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Batch-Kommissionierung

Auch: Batch Picking, Batchkommissionierung, Multi-Order-Picking, Sammelkommissionierung, Batch-Pick

KI-generiert

Kurz erklärt

Batch-Kommissionierung bezeichnet eine Methode, bei der mehrere Kundenaufträge zu einem gemeinsamen Picklauf zusammengefasst werden. Dadurch legt der Kommissionierer eine Route ab und deckt dabei Positionen aus verschiedenen Aufträgen gleichzeitig ab.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Batch-Kommissionierung?

Bei der Batch-Kommissionierung fasst ein Warehouse-Management-System (WMS) mehrere Kundenaufträge zu einem sogenannten Batch zusammen, bevor der Picklauf startet. Der Kommissionierer arbeitet dann nicht Auftrag für Auftrag ab, sondern sammelt in einer einzigen Lagertour Artikel für alle Aufträge des Batches ein. Die gepickten Mengen werden anschließend entweder direkt am Regal oder an einer zentralen Sortierstation den einzelnen Aufträgen zugewiesen. Damit unterscheidet sich die Methode von der auftragsbezogenen Einzelkommissionierung, bei der jeder Auftrag eine eigene Tour erzeugt.

Wie funktioniert Batch-Kommissionierung in der Praxis?

Das WMS analysiert offene Aufträge und gruppiert sie anhand von Kriterien wie Abgangszeitfenster, Lagerbereich, Artikelüberschneidungen oder Auftragsprioritäten. Enthält ein Batch zum Beispiel zehn Aufträge, von denen sieben denselben Artikel benötigen, genügt ein einziger Griff an diesem Lagerplatz, um alle sieben Positionen zu decken. Das reduziert Wegstrecken im Lager erheblich.

Für die physische Umsetzung gibt es verschiedene Ansätze:

  • Multi-Order-Pick mit Behältern: Der Kommissionierer führt mehrere Behälter oder ein spezielles Wagen-Setup mit, jeder Behälter repräsentiert einen Auftrag. Die Zuweisung erfolgt direkt beim Griff.
  • Pick-then-Sort: Alle Artikel werden zunächst in einem gemeinsamen Behälter gesammelt und erst danach an einer Sortierstation auftragsrein getrennt. Diese Variante eignet sich besonders für hohe Pickraten und kleine Artikelmengen.
  • Systemgestützte Führung: Pickerlisten, Pick-by-Voice, Pick-by-Light oder mobile Handhelds geben dem Kommissionierer vor, wie viele Einheiten er von welchem Artikel für den gesamten Batch entnehmen soll.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Die Batch-Größe ist einer der kritischsten Parameter. Zu große Batches erhöhen zwar die Wegeeffizienz, verlängern aber den Durchlauf einzelner Aufträge und können die Fehlerquote steigen lassen, weil mehr Artikel gleichzeitig verwaltet werden müssen. Zu kleine Batches liefern nur marginale Effizienzgewinne gegenüber der Einzelkommissionierung. Die optimale Batch-Größe hängt von der Auftragsgröße, der Artikelvielfalt und der verfügbaren Sortiertechnik ab. Sie ist deshalb anbieter- und betriebsabhängig.

Ein gut konfiguriertes WMS ist Voraussetzung, weil die Batch-Bildung in Echtzeit auf aktuelle Lagerbestände, Versandfristen und Ressourcenverfügbarkeit reagieren muss. Darüber hinaus sollte das Schulungskonzept für die Lagermitarbeiter berücksichtigt werden, da die gleichzeitige Verwaltung mehrerer Aufträge höhere Anforderungen an die Aufmerksamkeit stellt als die klassische Einzelkommissionierung.

Häufige Fragen

Bei der Einzelkommissionierung wird jeder Auftrag in einer separaten Lagertour abgearbeitet. Die Batch-Kommissionierung fasst mehrere Aufträge zusammen, sodass ein Kommissionierer in einer Tour Positionen für mehrere Aufträge gleichzeitig sammelt. Das spart Wegzeit, erfordert aber mehr Koordinationsaufwand bei der Zuweisung der Artikel.

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