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Pick-by-Vision

Auch: Pick by Vision, PbV, Vision Picking, Augmented-Reality-Kommissionierung, AR-Kommissionierung, Datenbrillen-Kommissionierung

KI-generiert

Kurz erklärt

Pick-by-Vision ist eine Kommissioniermethode, bei der eine Datenbrille dem Mitarbeitenden Lagerplatz, Artikel und Menge direkt ins Sichtfeld projiziert. Die Hände bleiben frei, und Bestätigungen erfolgen per Scan, Kamera oder Geste.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Pick-by-Vision?

Pick-by-Vision bezeichnet eine Form der beleglosen Kommissionierung, bei der tragbare Datenbrillen (Smart Glasses) den Kommissionierprozess visuell unterstützen. Das System überlagert das reale Blickfeld des Mitarbeitenden mit auftragsrelevanten Informationen: Ziellagerplatz, Artikelbezeichnung, zu entnehmende Menge sowie gegebenenfalls Wegführung durch das Lager. Die Datenbrille kommuniziert dabei über WLAN in Echtzeit mit dem Warehouse-Management-System (WMS).

Im Unterschied zu Pick-by-Light, das Signallampen am Regal nutzt, oder Pick-by-Voice, das Sprachanweisungen verwendet, sind bei Pick-by-Vision alle Informationen unmittelbar im Sichtfeld sichtbar, ohne dass der Blick auf ein Handgerät oder einen Bildschirm geworfen werden muss. Das ermöglicht das sogenannte Hands-free-Prinzip, das besonders bei Aufgaben mit schwerem Kommissioniergut oder in Kühlbereichen relevant ist.

Wie funktioniert Pick-by-Vision in der Praxis?

Nach dem Login am WMS erhält die Datenbrille die Auftragsposition und führt den Mitarbeitenden zum Lagerplatz. Dort werden Entnahmeangaben eingeblendet. Die Bestätigung erfolgt je nach Systemdesign durch:

  • Scannen eines Barcodes oder QR-Codes über eine in der Brille integrierte Kamera
  • Blicksteuerung (Eye-Tracking) oder Kopfbewegungen
  • Sprachbestätigung als ergänzendes Modul
  • Knopfdruck an der Brille oder an einem Handtaster

Augmented-Reality-Funktionen können den Prozess erweitern, etwa durch visuelle Hervorhebung von Regalfächern oder die Anzeige von Prüfinformationen direkt am Artikel. Der Einsatz setzt eine stabile WLAN-Infrastruktur im gesamten Lagerbereich voraus, da Verbindungsunterbrechungen den Kommissionierfluss unterbrechen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Bei der Entscheidung für Pick-by-Vision spielen mehrere Faktoren eine Rolle, die je nach Betrieb unterschiedlich gewichtet werden müssen:

  • Ergonomie und Tragekomfort: Datenbrillen variieren stark in Gewicht und Bauform. Werden im Betrieb bereits Schutzbrillen oder andere persönliche Schutzausrüstung getragen, muss die Kompatibilität vorab geprüft werden.
  • Lichtverhältnisse: Starkes Gegenlicht, dunkle Lagerbereiche oder wechselnde Umgebungen können die Displaylesbarkeit beeinträchtigen.
  • WLAN-Stabilität und Latenz: Eine lückenlose Funkausleuchtung ist Voraussetzung. Latenzen oberhalb definierter Schwellwerte können die Nutzererfahrung und die Prozesssicherheit beeinträchtigen.
  • Ausfallszenario: Für den Fall eines Systemausfalls, also Brille, WLAN oder WMS-Verbindung, braucht es einen klar definierten Fallback-Prozess.
  • Akzeptanz der Mitarbeitenden: Die Einführung von Datenbrillen wird in der Belegschaft unterschiedlich aufgenommen. Pilotphasen mit freiwilliger Teilnahme und transparente Kommunikation über Datenschutz sind in der Praxis üblich.
  • Datenschutz: Kameras in der Brille können Personen und Daten aufzeichnen. Je nach Betriebsvereinbarung und Datenschutzrecht sind technische oder organisatorische Maßnahmen erforderlich.

Pick-by-Vision eignet sich besonders für Kommissionierprozesse mit hoher Artikelvielfalt, komplexen Lagerstrukturen oder Anforderungen an Hands-free-Arbeiten. Ob es gegenüber anderen Pickverfahren wirtschaftlich vorteilhaft ist, hängt stark von Auftragsvolumen, Fehlerkosten und vorhandener IT-Infrastruktur ab.

Häufige Fragen

Pick-by-Vision zeigt Kommissionierinformationen direkt im Sichtfeld des Mitarbeitenden über eine Datenbrille an. Pick-by-Light hingegen nutzt Leuchtanzeigen, die am Regal oder am Lagerfach angebracht sind. Pick-by-Vision ist ortsunabhängiger und setzt keine fest installierte Regalinfrastruktur voraus, erfordert aber eine stabile WLAN-Verbindung und die Bereitschaft, eine Brille zu tragen.

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