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Kragarmregale

Auch: Kragarmregal, Kragarmlager, Kragarm-Regale, Kragarm-Regal, Freiarmregal, Freiarmregale, Langgutregale, Langgut-Regal

KI-generiert

Kurz erklärt

Kragarmregale sind Regalsysteme ohne Vorderstützen, bei denen horizontale Arme einseitig oder beidseitig an einem Ständer befestigt sind und so Langgut sowie sperrige Güter offen und zugänglich lagern.

Das Wichtigste in Kürze

Was sind Kragarmregale?

Kragarmregale sind Lagersysteme, bei denen horizontale Tragarme, die sogenannten Kragarme, seitlich an vertikalen Ständern befestigt sind, ohne dass eine Vorderstütze die Lagerfläche begrenzt. Dadurch entsteht eine durchgehend offene Einlagerseite, die für Güter mit großer Länge oder unregelmäßiger Form geeignet ist: Rohre, Profile, Holzbalken, Bleche, Leitern oder Matratzen lassen sich ohne Unterbrechung und ohne aufwendige Umpackprozesse einlagern. Die Konstruktion ermöglicht eine direkte Aufnahme durch Gabelstapler, Kran oder Ladekran, je nach Ausstattung und Betrieb.

Bauformen und Ausstattung

Kragarmregale werden einseitig oder doppelseitig ausgeführt. Einseitige Varianten werden typischerweise an Wänden aufgestellt und nutzen den Platz effizient. Doppelseitige Systeme stehen freistehend und können von beiden Seiten beladen werden. Für den Außeneinsatz werden Ständer und Arme häufig feuerverzinkt oder mit Korrosionsschutzanstrichen versehen. Gängiges Zubehör umfasst Abrollsicherungen und Sicherungsstifte, die ein Herunterrutschen des Lagerguts verhindern, Gitterroste oder Holzplanken als Auflagefläche, Überdachungen für Freiluftlager sowie Anfahrschutzprofile am Ständerfuß. Darüber hinaus gibt es mobile Kragarmregale auf Rollen, die sich für wechselnde Produktionsstandorte oder saisonale Lagerbedarfe eignen. Ob stationär oder mobil, innen oder außen: Die Entscheidung hängt vom Artikelportfolio, dem verfügbaren Flurförderzeug und den Platz- und Witterungsverhältnissen ab.

Praxis und Auswahlkriterien

In der Lagerplanung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Traglast je Arm und je Ständer: Die Herstellerangaben gelten für gleichmäßig verteilte Lasten. Punktlasten oder einseitige Belastungen können die zulässigen Werte erheblich reduzieren.
  • Armabstand und -länge: Beide Maße richten sich nach Länge und Gewicht des Lagerguts sowie nach der Anzahl der Auflagepunkte, die für eine sichere Lagerung benötigt werden.
  • Regalprüfpflicht: Wie andere ortsfeste Regalsysteme unterliegen Kragarmregale der regelmäßigen Prüfung auf Schäden durch Anfahren oder Überlastung. Die DGUV-Empfehlungen und die EN 15635 geben Orientierung, wenngleich die konkrete Prüfpraxis betrieblich geregelt wird.
  • Handhabungstechnik: Die Wahl zwischen Gabelstapler, Teleskopgabel, Kran oder manueller Einlagerung beeinflusst die erforderliche Ganghöhe, den Gangbreitenbedarf und die konstruktive Auslegung der Arme.
  • Korrosionsschutz: Für Außenlager oder feuchte Produktionsumgebungen ist die Oberflächenbehandlung ein Qualitätsmerkmal, das Wartungsintervalle und Lebensdauer spürbar beeinflusst.

Ein Kragarmregal ist kein Ersatz für ein vollständiges Langgutlager-Konzept. Wenn große Mengen oder sehr schwere Profile bewegt werden, kommen häufig ergänzend Kranbahnen, Langgutförderer oder automatisierte Langgutlager hinzu. Das Kragarmregal bildet dann nur einen Teil des Gesamtsystems.

Häufige Fragen

Kragarmregale eignen sich für Langgut und sperrige Artikel, die in herkömmlichen Fachbodenregalen nicht oder nur schwer gelagert werden können. Typische Beispiele sind Rohre, Stahlprofile, Holzbalken, Laminatpakete, Bleche und Leitern. Entscheidend ist, dass das Gut über mindestens zwei Auflagepunkte sicher abgestützt werden kann.

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