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Wareneingang

Auch: WE, Wareneingangsprozess, Wareneingänge, Wareneingangsbearbeitung, Wareneingangsabwicklung

KI-generiert

Kurz erklärt

Der Wareneingang ist der erste Prozessschritt im Lager, bei dem eintreffende Lieferungen entladen, identifiziert, geprüft, gebucht und zur Einlagerung oder Weiterverarbeitung bereitgestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist der Wareneingang?

Der Wareneingang bezeichnet den Eintritt von Waren in ein Lager oder einen Produktionsbetrieb sowie den dazugehörigen Prozess von der Entladung bis zur Einbuchung in das Lagerverwaltungs- oder ERP-System. Er ist die Schnittstelle zwischen externen Lieferanten und dem internen Lager- und Logistikbetrieb. Alles, was an dieser Stelle falsch erfasst oder gar nicht bemerkt wird, wie Mengenabweichungen, Schäden oder falsche Artikel, erzeugt Folgeaufwand in der gesamten Supply Chain.

Vom Wareneingang zu unterscheiden ist die Wareneingangskontrolle. Sie ist ein Teilprozess innerhalb des Wareneingangs und konzentriert sich auf Prüfung, Freigabe oder Sperrung der Ware. Der Wareneingang als Ganzes umfasst darüber hinaus die Buchung, die Etikettierung sowie die Übergabe an Einlagerung oder nachgelagerte Prozesse wie Cross-Docking.

Wie funktioniert der Wareneingang in der Praxis?

Ein typischer Wareneingangsprozess läuft in mehreren Schritten ab:

  • Anmeldung und Avisierung: Der Lieferant übermittelt vorab eine elektronische Lieferankündigung, etwa per DESADV oder ASN. Diese Avisdaten ermöglichen es, Rampenkapazitäten zu planen und die erwartete Ware bereits im System vorzubereiten.
  • Entladung und erste Sichtkontrolle: Die Sendung wird am Tor oder an der Rampe entladen. Bereits hier werden äußerlich erkennbare Schäden dokumentiert.
  • Identifikation und Erfassung: Artikel, Mengen, Chargen und Seriennummern werden über Barcode-Scanner, MDE-Geräte oder Staplerterminals erfasst. Bei abweichenden Labels ist eine manuelle Zuordnung oder Nachkennzeichnung erforderlich.
  • Mengen- und Qualitätsprüfung: Je nach Prüfumfang von Stichprobe bis Vollprüfung werden Abweichungen zur Bestellung festgestellt und in einer Abweichungsmeldung dokumentiert.
  • Buchung im System: Die Ware wird im WMS oder ERP gebucht, damit sie für nachgelagerte Prozesse wie Kommissionierung oder Produktion verfügbar ist.
  • Einlagerung oder Weiterleitung: Freigegebene Ware wird eingelagert oder direkt an eine Produktion, einen Cross-Docking-Bereich oder eine Bereitstellzone übergeben. Gesperrte Ware wird in einem Quarantänebereich gehalten.

Worauf kommt es bei der Gestaltung des Wareneingangs an?

Die Qualität des Wareneingangs hängt von mehreren Faktoren ab, die je nach Betrieb unterschiedlich gewichtet werden. Zunächst ist die Datenlage entscheidend. Stehen vollständige Avisdaten zur Verfügung, lässt sich der Prozess deutlich schneller und fehlerärmer abwickeln als bei unangekündigten Lieferungen. Fehlen Avisdaten, steigt der manuelle Erfassungsaufwand erheblich.

Ebenso wichtig ist die Wahl der Erfassungsmittel. Handscanner, MDE-Geräte und Staplerterminals eignen sich für unterschiedliche Umgebungen und Durchsatzanforderungen. In hochautomatisierten Umgebungen übernehmen kamerabasierte Systeme oder RFID-Gates Teile der Identifikation.

Schließlich bestimmt die Regelung von Ausnahmesituationen die tatsächliche Prozessqualität. Wie werden Schäden dokumentiert? Wer entscheidet über Sperr- oder Freigabe? Wie werden Lieferanten über Abweichungen informiert? Diese Fragen sollten im Prozessdesign klar beantwortet sein, weil sie direkte Auswirkungen auf Lieferantenbewertung und Reklamationsabwicklung haben.

Häufige Fragen

Beim Wareneingang wird eine eintreffende Lieferung entladen, identifiziert und auf Menge sowie Zustand geprüft. Anschließend erfolgt die Buchung im WMS oder ERP sowie die Einlagerung oder Übergabe an nachgelagerte Prozesse.

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