Auftragsart
Auch: Auftragsarten, Auftragstyp, Auftragstypen, Auftragskategorie, Order Type
KI-generiert
Die Auftragsart klassifiziert einen Auftrag nach seiner Prozesslogik und bestimmt damit, welche Abläufe, Prioritäten und Regeln im Warehouse-Management- oder ERP-System greifen. Typische Beispiele sind Kundenauftrag, Umlagerung, Retoure oder Musterauftrag.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Auftragsart steuert, welche Prozessregeln, Prioritäten und Belegtypen ein WMS oder ERP-System auf einen Auftrag anwendet.
- Eine sauber definierte Auftragsartenstruktur ist Voraussetzung für eine aussagekräftige KPI-Auswertung nach Prozesstypen.
- Die konkrete Benennung und der Zuschnitt von Auftragsarten unterscheiden sich je nach Systemanbieter und Branche.
- Retourenaufträge und Umlagerungen erfordern oft eigene Prozessregeln, die sich grundlegend vom regulären Kundenauftrag unterscheiden.
- Eine zu fein granulierte Auftragsartenstruktur erhöht den Pflegeaufwand, eine zu grobe mindert die Steuerbarkeit.
Was ist eine Auftragsart?
Die Auftragsart ist ein Steuerungsmerkmal, das einen Auftrag in eine definierte Prozesskategorie einordnet. Sie legt fest, nach welcher Logik ein Auftrag vom System verarbeitet wird, also welche Prioritäten, Durchlaufregeln, Kommissionierstrategien und Belegtypen zum Einsatz kommen. Ohne eine klare Klassifizierung nach Auftragsart müssten Lager- und Versandprozesse für jeden Einzelfall manuell konfiguriert werden, was sowohl fehleranfällig als auch ineffizient wäre.
Typische Auftragsarten in der Praxis
In der Intralogistik und im ERP-Umfeld begegnen dir häufig folgende Auftragsarten:
- Kundenauftrag: Der klassische Versandauftrag, der eine Lieferung an einen externen Empfänger auslöst.
- Umlagerungsauftrag: Ware wird zwischen zwei Lagerorten oder Standorten bewegt, ohne dass ein externer Verkaufsvorgang stattfindet.
- Retourenauftrag: Vom Kunden zurückgesandte Ware wird eingebucht, geprüft und einem definierten Folgeprozess zugeführt.
- Musterauftrag: Ware geht zu Präsentations- oder Testzwecken an Empfänger, oft ohne reguläre Fakturierung.
- Nachschubauftrag: Interne Bewegung zur Auffüllung von Pickplätzen oder Pufferzonen im Lager.
Die genaue Benennung und der Zuschnitt der Auftragsarten variieren je nach Anbieter und Branche. Was ein Hersteller als „Intercompany-Auftrag
Verwandte Begriffe
- ABC-Analyse
Die ABC-Analyse ist eine Methode zur Klassifizierung von Artikeln, Lieferanten oder Prozessen in drei Prioritätsklassen (A, B, C) nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Sie bildet die Grundlage für differenzierte Entscheidungen in Lagerhaltung, Disposition und Einkauf.
- Artikelstamm
Der Artikelstamm ist die zentrale Datenbasis, die alle logistisch und kaufmännisch relevanten Merkmale eines Artikels dauerhaft speichert. Er bildet die Grundlage für Lagerhaltung, Disposition, Kommissionierung und Abrechnung.
- Auftragsabwicklung
Auftragsabwicklung bezeichnet den vollständigen Prozess von der Entgegennahme eines Kundenauftrags bis zu dessen abgeschlossener Lieferung und Abrechnung. Sie umfasst alle operativen und administrativen Schritte, die notwendig sind, um einen Auftrag termingerecht und fehlerfrei zu erfüllen.
- Cross-Docking
Cross-Docking bezeichnet einen Warenumschlag, bei dem Güter vom Wareneingang ohne zwischenzeitliche Einlagerung direkt zum Warenausgang weitergeleitet werden. Ziel ist es, Durchlaufzeiten zu verkürzen und Lagerkosten zu vermeiden.
- Cross-Docking
Cross-Docking ist eine Logistikmethode, bei der Waren am Umschlagpunkt direkt vom eingehenden auf den ausgehenden Transport umgeladen werden, ohne eine klassische Einlagerung zu durchlaufen.
- Kommissionierung
Kommissionierung ist das Zusammenstellen einzelner Artikel aus dem Lagerbestand zu einem konkreten Kundenauftrag, der personalintensivste Schritt im Lager.

