Corlette
Auch: Corletten, Metall-Ladungsträger, Metallgestell Ladungsträger, Trägergestell Logistik
KI-generiert
Corlette bezeichnet einen branchenspezifischen Metall-Ladungsträger oder ein Trägergestell, das im Warenumschlag und in der Lagerlogistik eingesetzt wird. Da der Begriff nicht einheitlich normiert ist, müssen Maße, Traglast und Handhabungsregeln im jeweiligen Netzwerk verbindlich festgelegt werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Corlette bezeichnet einen metallischen Ladungsträger, der nicht durch eine einheitliche Norm definiert ist und dessen Spezifikation im jeweiligen Netzwerk verbindlich festgelegt werden muss.
- Maßhaltigkeit und Gewichtskonstanz sind Voraussetzungen für den Einsatz in automatisierten Förder- und Lagersystemen.
- Ein funktionierendes Kreislaufmanagement mit klaren Tausch- und Rückführregeln ist entscheidend für wirtschaftlichen Betrieb.
- Die Wahl zwischen Eigentum und Pooling beeinflusst Kapitalbindung, Instandhaltungsaufwand und Schwundrisiko maßgeblich.
Was ist eine Corlette?
Der Begriff Corlette bezeichnet in der Intralogistik einen metallischen Ladungsträger oder ein Trägergestell, das zur Aufnahme, zum Transport und zur Lagerung von Waren eingesetzt wird. Im Unterschied zu international genormten Ladungsträgern wie Euro-Paletten existiert für die Corlette kein allgemein anerkannter Standard. Maße, Traglasten, Stapelbarkeit und Aufnahmegeometrie variieren je nach Branche, Unternehmen oder Logistiknetzwerk. Wer den Begriff verwendet, sollte deshalb immer die konkret geltende Spezifikation benennen.
Einsatz in der Praxis
In der betrieblichen Praxis tritt die Corlette vor allem dort auf, wo Standardpaletten an ihre Grenzen stoßen: bei schweren, sperrigen oder empfindlichen Gütern, die eine definierte Aufnahme- oder Fixierungsmöglichkeit benötigen. Das Trägergestell aus Metall bietet gegenüber Holz- oder Kunststoffträgern in der Regel höhere Stabilität und eine längere Lebensdauer, erfordert dafür aber ein durchdachtes Kreislaufmanagement.
Für einen reibungslosen Einsatz sind folgende Aspekte entscheidend:
- Exakte Spezifikation von Außenmaßen, Gewicht und Aufnahmegeometrie, damit die Corlette mit vorhandener Fördertechnik, Regalsystemen und Flurförderzeugen kompatibel ist
- Festlegung von Tauschregeln und Rückführprozessen, wenn die Ladungsträger im Netzwerk zwischen mehreren Standorten oder Partnern zirkulieren
- Kennzeichnung und Bestandsführung, um Schwund zu minimieren und den Umlaufbestand planbar zu halten
- Klärung von Reparatur- und Ausschussverfahren, da Metallgestelle wartungsintensiver sein können als einfache Einwegpaletten
Worauf es bei der Auswahl und Einführung ankommt
Wer eine Corlette neu einführt oder in ein bestehendes System integriert, sollte zunächst prüfen, ob ein vorhandener Branchen- oder Unternehmensstandard übernommen werden kann, bevor eine Eigenentwicklung beauftragt wird. Eine frühzeitige Abstimmung mit Lieferanten, Dienstleistern und internen Bereichen wie Lagerplanung und IT verhindert spätere Inkompatibilitäten.
Für die Entscheidung zwischen Eigentum und Pooling gilt: Pooling-Modelle reduzieren den Kapitalbedarf und vereinfachen die Rückführlogistik, setzen aber einen verlässlichen Pool-Anbieter und klare Qualitätsstandards voraus. Bei Eigentumslösungen liegt die volle Kontrolle beim Betreiber, jedoch auch die vollständige Verantwortung für Instandhaltung und Verlustausgleich. Anbieterabhängige Aussagen zu Kostenvorteilen lassen sich pauschal nicht treffen und sollten im Einzelfall berechnet werden.
Automatisierte Lager- und Fördertechnik stellt besonders hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit und Gewichtskonstanz des Ladungsträgers. Hier ist eine enge Abstimmung zwischen Ladungsträger-Spezifikation und Anlagenplanung unbedingt erforderlich.
Verwandte Begriffe
- Blocklager
Ein Blocklager ist eine Lagerform, bei der Ladeeinheiten, in der Regel Paletten, ohne Regalkonstruktion direkt auf dem Boden in Reihen und Blöcken gestapelt werden.
- Bodenlagerung
Bodenlagerung bezeichnet die Lagerung von Waren direkt auf dem Boden, ohne den Einsatz von Regalanlagen. Paletten, Stapel oder markierte Stellflächen dienen dabei als Grundstruktur der Flächenorganisation.
- Chaotische Lagerhaltung
Chaotische Lagerhaltung ist ein Lagerprinzip, bei dem Artikel nicht auf feste, vorher zugewiesene Stellplätze eingelagert werden, sondern dynamisch auf jeden freien, geeigneten Platz im Lager. Ein Warehouse-Management-System übernimmt dabei die Steuerung und Nachverfolgung aller Lagerplätze.
- Charge
Eine Charge ist eine eindeutig identifizierbare Menge von Produkten, die unter gleichen Bedingungen hergestellt oder verarbeitet wurde. Sie bildet die Grundlage für Rückverfolgbarkeit, Qualitätssteuerung und gesetzlich geforderte Rückrufprozesse entlang der gesamten Lieferkette.
- Colli
Colli bezeichnet ein einzelnes Packstück innerhalb einer Sendung, etwa ein Karton, eine Kiste oder ein Gebinde. Die Anzahl der Colli bildet in Transportdokumenten die Packstückanzahl ab und ist Grundlage für Etikettierung, Verladung und Frachtabrechnung.
- Hochregallager
Ein Hochregallager ist ein automatisiertes Lager mit Regalen ab etwa zwölf Metern Höhe, in dem Regalbediengeräte die Paletten selbsttätig ein- und auslagern.
- Kommissionierung
Kommissionierung ist das Zusammenstellen einzelner Artikel aus dem Lagerbestand zu einem konkreten Kundenauftrag, der personalintensivste Schritt im Lager.
- Palette
Eine Palette ist ein genormter Ladungsträger aus Holz, Kunststoff oder Metall, der Waren so bündelt, dass Stapler und Fördertechnik sie als Einheit bewegen.

