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Seriennummer

Auch: Seriennummern, Serial Number, S/N, SN, Seriennr., Serien-Nummer

KI-generiert

Kurz erklärt

Eine Seriennummer ist eine eindeutige Kennung, die einem einzelnen Exemplar eines Produkts zugewiesen wird und es von allen anderen Einheiten desselben Artikels unterscheidbar macht. Sie bildet die Grundlage für stückgenaue Rückverfolgbarkeit in Produktion, Lager und After-Sales.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist eine Seriennummer?

Eine Seriennummer ist eine alphanumerische Zeichenfolge, die exakt einem physischen Exemplar eines Artikels zugeordnet ist. Anders als die Artikelnummer, die eine Produktart beschreibt, identifiziert die Seriennummer das konkrete Einzelstück. Zwei Produkte desselben Typs tragen niemals dieselbe Seriennummer, zumindest nicht innerhalb eines Vergabesystems. Die Vergabe erfolgt in der Regel durch den Hersteller, kann aber auch durch den Händler oder Logistikdienstleister beim Wareneingang vorgenommen werden.

Abzugrenzen ist die Seriennummer von der Chargennummer. Eine Charge fasst eine Gruppe von Einheiten zusammen, die unter denselben Produktionsbedingungen hergestellt wurden. Die Seriennummer geht einen Schritt weiter und macht jedes einzelne Stück innerhalb einer Charge unterscheidbar.

Wie funktioniert Seriennummernverwaltung in der Praxis?

In der Intralogistik wird die Seriennummer an definierten Prozessschritten erfasst und dem Lagerverwaltungs- oder ERP-System übergeben. Typische Erfassungspunkte sind:

  • Wareneingang: Beim Vereinnahmen wird die Seriennummer gescannt und mit der Bestellposition verknüpft.
  • Einlagerung und Umlagerung: Das System protokolliert, an welchem Lagerplatz sich das Exemplar befindet.
  • Kommissionierung und Versand: Die entnommene Seriennummer wird dem Kundenauftrag und dem Lieferschein zugeordnet.
  • Rücksendung (RMA): Das zurückgegebene Stück wird anhand seiner Seriennummer eindeutig identifiziert und seinem Vorgangsverlauf zugeordnet.

Die Erfassung erfolgt meist per Barcode oder DataMatrix-Code, in manchen Branchen auch per RFID. Entscheidend ist, dass die Seriennummer lückenlos durch alle Systemschichten (WMS, ERP, TMS) mitgeführt wird, damit keine Medienbrüche entstehen.

Worauf kommt es bei der Auswahl und Einführung an?

Nicht jedes Produkt rechtfertigt den Aufwand einer stückgenauen Seriennummernpflicht. Der administrative Mehraufwand ist erheblich: Jede Bewegung muss einzeln gebucht, jede Seriennummer einzeln erfasst werden. Sinnvoll ist der Einsatz vor allem bei hochwertigen Gütern, regulierten Produkten (z. B. Medizintechnik, Elektronik), Artikeln mit langen Gewährleistungsfristen oder Produkten, die Rückrufaktionen unterliegen können.

Bei der Systemauswahl solltest du prüfen, ob das WMS oder ERP die Seriennummernverwaltung nativ unterstützt oder ob Zusatzmodule nötig sind. Ebenfalls relevant: Kann das System Seriennummern über Systemgrenzen hinweg weitergeben, etwa via EDI oder API an Kundensysteme? Anbieter unterscheiden sich hier erheblich in Funktionsumfang und Konfigurationsaufwand.

Häufige Fragen

Eine Chargennummer kennzeichnet eine Gruppe von Einheiten, die unter gleichen Bedingungen produziert wurden. Eine Seriennummer geht einen Schritt weiter und identifiziert jedes einzelne Stück innerhalb dieser Gruppe, und damit auch Stücke unterschiedlicher Chargen, eindeutig.

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