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Mengenplanung Definition

Auch: Bedarfsmengenplanung, Mengenbedarfsplanung, Quantity Planning, Mengendisposition

KI-generiert

Kurz erklärt

Mengenplanung bezeichnet die systematische Bestimmung, welche Mengen an Materialien, Bauteilen oder Produkten in einem definierten Zeitraum benötigt, beschafft, produziert oder bereitgestellt werden müssen. Sie bildet die Grundlage für Disposition, Einkauf und Lagerkapazitätsplanung.

Das Wichtigste in Kürze

Mengenplanung ist ein zentrales Element der Supply-Chain-Steuerung: Sie legt fest, wie viel von einem Artikel zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort verfügbar sein muss. Dabei werden Bedarfssignale, etwa aus der Absatzplanung, dem Auftragsbestand oder saisonalen Prognosen, mit vorhandenen Beständen, Stücklisten und Lieferkapazitäten abgeglichen.

Wie Mengenplanung in der Praxis funktioniert

Ausgangspunkt ist in der Regel die Absatzplanung oder ein Produktionsprogramm. Daraus leiten sich über Stücklistenauflösung die Komponentenbedarfe ab. Gleichzeitig fließen aktuelle Lagerbestände, offene Bestellungen und geplante Zugänge ein, sodass der Nettobedarf ermittelt werden kann. Dieser Nettobedarf bildet die Basis für Bestellvorschläge, Fertigungsaufträge oder Lieferabrufe gegenüber Lieferanten.

Typische Planungsdimensionen sind:

  • Granularität: Wird auf Wochen-, Monats- oder Tagesbasis geplant, hängt stark von Branche und Produktkomplexität ab.
  • Planungshorizont: Kurzfristige operative Planung (Wochen) und mittelfristige taktische Planung (Monate) erfordern unterschiedliche Datenqualität und Systeme.
  • Sicherheitsbestand: Die wirtschaftlich sinnvolle Puffermenge wird anbieter- und unternehmensabhängig berechnet; pauschale Regeln existieren nicht.

Bedeutung für Logistik und Einkauf

Für die Logistik bestimmt die Mengenplanung, welche Lagerkapazitäten, Fördertechnik-Durchsätze und Transportvolumina eingeplant werden müssen. Eine zu optimistische Planung führt zu Leerläufen, eine zu konservative zu Überlastung und Lieferverzögerungen.

Im Einkauf sind Mengengerüste die Grundlage für Rahmenverträge, Kapazitätsabstimmungen mit Lieferanten und Mengenstaffelverhandlungen. Lieferanten benötigen belastbare Vorschau-Mengen, um selbst planen zu können, unzuverlässige Planungsdaten verschlechtern die Lieferperformance und treiben die Kosten auf beiden Seiten.

Worauf es bei der Auswahl von Werkzeugen ankommt

Mengenplanung kann in ERP-Systemen, speziellen Advanced-Planning-Systemen oder auch in tabellenbasierten Werkzeugen erfolgen. Entscheidend ist, wie gut sich die Lösung mit aktuellen Bestandsdaten und Absatzsignalen synchronisiert. Systeme mit automatischer Ausnahmesteuerung helfen dabei, Abweichungen zwischen Plan und Ist frühzeitig zu erkennen. Ob eine integrierte Suite oder eine spezialisierte Planungslösung sinnvoller ist, hängt von der Komplexität des Sortiments, der Zahl der Planungsstufen und der IT-Landschaft ab, eine pauschale Empfehlung lässt sich hier nicht geben.

Häufige Fragen

Bedarfsplanung ist der übergeordnete Prozess, der ermittelt, was überhaupt gebraucht wird. Mengenplanung konkretisiert diesen Bedarf auf eine planbare Menge, die dann für Beschaffung, Produktion oder Disposition genutzt wird. In vielen Unternehmen werden beide Begriffe synonym verwendet, was zu Unklarheiten in der systemseitigen Abgrenzung führen kann.

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