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Auftragsdurchlaufzeit

Auch: Durchlaufzeit, Order Lead Time, Auftragsdurchlaufzeiten, Order Cycle Time, Auftragsdurchlaufzeit (ADZ)

KI-generiert

Kurz erklärt

Die Auftragsdurchlaufzeit bezeichnet die Gesamtzeit vom Eingang eines Auftrags bis zu seinem Versand an den Empfänger. Sie schließt alle Warte-, Bearbeitungs- und internen Transportschritte ein und gilt als zentraler Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Lager- oder Fulfillment-Prozesses.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist die Auftragsdurchlaufzeit?

Die Auftragsdurchlaufzeit erfasst den gesamten Zeitraum, den ein Auftrag vom Eingang im System bis zum Abschluss der Versandvorbereitung benötigt. Sie beginnt in der Regel mit dem Zeitstempel der Auftragserfassung, etwa im ERP- oder WMS-System, und endet mit der Übergabe der Ware an den Carrier oder der Bereitstellung zur Abholung. Innerhalb dieses Zeitfensters summieren sich Wartezeiten auf Freigaben, Bearbeitungszeiten in Kommissionierung und Verpackung sowie interne Transportzeiten zwischen Lagerbereichen.

Wichtig ist die Abgrenzung zur reinen Bearbeitungszeit: Die Auftragsdurchlaufzeit enthält auch alle Liegezeiten, in denen kein aktiver Schritt stattfindet. Genau diese Liegezeiten machen oft den größten Anteil aus und sind zugleich das größte Optimierungspotenzial.

Wie wirkt die Auftragsdurchlaufzeit in der Praxis?

Im Lagerbetrieb beeinflusst die Auftragsdurchlaufzeit direkt den Servicelevel gegenüber Kunden und Handelspartnern. Besonders im E-Commerce und B2B-Fulfillment gelten enge Zeitfenster: Aufträge, die bis zu einem bestimmten Cut-off-Zeitpunkt eingehen, müssen noch am selben Tag versandfertig sein. Wird dieser Korridor nicht eingehalten, entstehen Mehrkosten durch Expressversand oder Vertragsstrafen.

Die Durchlaufzeit setzt sich typischerweise aus folgenden Phasen zusammen:

  • Auftragserfassung und Freigabe: Übertragung aus dem Verkaufssystem, Kreditprüfung, Bestandsreservierung
  • Kommissionierung: Wegzeiten, Pickzeiten, Wartezeiten an Engpassstationen
  • Konsolidierung und Verpackung: Zusammenführung von Teillieferungen, Versandvorbereitung
  • Versandabwicklung: Etikettierung, Carrier-Übergabe, Dokumentenerstellung

Schwankungen in der Durchlaufzeit, also eine geringe Stabilität, sind häufig problematischer als ein insgesamt höheres Niveau, weil sie die Planbarkeit für Kunden und nachgelagerte Prozesse erschweren.

Worauf kommt es bei der Auswahl und Optimierung an?

Wer die Auftragsdurchlaufzeit systematisch reduzieren will, sollte zunächst jeden Teilschritt separat messen, statt nur den Gesamtwert zu betrachten. Erst eine granulare Analyse zeigt, ob Verzögerungen in der IT-Verarbeitung, in der physischen Kommissionierung oder beim Versandprozess entstehen. Automatisierungslösungen wie Fördertechnik, Sorter oder automatische Kommissioniersysteme können bestimmte Schritte beschleunigen, verlagern aber oft nur die Engpässe.

Ebenso relevant ist die Auftragsstruktur: Viele kleine Einzelaufträge verhalten sich grundlegend anders als wenige große Paletten-Aufträge. Eine Lösung, die für das eine Szenario funktioniert, kann im anderen versagen. Anbieterabhängig ist außerdem, wie Systeme die Durchlaufzeit definieren und messen. Eine einheitliche Messdefinition im eigenen Betrieb ist deshalb Voraussetzung für jeden Vergleich.

Häufige Fragen

Die Auftragsdurchlaufzeit beginnt mit dem Zeitstempel der Auftragserfassung und endet mit der Versandbereitstellung oder Carrier-Übergabe. Sie umfasst alle dazwischenliegenden Schritte, inklusive Freigabeprozesse, Kommissionierung, Verpackung und Etikettierung sowie alle Liegezeiten ohne aktive Bearbeitung.

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