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Cube-System

Auch: Cube-Lager, Cube Storage, Grid-System, Roboter-Cube-Lager, Cube-Lagersystem, Würfelraster-Lager

KI-generiert

Kurz erklärt

Ein Cube-System ist ein hochverdichtetes, rasterbasiertes Lagersystem, in dem Behälter in einem dreidimensionalen Gitter gestapelt und von Robotern bewegt werden. Es eignet sich besonders für kleine bis mittelgroße Artikel mit hohem Durchsatz bei begrenzter Lagerfläche.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Cube-System?

Ein Cube-System ist ein automatisiertes Lagersystem, das Ladungsträger, in der Regel standardisierte Kunststoffbehälter, in einem würfelförmigen, dreidimensionalen Raster stapelt. Anders als konventionelle Regallager mit festen Gassen nutzt das Cube-System nahezu den gesamten verfügbaren Rauminhalt zur Lagerung. Roboter oder andere Handhabungsgeräte fahren auf einem Schienensystem auf dem Dach des Rasters und heben Behälter nach oben, um Zugriff auf tiefer liegende Einheiten zu erlangen. Das System arbeitet ohne feste Kommissioniergassen, was die Flächennutzung gegenüber klassischen Kleinteilelagern erheblich steigert.

Wie funktioniert ein Cube-System in der Praxis?

Im Betrieb kommuniziert das Lagerverwaltungssystem kontinuierlich mit den Robotern auf dem Grid. Wird ein Behälter angefordert, berechnet das Steuerungssystem den optimalen Pfad und koordiniert mehrere Roboter gleichzeitig, damit der Zielbehälter ohne Kollisionen an die Arbeitsstationen gefördert wird. Dort entnehmen Mitarbeitende oder Pick-Roboter die benötigten Artikel nach dem Ware-zur-Person-Prinzip. Anschließend wird der Behälter wieder ins Raster zurückgeführt, wobei das System Behälter mit hoher Umschlagshäufigkeit bevorzugt oben platziert, um künftige Zugriffszeiten zu verkürzen.

Typische Einsatzfelder sind der E-Commerce-Fulfillment, die Pharmadistribution und der Ersatzteilhandel, überall dort, wo viele verschiedene Artikel in kleinen Mengen schnell kommissioniert werden müssen. Weniger geeignet sind Cube-Systeme für Schwergut, sperrige Artikel oder Produkte mit sehr unregelmäßiger Geometrie, da diese nicht in Standardbehälter passen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Bei der Planung eines Cube-Systems sind mehrere Faktoren entscheidend:

  • Artikelprofil: Artikel müssen in die vorgegebenen Behältergrößen passen. Mischbehälter mit mehreren SKUs sind möglich, erhöhen aber die Kommissionierkomplexität.
  • Durchsatz und Redundanz: Die Anzahl der Roboter bestimmt maßgeblich den erreichbaren Durchsatz. Fällt ein Roboter aus, kann das System in der Regel weiterlaufen, da andere Einheiten die Aufgabe übernehmen.
  • Skalierbarkeit: Cube-Systeme lassen sich grundsätzlich modular erweitern, jedoch erfordert eine Vergrößerung des Rasters in der Regel ausreichend dimensionierte Gebäudestrukturen und eine vorausschauende Planung der IT-Kapazitäten.
  • Integrationsfähigkeit: Die Anbindung an WMS und ERP über standardisierte Schnittstellen ist kritisch. Anbieter unterscheiden sich erheblich darin, wie offen ihre Steuerungssoftware ist.
  • Temperaturanforderungen: Einige Anbieter bieten Kühl- oder Tiefkühlvarianten an, was den Einsatzbereich erweitert, jedoch die Investitionskosten deutlich erhöht.

Die Entscheidung für ein Cube-System sollte immer auf Basis einer fundierten Simulation des Artikelspektrums und der Auftragsmuster erfolgen, da Fehlplanungen in diesem Systemtyp nur schwer nachträglich korrigiert werden können.

Häufige Fragen

Cube-Systeme sind am besten für kompakte, leichte bis mittelgewichtige Artikel geeignet, die in Standardbehälter passen. Typische Beispiele sind Ersatzteile, Pharmaprodukte, Bekleidung und Consumer-Electronics-Zubehör. Schwergut, nässeempfindliche Schüttgüter oder sehr sperrige Artikel sind in der Regel nicht geeignet.

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