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Kommissionierer

Auch: Kommissioniererin, Picker, Pickerin, Kommissionierer/in, Lagerpicker, Pickermitarbeiter

KI-generiert

Kurz erklärt

Ein Kommissionierer ist eine operative Lagerrolle, die gezielt Artikel aus dem Lager entnimmt und zu Aufträgen zusammenstellt. Die Tätigkeit umfasst das Picken, Scannen und Bestätigen von Positionen sowie einfache Qualitätsprüfungen.

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Kommissionierer?

Als Kommissionierer wird die Person bezeichnet, die im Lager Aufträge physisch abarbeitet. Sie entnimmt Artikel aus definierten Lagerplätzen, prüft Menge und Zustand, bestätigt jeden Pick per Scanner, Spracheingabe oder Display und übergibt die zusammengestellte Ware an den nächsten Prozessschritt, zum Beispiel an die Packzone oder das Versandlager. Der Begriff beschreibt eine Spezialisierung innerhalb der Lagerarbeit und grenzt sich damit von breiter einsetzbaren Lagerarbeitern ab, die auch Wareneingang, Einlagerung oder Versand übernehmen.

Wie sieht die Arbeit in der Praxis aus?

Je nach Lagerkonzept arbeitet ein Kommissionierer in unterschiedlichen Systemen und mit unterschiedlichen Hilfsmitteln:

  • Picker-to-Goods: Die Person bewegt sich zu den Lagerplätzen, geführt durch ein Handgerät, eine Pick-by-Voice-Lösung oder Pick-by-Light-Anzeigen am Regal.
  • Goods-to-Person: Das Lagersystem, etwa ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) oder ein AutoStore, bringt die Ware zur Kommissionierstation. Der Kommissionierer entnimmt dort die geforderte Menge und bestätigt den Vorgang.
  • Batch-Kommissionierung: Mehrere Aufträge werden gleichzeitig abgearbeitet, was Wege reduziert, aber höhere Konzentration erfordert.
  • Zonenkommissionierung: Jeder Kommissionierer ist für einen bestimmten Lagerbereich zuständig; die Aufträge werden anschließend zusammengeführt.

Ergonomie spielt eine zentrale Rolle: Hebehilfen, angepasste Regalhöhen und Laufwegoptimierung reduzieren physische Belastung und Fehlerhäufigkeit gleichermaßen. Schulungen zu Scansystemen, Sicherheitsregeln und auftragsspezifischen Anforderungen, etwa Chargenverfolgung oder Kühllagervorschriften, sind Grundvoraussetzung für eine fehlerfreie Ausführung.

Worauf kommt es bei Auswahl und Steuerung an?

Die Leistung eines Kommissionierers lässt sich über Kennzahlen wie Picks pro Stunde, Fehlerquote und Durchlaufzeit messen. Dabei ist Vorsicht geboten: Einzel-KPIs können falschen Anreiz setzen, wenn sie nicht im Gesamtkontext bewertet werden. Eine hohe Pick-Rate nützt wenig, wenn gleichzeitig die Fehlerquote steigt oder Sicherheitsregeln umgangen werden.

Bei der Auswahl von Assistenzsystemen (Scanner, Voice, Light oder AR-Brillen) hängt die beste Lösung stark vom Artikelspektrum, der Auftragsstruktur und dem vorhandenen WMS ab. Anbieterabhängige Unterschiede in der Systemintegration sind hier nicht zu unterschätzen. Ebenso relevant ist das Personalmodell, also ob Kommissionierer fest angestellt, über Zeitarbeit oder im Rahmen von Fulfillment-Dienstleistungen eingesetzt werden.

Häufige Fragen

Ein Kommissionierer entnimmt Artikel aus dem Lager entsprechend eines Auftrags, bestätigt jeden Pick per Scan oder Spracheingabe und stellt die Ware für den nächsten Prozessschritt bereit. Je nach Betrieb gehören auch einfache Qualitätsprüfungen oder die Übergabe an die Packzone zur Aufgabe.

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