fernhält. Er eignet sich für Arbeitsplätze in Lagern, Produktion oder Schüttgutumgebungen, wo handelsübliche Hardware schnell ausfällt.
- Steuerer oder Disponenten
Steuerer und Disponenten sind operative Rollen in der Intralogistik und im Transport: Disponenten planen Ressourcen wie Fahrzeuge, Touren und Personal im Voraus, während Steuerer den laufenden Betrieb überwachen und bei Abweichungen aktiv eingreifen.
- Stichtagsinventur
Die Stichtagsinventur ist eine Inventurform, bei der alle Lagerbestände zu einem einzigen, festgelegten Termin vollständig erfasst und bewertet werden. Sie gilt als klassisches Verfahren zur Bestandsaufnahme und ist handels- sowie steuerrechtlich anerkannt.
- Streckenoptimierung
Streckenoptimierung bezeichnet die systematische Verbesserung von Transportwegen, Reihenfolgen und Zeitfenstern, um Kosten, Fahrleistung und Emissionen zu reduzieren. Sie bildet die rechnerische Grundlage für Tourenplanung, Linienverkehre und die Bewertung von Distributionsnetzwerken.
- Stückgut
Stückgut bezeichnet einzeln handhabbare Sendungseinheiten, etwa Kartons, Kisten oder Paletten, die weder als Schüttgut noch als Flüssigkeit transportiert werden. Der Begriff ist in der Intralogistik und im Transportwesen grundlegend für die Planung von Verpackung, Umschlag und Lagerung.
- Stückliste
Eine Stückliste ist eine strukturierte Aufstellung aller Baugruppen, Einzelteile und Materialien, die zur Herstellung eines Produkts benötigt werden. Sie bildet die Grundlage für Materialplanung, Beschaffung und Produktionsversorgung in ERP- und MRP-Systemen.
- Supply Chain Management
Supply Chain Management (SCM) bezeichnet die ganzheitliche Planung, Steuerung und Kontrolle aller Material-, Informations- und Finanzflüsse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Rohstoffbeschaffung bis zur Auslieferung beim Endkunden.
- Supply-Chain-Execution
Supply-Chain-Execution (SCE) bezeichnet die operative Ausführung aller physischen und informatorischen Prozesse entlang der Lieferkette, von der Einlagerung über Kommissionierung und Transport bis zur Auslieferung.
- Systemlandschaft Logistik
Die Systemlandschaft Logistik bezeichnet die Gesamtheit aller IT-Systeme, Anwendungen und Integrationen, die in einem Unternehmen für Lager, Transport und Supply Chain im Einsatz sind. Sie umfasst sowohl die einzelnen Lösungen als auch ihre Datenflüsse und gegenseitigen Abhängigkeiten.
- Systemlieferant
Ein Systemlieferant ist ein Anbieter, der eine vollständige, integrierte Lösung aus Technik, Software, Schnittstellen und Services aus einer Hand liefert. Er übernimmt dabei die Gesamtverantwortung für das Zusammenspiel aller Komponenten.
- TCO
TCO (Total Cost of Ownership) bezeichnet alle Kosten, die über den gesamten Lebenszyklus eines Systems, einer Anlage oder eines Dienstleistungsvertrags anfallen. Der Begriff bildet damit eine umfassendere Entscheidungsgrundlage als der reine Anschaffungspreis.
- TM
Transportmanagement (TM) bezeichnet die softwaregestützte Planung, Steuerung und Überwachung von Transporten entlang der Lieferkette. TM-Systeme koordinieren Frachtaufträge, Carrier-Auswahl, Routenplanung und Transportkosten in einem zentralen System.
- TMS
Ein Transport Management System (TMS) ist eine Softwarelösung zur Planung, Steuerung und Überwachung aller Transportprozesse entlang der Lieferkette. Es unterstützt die Auswahl von Carriern, die Tourenplanung, Frachtkostenabrechnung und das Sendungsmonitoring.
- TMS Software
TMS Software (Transport Management System) ist eine Softwarelösung zur Planung, Steuerung und Abrechnung von Transporten. Sie deckt den gesamten Lebenszyklus einer Sendung ab, von der Erfassung über die Carrier-Auswahl bis zur Frachtkostenprüfung.
- Tablarlager
Ein Tablarlager ist ein Lagertyp, der Artikel auf standardisierten Flachträgern, sogenannten Tablaren oder Trays, lagert und bereitstellt. Es eignet sich besonders für Kleinteile mit hoher Variantenvielfalt und wird sowohl manuell als auch vollautomatisiert betrieben.
- Tablet-Computer
Ein Tablet-Computer ist ein tragbares, flaches Gerät mit Touchscreen-Bedienung, das in der Intralogistik für mobile Aufgaben wie Wareneingang, Qualitätsprüfung und Leitstandfunktionen eingesetzt wird.
- Telematik
Telematik bezeichnet die Erfassung, Übertragung und Auswertung von Fahrzeug- und Transportdaten in Echtzeit. Sie verbindet Bordelektronik, GPS-Ortung und IT-Systeme, um Transparenz über Fahrzeugzustand, Position und Fahrerereignisse herzustellen.
- Terminal Computer
Ein Terminal Computer ist ein stationäres oder fahrzeugmontiertes Industrie-Endgerät, das als Bedien- und Anzeigeeinheit für Lagerverwaltungssysteme, Leitstände oder Maschinensteuerungen eingesetzt wird. Er ist auf dauerhaften Betrieb unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen ausgelegt.
- Throughput
Throughput bezeichnet den Durchsatz eines Lager- oder Fördersystems und gibt an, wie viele Einheiten, etwa Picks, Pakete oder Paletten, pro Zeiteinheit verarbeitet werden können. Er ist die zentrale Kennzahl zur Bewertung der Leistungsfähigkeit intralogistischer Anlagen und Prozesse.
- Tiefkühletiketten
Tiefkühletiketten sind Etiketten, die speziell für den Einsatz bei tiefen Minus-Temperaturen ausgelegt sind und auch unter Feuchtigkeit, Kondensation und Gefriertemperaturen zuverlässig haften sowie lesbar bleiben.
- Total Cost of Ownership
Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet die Summe aller Kosten, die über den gesamten Lebenszyklus einer Investition anfallen, von der Anschaffung bis zur Entsorgung. Die Methode hilft dabei, Kaufentscheidungen nicht allein am Kaufpreis, sondern an den realen Gesamtkosten auszurichten.
- Total Landed Cost
Total Landed Cost bezeichnet die Gesamtkosten, die für ein Produkt bis zu seinem definierten Zielort anfallen. Sie umfasst neben dem Einkaufspreis alle Transport-, Zoll-, Versicherungs- und Handlingkosten.
- Totzeit
Totzeit bezeichnet die Zeitspanne zwischen einem auslösenden Ereignis und der ersten messbaren Reaktion eines Systems. In der Intralogistik beeinflusst sie Steuerungsgenauigkeit, Pufferplanung und die Zuverlässigkeit von SLA-Messungen.
- Touch-Computer
Ein Touch-Computer ist ein touchfähiger Industrie-PC oder ein robustes Terminal, das über einen berührungsempfindlichen Bildschirm bedient wird. Er kommt in Lager, Produktion und Leitstand überall dort zum Einsatz, wo schnelle, medienbruchfreie Dateneingabe ohne Tastatur oder Maus gefragt ist.
- Tourenverwaltung
Tourenverwaltung bezeichnet die operative Organisation, Steuerung und Überwachung von Liefertouren im Verteiler- oder Werksverkehr. Sie umfasst alle Schritte von der Tourenfreigabe über die Fahrerkommunikation bis zur Auswertung abgeschlossener Fahrten.
- Track-and-Trace
Track-and-Trace bezeichnet die lückenlose Sendungsverfolgung entlang des gesamten Transport- und Umschlagprozesses. Statusereignisse wie Abholung, Umschlag und Zustellung werden in Echtzeit erfasst und für alle Beteiligten sichtbar gemacht.
- Transaktionskosten
Transaktionskosten sind alle Kosten, die durch die Koordination, Steuerung und Abwicklung von Geschäftsvorgängen entstehen, also nicht für die eigentliche Leistung selbst, sondern für deren Organisation.
- Transportauftrag
Ein Transportauftrag ist die formale Anweisung, eine Sendung von einem Abholort zu einem Zustellort zu befördern. Er bildet die operative Grundlage für die Durchführung, Steuerung und Abrechnung des Transports.
- Transporter
Ein Transporter ist ein leichtes Nutzfahrzeug unterhalb der klassischen Lkw-Klassen, das vor allem für Kurier-, Express- und Nahverkehrstransporte sowie die letzte Meile eingesetzt wird.
- Transportkapazität
Transportkapazität bezeichnet die verfügbare Leistung zur Beförderung von Gütern, ausgedrückt in Fahrzeugen, Ladeeinheiten, Gewicht oder Volumen pro Zeiteinheit. Sie bestimmt, wie viel Ware ein Netzwerk oder ein Dienstleister innerhalb eines definierten Zeitraums bewegen kann.
- Transportleitsystem
Ein Transportleitsystem (TLS) steuert und koordiniert innerbetriebliche Transportaufträge zwischen Lagerzonen, Produktion und Warenausgang. Es verwaltet Ressourcen wie Flurförderzeuge, FTS oder Fördertechnik und sorgt für eine priorisierte, effiziente Auftragsabwicklung in Echtzeit.
- Transportlogistik
Transportlogistik umfasst die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Gütertransporte zwischen und innerhalb von Standorten. Sie verbindet operative Durchführung mit strategischen Aufgaben wie Verkehrsträgerwahl, Carrier-Management und Frachtkostenkontrolle.
- Transportmanagement
Transportmanagement bezeichnet die systematische Planung, Steuerung und Kontrolle aller Transportvorgänge, intern wie mit externen Dienstleistern. Es umfasst Prozesse, Rollen und oft digitale Systeme, um Sendungen effizient, kostentransparent und zuverlässig abzuwickeln.
- Transportsystem
Ein Transportsystem bezeichnet die Gesamtheit aller technischen Einrichtungen, Prozesse und organisatorischen Strukturen, die den physischen Transport von Waren, Gütern oder Materialien ermöglichen.
- Transportunternehmen
Ein Transportunternehmen befördert Waren physisch mit eigenem Fuhrpark und Personal von einem Abgangsort zu einem Bestimmungsort. Es tritt dabei in der Regel als ausführender Frachtführer auf und ist direkt für die Durchführung des Transports verantwortlich.
- UI
UI (User Interface) bezeichnet die Benutzeroberfläche eines Softwaresystems, also alle Elemente, über die du als Anwender mit dem System interagierst. Dazu gehören Eingabefelder, Schaltflächen, Menüs, Anzeigebereiche und die visuelle Gesamtstruktur einer Anwendung.
- UWB
UWB (Ultra-Wideband) ist eine Funktechnologie, die mithilfe extrem kurzer Hochfrequenzimpulse Objekte und Personen in Echtzeit mit Zentimetergenauigkeit orten kann. Im Unterschied zu WLAN oder Bluetooth erreicht UWB dabei eine deutlich höhere Lokalisierungspräzision bei geringer Störanfälligkeit.
- UX
UX (User Experience) bezeichnet die Gesamtheit aller Erfahrungen, die eine Person bei der Nutzung eines Systems macht, von der ersten Orientierung bis zur routinierten Bedienung.
- Umlagerung
Eine Umlagerung ist eine Bestandsbewegung zwischen zwei Lagerorten oder Standorten, die im WMS oder ERP als Buchung erfasst wird. Sie dient der Bestandsoptimierung, der Sicherstellung von Pickeffizienz und dem Kapazitätsausgleich.
- Umlaufregallager
Ein Umlaufregallager ist ein automatisiertes Karussellsystem, bei dem Lagerplätze kontinuierlich rotieren und die benötigte Ware automatisch zur Entnahmestelle transportiert wird. Es folgt dem Ware-zum-Mann-Prinzip und wird vor allem für die Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen eingesetzt.
- Umschlag
Umschlag bezeichnet in der Intralogistik und im Güterverkehr das Bewegen, Be- und Entladen sowie Umladen von Waren an Knotenpunkten wie Hubs, Terminals oder Depots. Dabei wechseln Sendungen häufig den Verkehrsträger oder werden für die Weiterverteilung neu gebündelt.
- Umschlagshäufigkeit
Die Umschlagshäufigkeit gibt an, wie oft ein Lagerbestand innerhalb eines definierten Zeitraums vollständig erneuert wird. Sie ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung von Kapitalbindung und Lagereffizienz.
- Umverpackung
Umverpackung bezeichnet das nachträgliche Neu- oder Umverpacken von Waren, um Anforderungen aus Versand, Handel oder Produktion zu erfüllen. Sie ist eine eigenständige, dem Standardverpackungsprozess nachgelagerte Leistung und zählt häufig zu den Value Added Services in der Lagerlogistik.
- Unternehmenslogistik
Unternehmenslogistik bezeichnet alle logistischen Funktionen, die innerhalb eines Unternehmens stattfinden, von der Beschaffung über Produktion und Lagerung bis hin zu Distribution und Retouren.
- Überlagernahme
Überlagernahme bezeichnet die Übernahme von Lagerbeständen, die das geplante Lageralter überschritten haben oder nicht mehr regulär abverkauft werden können.
- VDA 5050
VDA 5050 ist ein offener Kommunikationsstandard, der die herstellerübergreifende Steuerung von fahrerlosen Transportsystemen (AGV) und autonomen mobilen Robotern (AMR) über eine einheitliche Schnittstelle ermöglicht.
- Value Added Services
Value Added Services (VAS) sind Zusatzleistungen im Lager oder Fulfillment, die über Standardeinlagerung, Kommissionierung und Versand hinausgehen. Typische Beispiele sind Etikettierung, Kitting, Umverpackung, Qualitätsprüfung und Retourenaufbereitung.
- Variantenmanagement
Variantenmanagement bezeichnet die systematische Steuerung von Produkt- und Prozessvarianten durch Regeln, Datenmodelle und Prozesse, um Komplexität beherrschbar zu halten.
- Vendor Lock-in
Vendor Lock-in bezeichnet die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, die einen Wechsel technisch, vertraglich oder wirtschaftlich erheblich erschwert oder verteuert. Er entsteht häufig durch proprietäre Schnittstellen, fehlende Datenportabilität oder hohe Wechselkosten.
- Vendor Managed Inventory
Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein Kooperationsmodell, bei dem der Lieferant die Bestandsführung beim Kunden übernimmt und eigenverantwortlich für Nachschub sorgt. Der Kunde stellt dafür Verbrauchs- und Bestandsdaten bereit und definiert verbindliche Rahmenwerte wie Mindest- und Maximalbestand.
- Verfrachter Definition
Der Verfrachter ist im Transportrecht die Vertragspartei, die sich gegenüber dem Absender zur Beförderung von Gütern verpflichtet. Der Begriff wird besonders in der Seefracht verwendet und ist von Spediteur und Frachtführer rechtlich klar abzugrenzen.
- Verkehrsträger
Ein Verkehrsträger ist die physische Infrastruktur oder das Medium, über das Güter transportiert werden. Das sind Straße, Schiene, Wasserweg oder Luftraum. Die Wahl des Verkehrsträgers bestimmt maßgeblich Kosten, Laufzeit und CO₂-Emissionen einer Transportkette.
- Versand
Versand bezeichnet alle Prozessschritte vom fertig kommissionierten Auftrag bis zur Übergabe der Ware an den Carrier und der abschließenden Dokumentation im System. Dazu gehören Packen, Kennzeichnen, Verladen sowie die Rückmeldung an ERP oder WMS.
- Versandabwicklung
Versandabwicklung bezeichnet den operativen Prozess, bei dem Sendungen verpackt, gekennzeichnet, dokumentiert und an Carrier übergeben werden. Sie umfasst alle Schritte vom Packplatz bis zur Statusrückmeldung an WMS oder ERP.
- Versandarten
Versandarten sind definierte Kategorien, nach denen Sendungen in der Logistik klassifiziert und gesteuert werden, etwa nach Service-Level, Carrier, Laufzeit oder Abrechnungsregel. Sie bilden die Grundlage für die Prozesssteuerung im Lager, Transport und in der Auftragsabwicklung.
- Versanddienstleistungen
Versanddienstleistungen sind Leistungen rund um Transport und Zustellung, die über die reine Beförderung hinausgehen. Typische Beispiele sind Avisierung, Zeitfensterzustellung, Identprüfung, Nachnahme, Sperrgutabwicklung und Temperaturführung.
- Versandkosten
Versandkosten umfassen alle Kosten, die beim Versand einer Sendung entstehen, von der Carrier-Fracht über Verpackungsmaterial und Packzeit bis hin zu Zuschlägen, Etiketten und Versicherung. Sie sind damit breiter gefasst als reine Frachtkosten, die nur den Carrier-Anteil abbilden.
- Verzichtskunde
Ein Verzichtskunde ist ein Kunde, auf den ein Unternehmen bewusst verzichtet, weil die Geschäftsbeziehung wirtschaftlich oder operativ nicht tragfähig ist. Typische Ursachen sind ein hoher Cost-to-Serve, geringe Margen oder wiederkehrende Prozessstörungen.
- Virtuelles Lager
Ein virtuelles Lager ist eine rein logische Lagerstruktur im Warehouse-Management-System, die Bestände organisatorisch trennt, ohne einem eigenen physischen Ort zu entsprechen. Es bildet Prozess- und Eigentumsgrenzen im System ab, etwa für Qualitätssperren, Transitbestände oder Konsignationsware.
- WCS
Ein Warehouse Control System (WCS) ist eine Steuerungssoftware, die in der Intralogistik zwischen dem Warehouse Management System (WMS) und der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) einzelner Anlagen vermittelt. Es koordiniert den Materialfluss auf Förder- und Automatisierungstechnik in Echtzeit.
- WES
Ein Warehouse Execution System (WES) koordiniert in Echtzeit die Prozesse und Ressourcen eines Lagers, es verbindet die strategische Ebene des WMS mit der operativen Steuerung von Fördertechnik und Subsystemen.
- WLAN im Lager
WLAN im Lager bezeichnet die drahtlose Netzwerkinfrastruktur, die mobile Endgeräte wie Scanner, MDE-Geräte und Staplerterminals im Lagerumfeld mit dem Unternehmensnetzwerk verbindet.
- WM
WM (Warehouse Management) bezeichnet die im ERP-Kontext integrierten Lagerverwaltungsfunktionen, die Lagerbestände, Lagerbewegungen und Lagerstrukturen abbilden.
- WMS
Ein Warehouse Management System (WMS) ist eine Softwarelösung zur operativen Steuerung und Verwaltung aller Lagerprozesse, von der Einlagerung über die Kommissionierung bis zur Warenausgabe. Es koordiniert Lagerplätze, Bestände, Ressourcen und Mitarbeitereinsatz in Echtzeit.
- Ware-zum-Mann
Ware-zum-Mann ist ein Kommissionierprinzip, bei dem Lagerbehälter, Tablare oder Behälter automatisiert zur Arbeitsstation transportiert werden, anstatt dass Mitarbeitende zu den Lagerorten laufen. Es reduziert Laufwege, steigert den Durchsatz und verbessert die Ergonomie am Arbeitsplatz.
- Warehouse Management Software
Warehouse Management Software (WMS) ist eine Softwarelösung zur operativen Steuerung und Optimierung aller Lagerprozesse, von Wareneingang und Einlagerung über Kommissionierung bis zum Warenausgang.
- Warenausgang
Der Warenausgang bezeichnet den Prozessbereich im Lager, in dem Waren nach abgeschlossener Kommissionierung für den Versand vorbereitet, geprüft und physisch an den Transportdienstleister übergeben werden.
- Wareneingang
Der Wareneingang ist der erste Prozessschritt im Lager, bei dem eintreffende Lieferungen entladen, identifiziert, geprüft, gebucht und zur Einlagerung oder Weiterverarbeitung bereitgestellt werden.
- Wareneingangskontrolle
Die Wareneingangskontrolle ist die systematische Prüfung angelieferter Waren, bevor sie in den verfügbaren Lagerbestand übernommen werden. Sie umfasst Mengen-, Qualitäts- und Dokumentenprüfungen sowie die Entscheidung über Freigabe, Sperrung oder Reklamation.
- Warenplatzierung
Warenplatzierung bezeichnet die systematische Zuordnung von Artikeln zu Lagerplätzen mit dem Ziel, Laufwege zu verkürzen, die Fläche effizient zu nutzen und Pickleistung sowie Bestandssicherheit zu verbessern.
- Warenverteilzentrum
Ein Warenverteilzentrum ist ein zentraler oder regionaler Logistikstandort, der Waren bündelt, lagert, kommissioniert und von dort an Filialen, Kunden oder Produktionsstätten verteilt. Es kann als Zentrallager, Regionallager oder Cross-Dock-Anlage betrieben werden.
- Warenwirtschaftssystem
Ein Warenwirtschaftssystem (WWS) ist eine Software zur integrierten Verwaltung von Warenflüssen, Beständen und kaufmännischen Prozessen in Handel und Industrie. Es bildet typischerweise Einkauf, Verkauf, Disposition, Artikelstammdaten und Belegwesen in einem System ab.
- Wasserdichter Panel-PC
Ein wasserdichter Panel-PC ist ein industrietauglicher Flachrechner mit integriertem Display, der durch spezielle Gehäusekonstruktion und Dichtungssysteme gegen Eindringen von Wasser oder Feuchtigkeit geschützt ist.
- Wechselbrücke
Eine Wechselbrücke ist ein genormter, abnehmbarer Lkw-Aufbau, der auf eigenen Stützbeinen abgestellt und ohne Kran von einem Fahrzeug getrennt werden kann. Sie ermöglicht den entkoppelten Warenumschlag im Straßengüterverkehr und ist im Stückgut- sowie Linienverkehr weit verbreitet.
- Werkverkehr
Werkverkehr bezeichnet den Transport von Gütern mit firmeneigenen Fahrzeugen ausschließlich für betriebseigene Zwecke. Er ist keine gewerbliche Transportdienstleistung und unterliegt eigenen rechtlichen Rahmenbedingungen.
- Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette umfasst alle aufeinanderfolgenden Stufen, die zur Entstehung und Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen, von der Rohstoffgewinnung bis zum Kundenservice.
- Wertschöpfungsprozess
Ein Wertschöpfungsprozess ist ein definierter Ablauf, der direkt zur Leistungserstellung beiträgt, etwa Kommissionierung, Verpackung oder Versand. Er umfasst Inputs, Outputs, Ressourcen und Messgrößen und bildet die operative Grundlage für Steuerung, Automatisierung und kontinuierliche…
- WxS
WxS ist ein Sammelbegriff für die drei zentralen Lager-IT-Systemklassen WMS, WCS und WES. Er hilft Logistik- und IT-Teams, Architekturentscheidungen zu strukturieren und Verantwortlichkeiten zwischen den Systemen klar abzugrenzen.
- XML
XML (Extensible Markup Language) ist ein textbasiertes, hierarchisches Datenformat, das den strukturierten Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen IT-Systemen ermöglicht.
- Yield-Management
Yield-Management bezeichnet die dynamische Steuerung von Preisen und Kapazitäten auf Basis von Nachfrageprognosen, um Erlöse zu maximieren. In der Logistik wirkt es sich vor allem auf Transportpreise, Laderaum-Verfügbarkeit und saisonale Kostenschwankungen aus.
- Zahlungsavise
Ein Zahlungsavis ist eine Mitteilung, mit der ein Zahler seinen Zahlungsempfänger über eine ausgeführte oder bevorstehende Zahlung informiert. Es enthält Referenzdaten wie Rechnungsnummern und Beträge, damit der Empfänger eingehende Zahlungen eindeutig zuordnen kann.
- Zeilenlager
Ein Zeilenlager ist eine Lagerstruktur, bei der Lagerplätze in parallel angeordneten Zeilen organisiert sind. Die Zeilen können aus Regalen, Bodenplätzen oder anderen Lagermitteln bestehen und bilden die Grundlage für Wegplanung, Zonierung und Pickstrategien.
- Zentrallager
Ein Zentrallager ist ein einzelner Lagerstandort, der mehrere Regionen, Vertriebskanäle oder Unternehmensstandorte aus einem gebündelten Bestand heraus versorgt.
- Zielarchitektur Logistik IT
Die Zielarchitektur Logistik IT beschreibt den angestrebten Zielzustand der IT-Landschaft in einer Logistikorganisation. Sie legt fest, welche Systeme welche Rollen übernehmen, wie Daten fließen und nach welchen Prinzipien Schnittstellen gestaltet werden.
- Zoll
Zoll bezeichnet die staatlich geregelten Abgaben, Verfahren und Vorschriften, die beim grenzüberschreitenden Warenverkehr anfallen. Er umfasst Einfuhr- und Ausfuhrprozesse, Zolltarife, Dokumentationspflichten sowie Verbote und Beschränkungen.
- Zolllager
Ein Zolllager ist ein behördlich zugelassenes Lagerverfahren, bei dem Nicht-Gemeinschaftswaren unter zollamtlicher Überwachung gelagert werden, ohne dass Einfuhrabgaben sofort fällig werden.
- Zolltarifnummer
Die Zolltarifnummer ist eine international standardisierte Warennummer, die Güter für Zollzwecke klassifiziert und damit Zollsätze, Einfuhrbeschränkungen sowie Compliance-Anforderungen bestimmt.
- Zugriffshäufigkeit
Zugriffshäufigkeit gibt an, wie oft innerhalb eines definierten Zeitraums auf einen Artikel oder Lagerplatz zugegriffen wird. Sie ist eine zentrale Kennzahl für die Lagerplatzoptimierung und die Planung von Kommissionierzonen.
- Zulieferer
Ein Zulieferer ist ein Unternehmen, das Rohstoffe, Komponenten, Halbfertigprodukte oder Baugruppen an einen weiterverarbeitenden Betrieb liefert. Der Begriff betont die Einbindung in eine Produktions- oder Montagekette, in der die Lieferperformance des Zulieferers direkt die eigene Liefer- und…
- Zwischenlager
Ein Zwischenlager ist eine temporäre Lagerstufe, die zwei aufeinanderfolgende Prozessschritte oder Standorte entkoppelt und als Puffer für Kapazitäts- oder Taktschwankungen dient. Es kann als physische Fläche oder als virtuelles Lager im System abgebildet sein.

