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Rastersystem

Auch: Rastersysteme, Rastermaß, Lagerraster, Stellplatzraster, Lochraster, Rasterstruktur

KI-generiert

Kurz erklärt

Ein Rastersystem ist eine standardisierte Struktur aus definierten Maßen und Abständen, die in Lagereinrichtungen, Regalen und Behältersystemen als modulare Grundlage dient. Es ermöglicht flexible Anpassungen bei Sortiments- oder Prozessänderungen ohne vollständigen Umbau.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Rastersystem?

Ein Rastersystem bezeichnet ein Konstruktionsprinzip, bei dem Maße, Abstände und Positionen nach einem einheitlichen Grundmaß, dem Rastermaß, festgelegt werden. In der Intralogistik trifft man auf Rastersysteme vor allem bei Fachbodenregalen mit Lochrasterung, bei Stellplatzrastern in Bodenlagern sowie bei Behälter- und Tray-Systemen, deren Außenmaße auf ein gemeinsames Rastermaß abgestimmt sind. Das Prinzip ist kein einzelnes Produkt, sondern ein übergreifendes Planungskonzept, das Hardware, Infrastruktur und Lagerverwaltung verbindet.

Wie funktioniert ein Rastersystem in der Praxis?

Das Grundmaß eines Rastersystems, häufig ein Vielfaches von 25, 50 oder 100 Millimetern, bestimmt, in welchen Schritten Fachböden höhenverstellt, Trennstege positioniert oder Behälter kombiniert werden können. Ein typisches Beispiel ist das Lochraster an Regalstielen: Die Träger lassen sich in definierten Höhenintervallen einhängen, ohne dass gebohrt oder geschweißt werden muss. Ähnlich funktioniert das Rastermaß bei Kleinladungsträgern. Ein Standardbehälter belegt einen definierten Bruchteil eines Tablars oder Förderabschnitts, sodass Steuerungssoftware und Fördertechnik mit einfachen Divisionsregeln arbeiten können.

In der Praxis wirkt das Rastersystem auf mehreren Ebenen gleichzeitig:

  • Bauliche Ebene: Stützenraster, Tor- und Gangbreiten werden auf das Rastermaß abgestimmt, um spätere Erweiterungen zu erleichtern.
  • Einrichtungsebene: Regale, Durchlaufkanäle und Arbeitsplatzsysteme folgen denselben Grundmaßen, sodass Komponenten verschiedener Hersteller kombinierbar bleiben, vorausgesetzt sie folgen demselben Norm- oder De-facto-Standard.
  • Behälterebene: Ladungsträger, Trays und Kartonagen werden in Rastermaßen konfektioniert, damit sie auf Förderbändern, in automatischen Kleinteilelagern und an Pick-Stationen ohne Umbau wechseln können.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Die Wahl des Rastermaßes hat langfristige Auswirkungen, weil spätere Änderungen an der Infrastruktur aufwendig sind. Relevante Entscheidungskriterien sind:

  • Artikelspektrum: Das Rastermaß sollte so gewählt werden, dass der überwiegende Anteil der Artikel ohne übermäßigen Platzverlust untergebracht werden kann. Ein zu grobes Raster verschwendet Volumen, ein zu feines erhöht die Komplexität.
  • Kompatibilität mit Fördertechnik: Automatisierte Systeme wie Sorter, AKL oder AutoStore-Varianten arbeiten mit festen Behältermaßen. Das Rastersystem muss auf diese Maße abgestimmt sein.
  • Erweiterbarkeit: Hersteller bieten teils proprietäre Rastermaße an, die den Zukauf auf ihr eigenes Sortiment beschränken. Offene oder genormte Rastermaße sichern mehr Flexibilität bei Anbieterwechsel oder Erweiterungsinvestitionen.
  • Normen und Standards: Im europäischen Raum existieren Empfehlungen für Ladeeinheitenmaße, die als Orientierung dienen können, verbindliche Vorgaben gibt es allerdings nicht für alle Anwendungsbereiche.

Ob ein einheitliches Rastermaß über alle Lagerbereiche hinweg sinnvoll ist oder ob verschiedene Bereiche unterschiedliche Raster erfordern, hängt vom jeweiligen Betrieb ab und lässt sich nicht pauschal beantworten.

Häufige Fragen

Ein Rastermaß ist das Grundmaß, in dessen Vielfachen Abstände, Höhen und Positionen innerhalb eines Lagersystems festgelegt werden. Es bestimmt zum Beispiel, in welchen Schritten Fachböden verstellt oder Behälter kombiniert werden können.

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