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Logistikplanung

Auch: Logistik-Planung, Supply-Chain-Planung, Logistisches Planungskonzept, Logistikkonzept

Kurz erklärt

Logistikplanung bezeichnet die systematische Gestaltung von Prozessen, Kapazitäten und Strukturen in der Logistik, um künftige Anforderungen zuverlässig und wirtschaftlich zu erfüllen. Sie bildet die Grundlage für Investitionsentscheidungen, Ausschreibungen und die Auswahl geeigneter Technologien.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Logistikplanung?

Logistikplanung ist der strukturierte Prozess, mit dem Unternehmen ihre zukünftigen logistischen Anforderungen analysieren und in konkrete Konzepte überführen. Sie umfasst typischerweise die Lagerplanung, Materialflussplanung, Transportkonzepte, IT-Architektur, Personalbedarf und Investitionsrechnung. Der Planungshorizont reicht je nach Anlass von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren – etwa bei Neubauprojekten oder tiefgreifenden Automatisierungsvorhaben.

Logistikplanung ist dabei klar von der operativen Steuerung abzugrenzen: Während ein Warehouse-Management-System (WMS) oder ein Transport-Management-System (TMS) den laufenden Betrieb steuert, legt die Logistikplanung die strukturellen Rahmenbedingungen fest, innerhalb derer diese Systeme später arbeiten sollen.

Wie funktioniert Logistikplanung in der Praxis?

Typischerweise beginnt eine Logistikplanung mit der Erhebung und Analyse von Bewegungsdaten, Bestandsprofilen und Wachstumsszenarien. Daraus entstehen Mengengerüste für Normalzeiten und Spitzenlasten (Peaks), die als Dimensionierungsbasis für Lagerkapazitäten, Fördertechnik und Personalstärken dienen. Szenariobasierte Betrachtungen – etwa für verschiedene Wachstumspfade oder unterschiedliche Automatisierungsgrade – helfen dabei, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen.

  • Lagerplanung: Flächenbedarf, Lagertyp, Lagertechnik und Zonierung werden auf Basis von SKU-Anzahl, Orderprofil und Umschlagshäufigkeit festgelegt.
  • Materialflussplanung: Warenflüsse werden modelliert, Engpässe identifiziert und Förderstrecken oder manuelle Prozesse dimensioniert.
  • Transportkonzepte: Netzwerkstruktur, Lieferfrequenzen und die Frage Eigenleistung versus Fremdvergabe werden analysiert.
  • IT-Architektur: Systemlandschaft, Schnittstellen und Datenflüsse werden im Rahmen der Planung definiert.
  • Investitions- und Kostenplanung: CapEx- und OpEx-Szenarien bilden die Grundlage für Business Cases und Entscheidungsvorlagen.

Make-or-Buy-Entscheidungen – also die Frage, ob Logistikleistungen selbst erbracht oder an Dienstleister vergeben werden – sind ein zentrales Ergebnis vieler Planungsprojekte. Die Antwort hängt von Faktoren wie Kernkompetenz, Volumen, Skalierbarkeit und Steuerungsaufwand ab und ist anbieter- sowie unternehmensabhängig.

Worauf kommt es bei der Logistikplanung an?

Qualität und Vollständigkeit der Datenbasis sind entscheidend: Planungsaussagen sind nur so belastbar wie die zugrunde liegenden Bewegungs- und Stammdaten. Frühzeitige Einbindung aller betroffenen Bereiche – Lagerleitung, IT, Einkauf, Finanzen – erhöht die Akzeptanz und vermeidet spätere Planungsbrüche. Planungsartefakte wie Pflichtenhefte, Layouts und Business Cases dienen direkt als Grundlage für Ausschreibungen und die Lieferantenauswahl. Wer Logistikplanung als einmaligen Projektschritt begreift, läuft Gefahr, bei veränderten Anforderungen unvorbereitet zu sein – eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Planungsannahmen ist daher empfehlenswert.

Häufige Fragen

Logistikplanung umfasst Lagerplanung, Materialflussplanung, Transportkonzepte, IT-Architektur, Personalbedarf und Investitionsplanung. Je nach Anlass kommen Make-or-Buy-Analysen und Standortbewertungen hinzu. Die Planung liefert Konzepte und Entscheidungsvorlagen, nicht die operative Steuerung.

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