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RFQ Logistik

Auch: Request for Quotation, RFQ, Angebotsanfrage, Preisanfrage Logistik, Ausschreibung Preisanfrage

KI-generiert

Kurz erklärt

RFQ (Request for Quotation) bezeichnet in der Logistik die strukturierte Anfrage verbindlicher Preisangebote bei potenziellen Dienstleistern oder Lieferanten. Voraussetzung ist, dass Leistungsumfang, Mengengerüste und Anforderungen bereits klar definiert sind.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein RFQ in der Logistik?

RFQ steht für Request for Quotation und bezeichnet die formelle Aufforderung an Anbieter, ein verbindliches Preisangebot für klar umrissene Leistungen einzureichen. In der Intralogistik und im Transporteinkauf kommt das RFQ zum Einsatz, wenn die Anforderungen bereits hinreichend konkret beschrieben werden können, zum Beispiel für definierte Transportrelationen, Lagerdienstleistungen, Kommissionierkapazitäten oder einzelne Systemmodule. Der zentrale Zweck ist die Herstellung von Preisvergleichbarkeit: Alle angefragten Anbieter kalkulieren auf Basis derselben Leistungsbeschreibung, sodass die Angebote direkt gegenübergestellt werden können.

Wie läuft ein RFQ in der Praxis ab?

Ein RFQ beginnt mit der Vorbereitung einer detaillierten Leistungsbeschreibung. Dazu gehören typischerweise:

  • Mengengerüste und Sendungsprofile (Gewichte, Volumen, Häufigkeiten)
  • Transportrelationen oder Lagerstandorte
  • Leistungsumfang und explizite Ausschlüsse
  • Preisblätter mit Positionen für Grundleistungen, Zuschläge und Indexierungsregeln
  • Geforderte Service Levels und KPIs
  • Vertragslaufzeiten und Optionen

Die angefragten Dienstleister füllen die vorgegebenen Preisblätter aus und geben ihr Angebot fristgerecht ab. Der Einkauf wertet die Angebote anschließend anhand vorher festgelegter Kriterien aus. In der Regel erfolgt die Auswertung primär nach Preis, aber auch nach Vollständigkeit und Plausibilität der Kalkulation. Häufig folgen auf die erste Angebotsrunde Verhandlungsrunden oder ein Best-and-Final-Offer-Schritt.

RFQ, RFP und RFI, Abgrenzung und Auswahl

In der Praxis werden RFQ, RFP (Request for Proposal) und RFI (Request for Information) oft verwechselt oder vermischt. Ein RFI dient der Marktinformation und klärt, welche Anbieter grundsätzlich infrage kommen. Ein RFP wird eingesetzt, wenn neben dem Preis auch das Lösungskonzept, das Vorgehen und die Leistungsfähigkeit des Anbieters bewertet werden sollen, typisch bei komplexen Automatisierungsprojekten oder der Auswahl eines neuen 3PL-Partners. Ein RFQ hingegen eignet sich, wenn die Leistung standardisiert oder bereits detailliert beschrieben ist und der Preis das entscheidende Vergleichskriterium darstellt.

Worauf kommt es bei einem RFQ an?

Die Qualität eines RFQ steht und fällt mit der Vollständigkeit der Leistungsbeschreibung. Unklare Mengengerüste oder fehlende Angaben zu Sonderfällen führen dazu, dass Anbieter unterschiedliche Annahmen treffen und die Angebote nicht mehr vergleichbar sind. Außerdem sollte das Preisblatt so strukturiert sein, dass alle relevanten Kostenpositionen separat ausgewiesen werden. Pauschalierte Gesamtpreise erschweren spätere Verhandlungen und Vertragsanpassungen. Anbieterabhängig variiert zudem, wie verbindlich ein im RFQ eingereichtes Angebot tatsächlich ist; das sollte vorab schriftlich geklärt werden.

Häufige Fragen

Ein RFQ fragt verbindliche Preise für klar definierte Leistungen an, der Preis ist das zentrale Vergleichskriterium. Ein RFP wird eingesetzt, wenn auch Lösungskonzepte, Vorgehen und Anbieterkompetenz bewertet werden sollen, was typisch für komplexe Projekte wie die Auswahl eines Lagerdienstleisters oder die Planung einer Automatisierungslösung ist.

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