even
← Zum Glossar

Slotting

Auch: Slot-Optimierung, Lagerplatzoptimierung, Artikelplatzierung, Slottingoptimierung, Lagerplatzzuweisung

KI-generiert

Kurz erklärt

Slotting bezeichnet die systematische Zuweisung von Lagerplätzen zu Artikeln mit dem Ziel, Wege, Zeiten und Ressourcen im Lager zu minimieren. Die Platzierung richtet sich dabei nach Kriterien wie Zugriffshäufigkeit, Gewicht, Volumen oder Auftragszusammenhängen.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Slotting?

Slotting ist die gezielte Zuweisung von Lagerplätzen zu Artikeln auf Basis definierter Kriterien. Das Ziel ist, häufig benötigte Artikel nah an Kommissionierstationen oder Ausgabepunkten zu platzieren, während seltener bewegte Ware in weniger zugängliche Bereiche wandert. Das Ergebnis sind kürzere Laufwege für Kommissionierer, eine gleichmäßigere Auslastung von Lagerzonen und in der Folge niedrigere Betriebskosten. Slotting ist kein einmaliger Vorgang, sondern ein wiederkehrender Optimierungsprozess, der auf aktuelle Bewegungsdaten reagiert.

Wie funktioniert Slotting in der Praxis?

Grundlage für jede Slotting-Entscheidung sind Bewegungsdaten aus dem Lagerverwaltungssystem: Zugriffshäufigkeit, Auftragsstruktur, Menge pro Entnahme und saisonale Schwankungen. Typischerweise wird zunächst eine ABC-Analyse durchgeführt, die Artikel nach Umschlagshäufigkeit in Klassen einteilt. A-Artikel mit hoher Zugriffszahl erhalten ergonomisch günstige, wegoptimierte Plätze in der Goldenen Zone, also in Griffhöhe und kurzer Gehdistanz zur Packzone. B- und C-Artikel werden entsprechend weiter entfernt oder in höhere beziehungsweise niedrigere Regalebenen platziert.

Darüber hinaus fließen weitere Faktoren in die Slotting-Entscheidung ein:

  • Gewicht und Volumen: Schwere Artikel sollten aus ergonomischen Gründen unten im Regal liegen.
  • Produktaffinität: Artikel, die häufig gemeinsam in einem Auftrag vorkommen, werden räumlich nah beieinander platziert, um Mehrfachwege zu vermeiden.
  • Haltbarkeit und Chargensteuerung: Bei Frischware oder chargenpflichtigen Artikeln gelten zusätzliche Einschränkungen.
  • Behälter- und Stellplatzdimensionen: Die physische Eignung des Lagerplatzes für das Gebinde muss passen.

Viele Lagerverwaltungssysteme bieten eine integrierte Slotting-Funktion, die Umslottungsvorschläge automatisch generiert. Anbieterabhängig unterscheiden sich Algorithmen und der Grad der Automatisierung erheblich, weshalb ein Vergleich der Systemfunktionalitäten vor der Einführung sinnvoll ist.

Worauf kommt es bei der Auswahl und Umsetzung an?

Entscheidend ist zunächst die Qualität der Datenbasis: Lückenhafte oder veraltete Bewegungsdaten führen zu suboptimalen Slotting-Empfehlungen. Ebenso wichtig ist die Frage, wie oft Umslottierungen durchgeführt werden. Zu häufige Wechsel verursachen operativen Aufwand und Fehler im laufenden Betrieb; zu seltene Anpassungen lassen Optimierungspotenzial ungenutzt. Ein pragmatischer Ansatz ist die regelmäßige Überprüfung in festen Zyklen, zum Beispiel quartalsweise oder bei größeren Sortimentsveränderungen. Schließlich muss das Team in der Lage sein, Umslottierungen sauber im System zu pflegen und physisch umzusetzen, ohne laufende Kommissionieraufträge zu stören.

Häufige Fragen

Slotting bezeichnet die systematische Zuweisung von Artikeln zu Lagerplätzen nach definierten Kriterien wie Zugriffshäufigkeit, Gewicht und Auftragsstruktur. Ziel ist es, Wege für Kommissionierer zu verkürzen und die Lagerkapazität effizienter zu nutzen.

Verwandte Begriffe

Passende Kategorien