Global Positioning System (GPS)
Auch: GPS, Global Positioning System, GNSS, Satellitenortung, Satellitennavigation, GPS-Tracking, GPS-Ortung
KI-generiert
Das Global Positioning System (GPS) ist ein satellitengestütztes Navigationssystem, das Empfangsgeräten weltweit ihre genaue geografische Position übermittelt. In der Logistik bildet es die technische Grundlage für Fahrzeugortung, Sendungsverfolgung und Transportplanung.
Das Wichtigste in Kürze
- GPS berechnet Positionen aus den Signallaufzeiten mehrerer Satelliten und ist die Basis für Fahrzeugortung und Sendungsverfolgung in der Transportlogistik.
- Innerhalb von Gebäuden funktioniert GPS nicht zuverlässig; dort sind ergänzende Technologien wie UWB oder BLE notwendig.
- Für die Übermittlung von Positionsdaten an externe Systeme ist eine separate Mobilfunkverbindung erforderlich.
- Moderne Empfänger nutzen häufig mehrere Satellitennavigationssysteme gleichzeitig, um Genauigkeit und Ausfallsicherheit zu erhöhen.
- Datenschutz und Betriebsvereinbarungen sind bei fahrerbezogener GPS-Ortung zwingend zu berücksichtigen.
Was ist GPS?
Das Global Positioning System (GPS) ist ein vom US-Militär entwickeltes und heute zivil genutztes Satellitennavigationssystem. Es besteht aus einem Netz von Satelliten im Erdorbit, Bodenstationen zur Systemkontrolle und Empfangsgeräten, die aus den Signallaufzeiten mehrerer Satelliten ihre eigene Position berechnen. Die Positionsbestimmung funktioniert im Freien weltweit und rund um die Uhr, ohne dass das Gerät selbst Daten senden muss. Für die Übertragung der ermittelten Koordinaten an externe Plattformen ist allerdings eine zusätzliche Kommunikationsverbindung, in der Regel Mobilfunk, erforderlich.
GPS in der Praxis der Intralogistik und des Transports
In der Transportlogistik ist GPS die Kerntechnologie für Telematiksysteme. Fahrzeuge, Container, Wechselbrücken und mobile Assets werden mit GPS-fähigen Trackern ausgestattet, die ihre Position in konfigurierbaren Intervallen oder bei definierten Ereignissen an ein Transport-Management-System (TMS) oder eine Tracking-Plattform melden. Daraus entstehen folgende Anwendungsfälle:
- Echtzeit-Ortung von Lkw und Trailern auf der Strecke
- Berechnung und laufende Aktualisierung von Ankunftszeiten (ETA)
- Geofencing: automatische Benachrichtigungen, wenn ein Fahrzeug ein definiertes Gebiet betritt oder verlässt
- Nachweis von Standzeiten, Routen und Grenzüberquerungen für Compliance und Abrechnung
- Track-and-Trace für Kunden und Disponenten
Innerhalb von Gebäuden, also in der klassischen Intralogistik, stößt GPS an physikalische Grenzen, weil Satellitensignale durch Dächer und Wände stark gedämpft werden. Dort kommen ergänzende oder alternative Technologien wie Ultra-Wideband (UWB), Bluetooth Low Energy (BLE) oder WLAN-basierte Ortung zum Einsatz.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Die Genauigkeit handelsüblicher GPS-Empfänger liegt im Bereich weniger Meter, reicht für die Straßennavigation und Geofencing auf Depot-Ebene also aus. Höhere Präzision, etwa für automatisierte Fahrzeuge auf Betriebsgeländen, erfordert Korrektursignale wie DGPS oder RTK. Weitere relevante Kriterien sind:
- Updaterate: Wie häufig werden Positionsdaten übertragen? Häufige Intervalle erhöhen die Datenqualität, aber auch die Mobilfunk- und Speicherkosten.
- Roaming und Konnektivität: Internationale Transporte erfordern Mobilfunkverträge mit Roaming-Abdeckung oder Dual-SIM-Lösungen.
- Datenschutz: Personenbezogene Daten entstehen, sobald GPS-Daten Fahrern zugeordnet werden können. Betriebsvereinbarungen und DSGVO-Anforderungen sind zu beachten.
- Integration: Die Positionsdaten müssen verlässlich in TMS, ERP oder Kundenportale fließen. Offene APIs und standardisierte Schnittstellen erleichtern das erheblich.
- Hardwarerobustheit: Tracker für den Außeneinsatz müssen Temperaturschwankungen, Erschütterungen und Feuchtigkeit standhalten.
Neben GPS gibt es weitere globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) wie das europäische Galileo, das russische GLONASS und das chinesische BeiDou. Moderne Empfänger nutzen oft mehrere Systeme gleichzeitig, was Genauigkeit und Verfügbarkeit verbessert. In der Praxis wird „GPS
Verwandte Begriffe
- API
Eine API (Application Programming Interface) ist eine definierte Schnittstelle, über die zwei Softwaresysteme automatisiert und standardisiert Daten austauschen können. In der Intralogistik verbindet sie Systeme wie WMS, ERP oder TMS miteinander und mit externen Diensten.
- Avisierung
Avisierung bezeichnet die Vorankündigung einer Lieferung durch den Lieferanten an den Empfänger, bevor die Ware eintrifft. Sie versetzt das Lager in die Lage, Personal, Rampenkapazität und Einlagerungsprozesse rechtzeitig zu planen.
- Blockchain
Blockchain ist eine kryptografisch verkettete, verteilte Datenstruktur, in der Transaktionen manipulationsresistent und für alle Teilnehmer nachvollziehbar gespeichert werden.
- Carrier
Ein Carrier ist ein Transportdienstleister, der Waren physisch von einem Abgangsort zu einem Zielort befördert. Er übernimmt dabei die operative Verantwortung für den eigentlichen Transport, im Gegensatz zu Spediteuren oder Logistikdienstleistern, die oft nur koordinieren.
- Cloud Computing für Logistik
Cloud Computing für Logistik bezeichnet den Betrieb von Logistiksoftware und Datenplattformen über externe Cloud-Dienste anstelle lokaler Rechenzentren. Typische Anwendungen sind Warehouse-Management-Systeme, Transportmanagementsysteme, Track-and-Trace sowie BI- und Integrationsplattformen.
- Datenanalyse
Datenanalyse bezeichnet die systematische Auswertung von Rohdaten aus Logistik- und IT-Systemen, um Leistungskennzahlen zu messen, Ursachen von Abweichungen zu identifizieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
- Disposition
Disposition bezeichnet die operative Planung und Steuerung von Ressourcen, Mengen und Aufträgen in der Logistik, etwa in der Transport- oder Materialdisposition. Sie umfasst Zuweisung von Kapazitäten, Terminierung, Priorisierung und Reaktion auf Störungen.
- Dispositionssoftware
Dispositionssoftware ist eine Softwarelösung zur operativen Planung, Steuerung und Optimierung von Transporten, Touren und Ressourcen in der Logistik. Sie unterstützt Disponenten dabei, Aufträge, Kapazitäten und Zeitfenster effizient zu koordinieren.
- Distributionslogistik
Distributionslogistik umfasst alle Prozesse, die Waren vom Hersteller oder Lager bis zum Endkunden bringen, von der Netzwerkplanung über Lagerung und Transport bis zur Auftragsabwicklung.
- Track-and-Trace
Track-and-Trace bezeichnet die lückenlose Sendungsverfolgung entlang des gesamten Transport- und Umschlagprozesses. Statusereignisse wie Abholung, Umschlag und Zustellung werden in Echtzeit erfasst und für alle Beteiligten sichtbar gemacht.

