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Bordsteinkante

Auch: Bordsteinkanten-Lieferung, Lieferung bis Bordsteinkante, Zustellung bis Bordsteinkante, Bordstein-Lieferung, Kerbside Delivery

KI-generiert

Kurz erklärt

Bordsteinkante bezeichnet die minimale Zustellvariante, bei der die Ware lediglich bis zum Gehweg oder vor das Gebäude des Empfängers geliefert wird, ohne Einbringung ins Gebäude, ohne Aufstellung und ohne Montage.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist die Bordsteinkante?

Der Begriff Bordsteinkante beschreibt einen definierten Übergabepunkt bei der Zustellung von Waren. Die Lieferung endet an der Grenze zwischen öffentlichem Verkehrsraum und dem Grundstück des Empfängers, also in der Regel am Gehweg, am Eingang des Geländes oder direkt vor dem Gebäude. Das Abladen der Ware vom Fahrzeug gehört zur Leistung des Spediteurs, das Weitertransportieren in Gebäude, Etagen oder Aufstellungsorte hingegen nicht. Ob der Spediteur eine Hebebühne einsetzt, liegt dabei am Fahrzeug und am vereinbarten Service, nicht automatisch am Zustellbegriff selbst.

Wie funktioniert die Bordsteinkante in der Praxis?

In der Speditionspraxis ist die Bordsteinkante der günstigste und am wenigsten aufwendige Servicelevel. Der Fahrer stellt die Ware an der vereinbarten Stelle ab und holt sich eine Empfangsbestätigung. Für den Empfänger bedeutet das: Er muss Personal oder Technik bereitstellen, um die Ware vom Übergabepunkt zum eigentlichen Verwendungsort zu bringen. Bei schweren oder sperrigen Gütern, etwa Maschinen, Möbeln oder Paletten, ist das ein wesentlicher Planungsfaktor.

Typische Zusatzleistungen, die über die Bordsteinkante hinausgehen und gesondert vereinbart werden müssen, sind:

  • Verbringung bis zur Verwendungsstelle oder in ein bestimmtes Stockwerk
  • Aufstellung und Montage
  • Zeitfenster-Avis, damit Personal für die Annahme bereitsteht
  • Einsatz einer Hebebühne oder weiterer Hilfsmittel
  • Entsorgung von Verpackungsmaterial

Diese Leistungen sind in der Regel nicht automatisch enthalten und müssen im Speditionsvertrag oder beim Buchen des Auftrags explizit vereinbart werden. Fehlende Absprachen führen häufig zu Mehrkosten, Verzögerungen oder Zustellhindernissen vor Ort.

Worauf kommt es bei der Vereinbarung an?

Beim Einkauf von Transportleistungen solltest du den Servicelevel eindeutig definieren und dokumentieren. Unklar formulierte Verträge sind eine häufige Ursache für Konflikte zwischen Absender, Spediteur und Empfänger. Besonders bei B2C-Sendungen oder Direktlieferungen an Endkunden, etwa im Möbel- oder Haushaltsgerätehandel, weichen die Erwartungen der Empfänger oft von der vertraglich vereinbarten Leistung ab.

Für die Logistikplanung relevant ist außerdem die Frage, ob die Empfangsstelle überhaupt in der Lage ist, Ware an der Bordsteinkante entgegenzunehmen: Gibt es ausreichend Personal? Ist Flurförderzeug vorhanden? Ist die Anfahrt für ein Sattelfahrzeug möglich? Diese Punkte sollten vor der ersten Lieferung geklärt sein, um Fehlzustellungen und Nachfolgekosten zu vermeiden.

Häufige Fragen

Die Ware wird vom Spediteur bis vor das Gebäude oder an den Gehweg geliefert und dort abgestellt. Das Einbringen ins Gebäude, in Stockwerke oder an den Aufstellungsort ist ausdrücklich nicht Teil dieser Leistung. Der Empfänger muss den Weitertransport selbst organisieren.

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