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Datenfunkgeräte

Auch: Datenfunkgerät, MDE-Gerät, Mobile Datenerfassungsgerät, Datenfunkterminal, Barcode-Terminal, Handscanner, Mobiles Datenfunkgerät, Datenfunkgeräte Lager

KI-generiert

Kurz erklärt

Datenfunkgeräte sind mobile oder stationäre Hardwarekomponenten, die Daten kabellos über Funkprotokolle wie WLAN oder Mobilfunk übertragen. Sie bilden im Lager und Transport die operative Schnittstelle zwischen Mitarbeitenden und IT-Systemen wie WMS oder ERP.

Das Wichtigste in Kürze

Was sind Datenfunkgeräte?

Datenfunkgeräte sind Hardwaregeräte, die Daten über drahtlose Funkverbindungen senden und empfangen. Im Intralogistik-Kontext zählen dazu Handscanner, MDE-Terminals (Mobile Datenerfassungsgeräte), Staplerterminals, Wearables mit Scan-Funktion sowie robuste Industrie-Tablets. Sie verbinden Lagermitarbeitende in Echtzeit mit übergeordneten IT-Systemen, typischerweise einem Warehouse Management System (WMS) oder ERP, ohne dass eine feste Verkabelung am Arbeitsplatz notwendig ist.

Wie funktionieren Datenfunkgeräte in der Praxis?

In den meisten Lagerumgebungen kommunizieren Datenfunkgeräte über WLAN nach IEEE 802.11. Das Gerät baut eine kontinuierliche Verbindung zum Access Point auf und tauscht Buchungsdaten, Kommissionieraufträge oder Inventurinformationen mit dem Backend aus. Beim Wechsel zwischen Funkzellen, etwa wenn ein Stapler durch verschiedene Lagerbereiche fährt, muss ein nahtloses Roaming sichergestellt sein, damit keine Verbindungsabbrüche entstehen. Im Transportbereich oder bei Außeneinsätzen kommen stattdessen Mobilfunkverbindungen (4G/5G) zum Einsatz.

Die Datenerfassung erfolgt über integrierte Scanner (1D-Barcode, 2D-Datamatrix, RFID), Tastatur oder Touchscreen. Das Gerät sendet die erfassten Daten unmittelbar an das WMS, das daraufhin den nächsten Arbeitsschritt zurückspielt. Diese bidirektionale Echtzeitkommunikation ist die Grundlage für beleglose Kommissionierung, papierlose Wareneingangserfassung und lückenlose Chargenrückverfolgung.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Bei der Gerätewahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die stark vom jeweiligen Einsatzort abhängen:

  • Schutzklasse und Robustheit: Lagerumgebungen mit Staub, Feuchtigkeit oder Tiefkühlbereichen erfordern entsprechende IP-Schutzklassen und Temperaturbereiche. Nicht jedes Gerät ist für jeden Bereich geeignet, das sollte vor der Beschaffung geprüft werden.
  • Akkulaufzeit und Wechselkonzept: Schichtbetrieb verlangt entweder lange Akkulaufzeiten oder ein praktikables Akkuwechsel- bzw. Ladekonzept, das Ausfallzeiten minimiert.
  • Funkabdeckung der Infrastruktur: Ein Datenfunkgerät ist nur so gut wie das Funknetz dahinter. WLAN-Ausleuchtung, Roaming-Konfiguration und Kanalplanung müssen vor der Gerätebeschaffung bewertet werden.
  • Mobile Device Management (MDM): Mit wachsenden Gerätezahlen wird zentrales Gerätemanagement für Rollout, Softwareverteilung, Konfiguration und Fernwartung unverzichtbar. Die Kompatibilität des Geräts mit der gewählten MDM-Lösung ist ein Auswahlkriterium.
  • Total Cost of Ownership: Neben dem Kaufpreis zählen Reparaturservice, Ersatzgerätepool, Garantiebedingungen und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen über den geplanten Betriebszeitraum hinweg.

Ob ein Gerät besser als Eigentum oder im Rahmen eines Device-as-a-Service-Modells beschafft wird, ist anbieter- und unternehmensabhängig und sollte im Einzelfall geprüft werden.

Häufige Fragen

MDE-Terminal (Mobile Datenerfassung) ist ein spezifischer Gerätetyp innerhalb der übergeordneten Kategorie Datenfunkgeräte. Datenfunkgeräte ist der Sammelbegriff, der auch Staplerterminals, Industrie-Tablets und Wearables einschließt. Im Alltag werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.

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