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Augmented Reality

Auch: AR, Pick-by-Vision, Mixed Reality, Erweiterte Realität, Augmented-Reality

KI-generiert

Kurz erklärt

Augmented Reality (AR) überlagert die reale Umgebung in Echtzeit mit digitalen Informationen wie Text, Grafiken oder 3D-Modellen. In der Intralogistik unterstützt AR vor allem die Kommissionierung, Wartung und Einarbeitung neuer Mitarbeitender.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Augmented Reality in der Intralogistik?

Augmented Reality bezeichnet die Echtzeit-Überlagerung der physischen Umgebung mit digitalen Informationen. Anders als Virtual Reality ersetzt AR die Realität nicht vollständig, sondern ergänzt sie gezielt um kontextrelevante Inhalte. In der Lager- und Kommissionierpraxis bedeutet das: Mitarbeitende sehen über eine Datenbrille, ein Tablet oder ein Smartphone gleichzeitig ihr reales Umfeld und eingeblendete Hinweise wie Entnahmeort, Menge, Artikelnummer oder Wegführung. Die Hardware reicht von einfachen Smartphones bis zu speziellen Head-Mounted Displays (HMD), die Hände freilassen.

Einsatzbereiche in der Praxis

Der verbreitetste Anwendungsfall ist die sogenannte Pick-by-Vision-Kommissionierung. Dabei werden Pickaufträge direkt ins Sichtfeld der Brille projiziert, sodass Mitarbeitende keine Papierliste und kein Handscanner-Display ablesen müssen. Das reduziert Fehler und beschleunigt den Pickvorgang. Weitere typische Einsatzgebiete sind:

  • Wartung und Instandhaltung: Techniker erhalten maschinenspezifische Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder Schaltpläne direkt im Blickfeld, ohne in Handbücher zu schauen.
  • Qualitätskontrolle: AR kann Prüfpunkte einblenden und Abweichungen visuell markieren.
  • Einarbeitung und Training: Neue Mitarbeitende werden durch AR-Overlays durch unbekannte Lagerbereiche und Prozesse geführt, was den Schulungsaufwand senkt.
  • Inventur und Bestandspflege: Kamerabasierte AR-Systeme können Etiketten automatisch erkennen und Bestandsdaten in Echtzeit abgleichen.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Die Auswahl eines AR-Systems hängt stark vom konkreten Prozess und der Umgebung ab. Folgende Faktoren solltest du frühzeitig klären:

  • Hardware-Komfort: Datenbrillen müssen schichtlang tragbar sein. Gewicht, Passform und Hygiene sind in der Praxis entscheidend für die Akzeptanz.
  • Integration in bestehende Systeme: AR-Lösungen müssen in Echtzeit auf WMS- oder ERP-Daten zugreifen. Eine stabile API-Anbindung ist Voraussetzung.
  • Netzwerk-Infrastruktur: Echtzeitdaten erfordern zuverlässiges WLAN oder 5G im gesamten Lagerbereich. Funklöcher sind ein häufig unterschätztes Hindernis.
  • Anwendungsbereich und Prozesskomplexität: Einfache, repetitive Pickprozesse eignen sich besser für AR als hochvariable Prozesse mit vielen Ausnahmen.
  • Mitarbeitende einbeziehen: Akzeptanz entsteht nicht automatisch. Pilotprojekte mit repräsentativen Nutzergruppen und frühzeitigem Feedback helfen, die Einführung zu sichern.

Ob AR gegenüber anderen Pickführungsmethoden wie Pick-by-Light oder Pick-by-Voice wirtschaftlich vorteilhaft ist, hängt vom jeweiligen Prozess ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein belastbarer Business Case sollte Schulungsaufwand, Fehlerkosten, Hardwareinvestitionen und Wartungskosten einbeziehen.

Häufige Fragen

Virtual Reality ersetzt die reale Umgebung vollständig durch eine digitale Welt und wird vor allem für Simulationen und Trainingsszenarien eingesetzt. Augmented Reality ergänzt die reale Umgebung nur um digitale Informationen, sodass Mitarbeitende weiterhin ihre physische Arbeitsumgebung wahrnehmen. Für operative Lagerprozesse ist AR daher die relevantere Technologie.

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