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LiDAR

Auch: LiDAR-Sensor, Lidar, LIDAR, Laser-Scanner, Safety Laser Scanner, Laserscanner, Light Detection and Ranging

KI-generiert

Kurz erklärt

LiDAR (Light Detection and Ranging) ist eine aktive Sensortechnologie, die Laserim­pulse aussendet und deren Reflexionen auswertet, um präzise 2D- oder 3D-Karten der Umgebung zu erstellen.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist LiDAR?

LiDAR steht für Light Detection and Ranging und bezeichnet ein aktives Messverfahren, bei dem ein Sensor gebündelte Laserimpulse in die Umgebung aussendet und die Laufzeit der reflektierten Strahlen misst. Aus Tausenden solcher Messungen pro Sekunde entsteht eine hochauflösende Punktwolke, die den umgebenden Raum geometrisch exakt abbildet. Diese kann wahlweise als zweidimensionaler Scan einer Ebene oder als dreidimensionales Volumenbild vorliegen. Die gemessenen Abstände sind in der Regel auf wenige Zentimeter genau und bleiben weitgehend unabhängig von Beleuchtungsbedingungen, da der Sensor sein eigenes Licht erzeugt.

Einsatz in der Intralogistik

In Lagern und Produktionsumgebungen ist LiDAR die dominierende Sensortechnologie für die Navigation von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und autonomen mobilen Robotern (AMR). Ein typischer 2D-LiDAR-Scanner, am Fahrzeug in Bodenhöhe montiert, erfasst kontinuierlich Regale, Wände und Hindernisse und vergleicht die Messdaten mit einer zuvor erstellten Umgebungskarte. Dieses Verfahren wird als Simultaneous Localization and Mapping (SLAM) bezeichnet und ermöglicht eine kartenbasierte Navigation ohne aufwendige Bodenmarkierungen oder Infrastrukturveränderungen.

Ergänzend kommen 3D-LiDAR-Systeme zum Einsatz, wenn es darum geht, auch hochgelegte Hindernisse, Personen oder unstrukturierte Objekte zuverlässig zu erfassen. Dies ist etwa bei Hochregalfahrzeugen oder in Bereichen mit hohem Personenaufkommen der Fall. Die aus den Punktwolken gewonnenen Daten werden häufig mit Kamera- oder Ultraschallsensorik fusioniert, um Lücken in bestimmten Detektionsbereichen zu schließen.

Neben der Fahrzeugnavigation wird LiDAR in stationären Anwendungen genutzt: zur Absicherung von Gefahrenzonen nach Maschinenrichtlinie, zur Belegungserkennung von Regalfächern oder zur Dimensionierung von Paketen beim Wareneingang.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Bei der Auswahl eines LiDAR-Sensors für intralogistische Anwendungen sind mehrere Parameter entscheidend:

  • Reichweite und Öffnungswinkel: Schmale Gänge erfordern kürzere Reichweiten, weitläufige Hallen dagegen Sensoren mit größerem Erfassungsbereich.
  • Schutzklasse: Staubige, feuchte oder temperaturkritische Umgebungen wie Kühllager verlangen entsprechend zertifizierte Gehäuse.
  • Auflösung und Scan-Frequenz: Höhere Frequenzen ermöglichen schnellere Reaktionszeiten, sind aber rechenintensiver.
  • Sicherheitszertifizierung: Für Personenschutzaufgaben müssen Sensoren nach einschlägigen Normen (z. B. IEC 61496) zertifiziert sein. Nicht jeder LiDAR ist für sicherheitsgerichtete Funktionen zugelassen.
  • Integration in bestehende Steuerungssysteme: Die Schnittstellen zwischen Sensor, Fahrzeugsteuerung und übergeordnetem Warehouse-Management-System müssen sorgfältig abgestimmt werden.

Anbieterabhängig variieren Reichweite, Auflösung und die Qualität der mitgelieferten Software-Stacks erheblich. Ein direkter Vergleich unter realen Lagerbedingungen ist empfehlenswert, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird.

Häufige Fragen

LiDAR verwendet Laserlicht und erzeugt hochauflösende Punktwolken mit Zentimetergenauigkeit, während Radar Radiowellen nutzt und eine geringere räumliche Auflösung bietet, dafür aber robuster gegenüber Staub und Nebel ist. In Innenlagern wird LiDAR bevorzugt, weil die räumliche Präzision für enge Gassen und genaue Positionierung entscheidend ist.

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